Internationaler Frauentag am 8. März mit Veranstaltungen in Rostock

Porträtfoto-Ausstellung „Derecho de voz(s). (Dein) Recht auf Stimme“ im
Rostocker Rathaus

Porträtfoto-Ausstellung, Foto: Joachim Kloock

Porträtfoto-Ausstellung, Foto: Joachim Kloock

7.3.2017 – Durch eine Kooperation der Universidad Complutense de Madrid („Género Estética y Cultura Audiovisual“ (GECA) und der Institute für Romanistik der Universitäten Leipzig und Rostock konnte eine erstklassige Wanderausstellung anlässlich des Internationalen Frauentags nach Rostock geholt werden. Für die Ausstellung „Derecho de voz(s). (Dein) Recht auf Stimme.“  hat der Fotograf Ricardo Pinzón Hidalgo 16 Schwarz-Weiß-Porträts von Menschen unterschiedlicher geschlechtlicher Identitäten (Frauen und LGBTQI*-Personen) angefertigt. 16 Porträts und 16 Erzählungen sexueller Gewalt innerhalb eines mehr als 50 Jahre andauernden bewaffneten Konfliktes, der die Geschichte Kolumbiens blutig gefärbt hat. Jede Fotografie wird von der Stimme, einer eigenen Erzählung des jeweiligen Opfers begleitet. Sie zeigen auf, dass es ihr Recht ist, die Gewalt auszusprechen und anzuklagen. Die Ausstellung erzählt somit nicht nur von Gewalt, sondern von einer Hoffnung, einer Wende hin zur Selbsterzählung, die die Opfer nicht mehr primär als solche begreift, sondern  zu Akteurinnen ihrer eigenen Befreiung werden lässt. Oftmals durch Unkenntnis der eigenen Rechte, Scham oder öffentliche Ignoranz verstummt, verschaffen Kampagne und Ausstellung den geschädigten Personen Zugang zu Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Öffentlichkeit sowie zur Wiedererlangung sozialen Rückhalts.

Die Rostocker Ausstellung ist eine Kooperationsveranstaltung der Gender/ Queer AG und der Institute für Romanistik der Universitäten Rostock und Leipzig sowie des Forschungszentrums „Género, Estética y Cultura Audiovisual“ der Universidad Complutense de Madrid, der Gleichstellungsbeauftragten der Hansestadt Rostock und des Peter-Weiss-Haus e.V. Unterstützt wird die Ausstellung von der Gleichstellungsbeauftragen des Landes Mecklenburg-Vorpommern und vom AStA der Universität Rostock. Bis zum 10. März 2017 wird die Ausstellung im Rathaus zu besichtigen sein, danach im Peter-Weiss-Haus.

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