Einsatz von Tauchrobotern bei Windkraftanlagen – Tauch- und Bergungsspezialist erweitert in Rostock

Unternehmen ist Dienstleistungsspezialist für die maritime Wirtschaft – 33 Arbeitsplätze werden gesichert

Taucher bei der Arbeit, Foto: gemeinfrei

Taucher bei der Arbeit, Foto: gemeinfrei

Die Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH plant eine Erweiterung ihrer Betriebsstätte. Das Unternehmen übernimmt unter anderem im nationalen und internationalen Kundenauftrag Dienstleistungen im Bereich Taucherarbeiten, Wasserbau, Bergung, Wrackberäumung und Havariedienste. „Das Unternehmen hat sich zu einem Dienstleistungsspezialisten für die maritime Wirtschaft entwickelt und sich über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht. Nun wird weiter in die Ausstattung investiert. Das neue Vorhaben sichert 33 Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe am Mittwoch.

Neu: Tauchroboter für Installation, Wartung und Netzanbindung von Windkraftanlagen

Die Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH plant die Anschaffung von mehreren Tauchrobotern, sogenannte ROV´s (Remotely Operated Vehicle). Dabei handelt es sich um kabelgeführte Unterwasserfahrzeuge, mit denen Wartungsarbeiten, Inspektionen und andere Arbeiten unter Wasser durchgeführt werden können. Die Firma möchte die Tauchroboter nach eigenen Angaben als erstes Dienstleistungsunternehmen in Deutschland für die Planung, Vorbereitung, Installation, Wartung und Netzanbindung von Windkraftanlagen auf See einsetzen. In diesem Zusammenhang will das Unternehmen auch weiter ins Gebäude und in die Betriebs- und Geschäftsausstattung investieren.

Neues Geschäftsfeld – ROV-Pilotenausbildung für den Bereich der maritimen Offshore- und Havariedienstleistungen

Zudem plant das Unternehmen eine weitere, neue Geschäftsausrichtung: Am Standort soll eine ROV-Pilotenausbildungsstätte für den Bereich der maritimen Offshore- und Havariedienstleistungen entstehen. „Baltic Taucher hat den Markt im Blick, reagiert auf Kundenbedürfnisse und geht behutsam neue Wege mit ihrem Angebot. So gelingt es, den Betrieb breit aufzustellen. Passend dazu investiert das Unternehmen in die Bereiche Forschung und Entwicklung, um marktfähige Produkte und Dienstleistungen anzubieten“, sagte Glawe.

Unternehmen investiert in Forschung und Entwicklung

Aktuell forscht das Unternehmen mit der Universität Rostock zu dem Thema „Werkstofftechnisch basiertes Abschreckmodell für die Simulation des Unterwasserschweißens“. Gleichzeitig gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IDG (Dresden) zum Thema „Qualitätssicherung und Prüfung von Grout-Verbindungen an Offshore-Windenergieanlagen“. Grout-Verbindungen werden für die Verbindung zwischen den Gründungs- und Turmstrukturen von Offshore-Windenergieanlagen eingesetzt. Weiterhin gibt es ein Projekt mit der Technischen Universität Ilmenau (Thüringen) zum Thema „Entwicklung eines transportablen, teilautomatisierten Unterwasserreparatursystems für Offshoreanlagen“. Das Wirtschaftsministerium unterstützt Verbundforschungsprojekte zwischen einheimischen Unternehmen sowie Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, Mecklenburg-Vorpommern weiter als Forschungs- und Technologiestandort zu profilieren und so die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationskraft der heimischen Wirtschaft insgesamt zu erhöhen. In der Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen dafür insgesamt 168 Millionen Euro für wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) bereit.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die geplante Gesamtinvestition des Unternehmens beträgt 3,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 413.000 Euro.

Rund 32.000 Beschäftigte in über 1.900 Unternehmen der maritimen Wirtschaft tätig

Die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besteht aus den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, der maritimen Zulieferindustrie, der maritimen Logistik, der Schifffahrt, der Hafeninfrastruktur und dem maritimen Tourismus. Insgesamt sind in über 1.900 Betrieben und Einrichtungen rund 32.000 Personen beschäftigt.

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