Fischkutter „Potsdam“ aus der Ostsee geborgen

Der geborgene Fischkutter „Potsdam" im Rostocker Fischereihafen, Foto: Joachim Kloock

Der geborgene Fischkutter „Potsdam“ im Rostocker Fischereihafen, Foto: Joachim Kloock

16.2.2017 – In der Schiffahrtsrinne im Adlergrund zwischen Rügen und Dänemark ist am Mittwoch der Fischkutter „Potsdam“ geborgen worden. Das Wrack lag rund 30 Kilometer östlich von Sassnitz im Eingang eines wichtigen Seefahrtsweges. Damit gefährdete es nach Angaben des Wasserstraßen- und Schiffahrtsamtes die Sicherheit des Schiffsverkehrs und musste somit dringend gehoben werden. Für die Bergung waren zwei Schiffe, ein Schwimmkran und acht Taucher zwei Tage lang im Einsatz. Der 17 Meter lange Kahn war bereits im Juli vergangenen Jahres gesunken. Damals sollte der Kutter zum Abwracken nach Dänemark geschleppt werden, sank aber auf seiner letzten Fahrt. Nun soll das Wrack zunächst in Rostock untersucht werden, bevor es voraussichtlich nach Dänemark kommt. Die Bergung ist ein Präzedenzfall, weil die Kosten in Höhe von mehr als 200.000 Euro erstmals der Schiffseigner selbst zahlen muss. Hintergrund ist eine neue Vorschrift zur Beseitigung von Schiffswracks, die 2015 in Kraft getreten ist. Demnach können Ämter gesunkene Schiffe bergen und das Verfahren den Eigentümern in Rechnung stellen, wenn diese sich weigern, das Wrack selbst hochzuholen. Quelle: http://www.ndr.de

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