Hier schmeckt der Fisch

Die besten Adressen für Heringe, Zander und Co. an der Vorpommerschen Ostseeküste / Fischerfeste in der Region

Freester Hafen, Foto: Holger Martens

Freester Hafen, Foto: Holger Martens

Von Fischerdorf zu Fischerdorf: Wer Fisch liebt, kommt am besten im Frühjahr zur Heringssaison nach Vorpommern. Für eine kulinarische Stippvisite bietet sich Freest am Greifswalder Bodden als Ausgangspunkt an. Das kleine Fischerdorf beheimatet den größten Fischereihafen in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Die Fischerei ist hier traditionell gewachsen. In den 26 Fischerhütten entlang der Hafenkante arbeiten insgesamt 30 Fischer. 75 Prozent des gesamtes Fangs der Fischereigenossenschaft Freest sind Heringe – er ist der Brotfisch für die Fischer der Region. Daneben werden vor allem Flundern und Dorsche gefangen. Aber auch Zander, Barsch, Hornhecht, Scholle oder Schnäpel zählen zu den heimischen Fischen, die den Fischern in Freest und Umgebung in die Netze gehen. Den Charme eines Fischerdorfes hat sich Freest über die Jahre hinweg erhalten: Frischen Fisch können Besucher hier jeden Morgen direkt am Hafen kaufen. Wer lieber lange schläft, wird in der Verkaufsstelle der Fischereigenossenschaft fündig. Und wer sich über die Geschichte des Dorfes informieren möchte, schaut sich das örtliche Heimatmuseum an, in dem auch über die Freester Fischerteppiche informiert wird, mit denen sich die Fischer in fangarmen Zeiten ein Zubrot verdienten.

Weitere Fischerdörfer, in denen Gäste Fischern bei der Arbeit über die Schulter schauen können, sind Greifswald-Wieck, Lassan, Mönkebude, Altwarp und Rieth. Dabei hat jeder Ort seinen besonderen Reiz. Wieck überzeugt mit einer traditionellen Holzklappbrücke, Räucherfischbuden, reetgedeckten Häusern und einer alten Dorfkirche. In Mönkebude gibt es neben dem Fischereihafen auch einen Sandstrand oder das Heimatmuseum Fischerstube. Einem Saxophon spielenden Fischer begegnen Gäste im Riether Winkel. Dort hat Peter Döring seinen Heimathafen. Er ist einer der letzten Fischer am Stettiner Haff und betreibt einen Fischerhof abseits des Dorfes Rieth am Neuwarper See, den er von seinem Vater übernommen hat. Er spielt leidenschaftlich Saxophon, übt sogar auf dem Kutter. In der Saison lädt er jeden Freitag Einheimische wie Touristen auf seinen Fischerhof ein. Es gibt Räucherfisch und Live-Musik – vom Fischer höchstpersönlich. Ein absolutes Muss für Fischliebhaber und Besucher der Fischerdörfer sind die Fischbrötchen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Bistros und Restaurants, die sich für Genießer anbieten. Der Tourismusverband Vorpommern hat die Top 5 zusammengestellt:

Freister Fischhus in Freest,  Am Hafen 1, 17440 Freest, www.freester-fisch.de
Das Fisch-Bistro am Freester Fischereihafen bietet in der Saison eine große Auswahl an regionalem frisch geräuchertem Fisch aus eigener Produktion.

„Fisch13“ in Greifswald, Schuhhagen 13, 17489 Greifswald, www.fisch13.de
Spezialität des Hauses: „Pflaumenaugust“, Matjes in warmen Baguettebrötchen mit würzigen Zwiebeln, Äpfeln und Pflaumenmus.

Familien-Fischerei Zach in Altwarp, Sandweg 118, 17375 Altwarp, www.familienfischereizach.de
Vor der Kulisse der Altwarper Binnendünen sitzen Gäste auf der Terrasse des familienbetriebenen Bistros.

Restaurant  und  Hafenräucherei „WIE-05“, Yachtweg 1, 17493 Greifswald, www.wiecker-fisch.de Direkt am Wiecker Hafen genießen Gäste eine Vielzahl an regionalen Fischgerichten. Im Fischladen nebenan gibt es fangfrischen Fisch für die eigene Zubereitung.

Das ganze Jahr über lohnt sich ein Besuch in Vorpommern. Auf den Hering folgt der Hornhecht, der mit seinen grünen Gräten beeindruckt, im Sommer geht die Flunder ins Netz, im Herbst der Dorsch. In den Sommermonaten laden viele Orte zudem zu Fischer- und Hafenfesten ein.

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