THEORIA: Geistes- und Sozialwissenschaftler beginnen mit ihrer Arbeit

Projekte erfordern freien Geist und ungehemmten Forscherdrang

Ministerin Birgit Hesse, Foto: Presse M-V

Ministerin Birgit Hesse, Foto: Presse M-V

21.2.2017 – Die Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die eine finanzielle Förderung über das Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramm erhalten, können mit ihrer Arbeit beginnen. Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat heute in Schwerin die Projektleiterinnen und Projektleiter der 27 Forschungsprojekte empfangen und die entsprechenden Fördermittel übergeben. Das Land stellt in den Jahren 2017 bis 2020 insgesamt 2,5 Millionen Euro bereit. Gefördert werden 15 Projekte an der Universität Rostock, 10 Projekte an der Universität Greifswald und zwei Projekte an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. „Geistes- und Sozialwissenschaften helfen uns, die Welt besser zu verstehen. Sie analysieren die menschliche Geschichte, Gesellschaft und Kultur in Vergangenheit und Gegenwart und eröffnen uns dadurch neue Perspektiven“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Gerade diese Projekte erfordern eine freien Geist und ungehemmten Forscherdrang – so wie ihn Kurt von Fritz uns vorlebte. Zu seinen Ehren und unter seinem Namen übergebe ich heute die THEORIA-Förderbescheide“, so Hesse. Mit dem Kurt von Fritz-Wissenschaftsprogramm verfolgt das Land das Ziel, exzellente, auf grundsätzliche Fragestellungen fokussierte Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Geistes- und Sozialwissenschaften zu fördern. Professorinnen und Professoren konnten für ihre Forschungsvorhaben drei Arten von Stipendien einwerben. Insgesamt lagen dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur 49 Förderanträge vor. Die Auswahl erfolgte durch eine unabhängige Jury aus fachkundigen Gutachterinnen und Gutachtern aus ganz Deutschland. „Wie kein anderer Wissenschaftler, der im Land Mecklenburg-Vorpommern gewirkt hat, verkörpert der Altphilologe Kurt von Fritz den Anspruch auf Verteidigung der Freiheit des Geistes bei gleichzeitiger Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung“, betonte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Kurt von Fritz war nicht nur ein exponierter Geisteswissenschaftler seiner Zeit, sondern der einzige deutsche Professor, der im Jahre 1934 den Eid auf Adolf Hitler verweigert hat. Seinem Andenken ist das Programm THEORIA gewidmet“, so Hesse. Die 27 Forschungsprojekte und die jeweilige Höhe der Landesförderung sind in beiliegender Übersicht ersichtlich.

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