Neuregelung ab 15. Februar 2017: Aussetzen der Mitnahme von E-Scootern in Fahrzeugen der Rostocker Straßenbahn AG

E-Scooter, Foto: Joachim Kloock

E-Scooter, Foto: Joachim Kloock

6.2.2017 – Im Ergebnis mehrerer technischer und juristischer Gutachten, Gerichtsurteile und betrieblicher Vorkommnisse in anderen deutschen Verkehrsunternehmen ist die Rostocker Straßenbahn AG gezwungen, die Mitnahme von Elektromobilen, sogenannten E-Scootern, in ihren Straßenbahnen und Bussen ab 15. Februar 2017 vorläufig auszusetzen. Es wurde gutachterlich festgestellt, dass alle gegenwärtig im Einsatz befindlichen E-Scooter nicht zur Mitnahme in anderen Fahrzeugen, insbesondere öffentlichen Linienverkehrsmitteln, geeignet sind. Nicht nur bei Gefahrenbremsungen, mit denen im öffentlichen Verkehrsraum jederzeit zu rechnen ist, sondern auch schon bei typischen Fahrbewegungen können diese Geräte kippen oder verrutschen. Dabei besteht nicht allein für den Benutzer, sondern auch für unbeteiligte Fahrgäste ein hohes Risiko schwerster Verletzungen. Dem Schutz von Leben und Gesundheit muss hier klar der Vorrang vor der uneingeschränkten Beförderung dieser Art von Mobilitätshilfen gegeben werden. Deutschlandweit wird intensiv daran gearbeitet, die Voraussetzungen für eine gefahrlose Mitnahme von E-Scootern in öffentlichen Verkehrsmitteln eindeutig zu definieren und die einschlägigen Rechtvorschriften entsprechend anzupassen. Die Hersteller von Elektromobilen planen Modelle, die im Gegensatz zu den derzeit angebotenen eine Zulassung zur Beförderung in anderen Fahrzeugen erhalten können. Sobald es zu einer Einigung über die Voraussetzungen zur Mitnahme von E-Scootern gekommen ist, wird die RSAG entsprechende Informationen kommunizieren. Diese Einschränkung gilt nicht für die Mitnahme von Elektrorollstühlen, die weiterhin in den Bussen und Straßenbahnen der RSAG befördert werden, da sie die konstruktiven Voraussetzungen dafür im Gegensatz zu den Elektromobilen besitzen.

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