Archiv für Februar 2017

Kunsthalle Rostock: Schneidern nach Maß mit Andreas Kiefer

newsletter-28-02-2017

„Prävention macht Schule – Schule macht Prävention“

Aufruf zum Landespräventionspreis 2017

Logo: Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung M-V (LfK) "Qualitätssiegel - Sicherheit macht Schule"28.2.2017 – Landespolizei und Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung suchen ab sofort gemeinsam nach Vereinen, Organisationen, Initiativen, Unternehmen oder Einzelpersonen, die die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern in der Präventionsarbeit gegen Gewalt und Kriminalität in besonders nachahmenswerter Weise unterstützen. Herausragende Beispiele sollen im Herbst dieses Jahres mit dem Landespräventionspreis 2017 unter dem Thema „Prävention macht Schule – Schule macht Prävention“ ausgezeichnet werden. Darüber informierten heute der Direktor des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern Ingolf Mager und der Geschäftsführer des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern (LfK) Armin Schlender in Schwerin. Landespolizei und Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung setzen damit auch in diesem Jahr ihre bewährte Praxis fort, regelmäßig alle zwei Jahre Organisationen, Einrichtungen, Unternehmen oder Einzelpersonen, die sich in vorbildlicher Weise in der Kriminalitätsvorbeugung engagieren, mit dem Landespräventionspreis auszuzeichnen. Den Landespräventionspreis 2015 erhielten drei Projekte, die sich im Themenfeld „Sicher Wohnen“ verdient gemacht hatten.

Bis zum 30. Mai 2017 hat nunmehr erneut jeder Gelegenheit, Vereine, Organisationen, Initiativen, Unternehmen oder Einzelpersonen vorzuschlagen, die es nach seiner Auffassung verdient haben, mit dem Landespräventionspreis 2017 ausgezeichnet zu werden. Die entsprechende Anmeldekarte steht unter www.kriminalpraevention-mv.de zum Download bereit und liegt auch in allen Polizeidienststellen und bei den Kommunalen Präventionsräten vor. Eine Jury wird aus den Einsendungen jene Preisträger auswählen, die dann im Rahmen des 9. Landespräventionstages am 14. September 2017 in Schwerin den Landespräventionspreis in Form eines Pokals und das Preisgeld in Höhe von insgesamt 3.000 EUR aus den Händen von Innenminister Lorenz Caffier und Bildungsministerin Birgit Hesse entgegen nehmen können.  Mit der Wahl des Mottos „Prävention macht Schule – Schule macht Prävention“, das in seiner Doppeldeutigkeit ganz bewusst auch zum Schwerpunkt des 9. Landespräventionstages gewählt wurde, greifen der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung und die Landespolizei in Kooperation mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur ein Thema auf, welches die Wirksamkeit von Präventionsarbeit schon immer in ganz besonderer Weise beeinflusst.

„“Schule macht Prävention“ ist bereits heute an den meisten Schulen unseres Landes ein wichtiger Grundsatz des Schulalltags“, betonte LfK-Geschäftsführer Armin Schlender. „Dabei leisten Lehrer, Schulsozialarbeiter, Elternvertreter und Schulleitungen vielerorts täglich eine hervorragende Arbeit. In Anerkennung dessen tragen gegenwärtig landesweit 37 Schulen ein vom LfK verliehenes besonderes Qualitätssiegel.“ Mit dem Landespräventionspreis sollen nunmehr darüber hinaus jene Akteure und deren Projektideen ausgezeichnet werden, die den Schulen in der Präventionsarbeit besonders fachkundig und engagiert, oft auch ehrenamtlich von außen zur Seite stehen. Diese leisten mit ihren Angeboten ganz unmittelbar einen unschätzbaren Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Sicherheit an den Schulen und in deren Umfeld. Zugleich fördern sie die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler für ein gewaltfreies Leben. Die Initiatoren derartiger Projekte zu würdigen und zugleich deren Arbeit landesweit noch besser bekannt zu machen und zur Nachahmung zu empfehlen, ist gemäß des zweiten Teils im Motto „Prävention macht Schule“ das Hauptanliegen des Landespräventionspreises 2017. Die polizeiliche Kriminalstatistik und die langjährigen praktischen Erfahrungen der Landespolizei belegen, dass trotz aller bisherigen Bemühungen und Erfolge die Präventionsarbeit an den Schulen nach wie vor unverzichtbar ist.

„Die Polizei wird der Präventionsarbeit an den Schulen deshalb auch künftig eine zentrale Bedeutung beimessen“, so der Direktor des Landeskriminalamtes Ingolf Mager. Dazu habe sie vielfältige Möglichkeiten und umfangreiche Erfahrungen. Ein herausragendes Beispiel dafür sei das mit anderen Partnern seit über 15 Jahren erfolgreich umgesetzte Projekt „Wir in MV – Fit und Sicher in die Zukunft“. Es zeige sich jedoch auch, dass dort, wo die Schulen und die Polizei durch weitere fachkundige Akteure in der Präventionsarbeit unterstützt und ergänzt werden, die Sicherheit in den Schulen und in deren Umfeld noch einmal spürbar gewinnt. „Wir rufen deshalb dazu auf, uns besonders lobenswerte Aktivitäten zu benennen und ihnen nachzueifern. Gemeinsam verbessern wir damit unsere Chancen, die Schulen in unserem Land noch sicherer zu machen“, so Ingolf Mager. Weitere Informationen sind beim Landeskriminalamt (03866-646110 bzw. praevention@lka-mv.de) und beim LfK (0385-5882460 bzw. lfk@kriminalpraevention-mv.de) erhältlich.

Förderung der Pferderückung im Wald wieder möglich

Pferde in Pepelow, Foto Joachim Kloock

Pferde in Pepelow, Foto Joachim Kloock

28.2.2017 – Der Einsatz von Forstpferden im Wald bietet noch heute auf schwer zugänglichen Standorten eine Alternative bodenschonend, im Einklang mit der Natur und als Ergänzung zur modernen Waldbewirtschaftung bei der Holzrückung, aber auch bei anderen Transportarbeiten sowie der Waldverjüngung zu arbeiten. Bei der Landesforstanstalt sind beispielsweise heute noch 8 Pferde im Einsatz. „Von den Waldbesitzern wird heute mehr erwartet, als reine Holzproduzenten zu sein. Die nachhaltige Holzproduktion, der Wald als Erholungsraum, Klimastabilisator, Wasserspeicher, Luftfilter sowie als Lebensraum für eine biologisch vielfältige Pflanzen- und Tierwelt sind weitreichende Aufgaben“, betonte Umweltminister Dr. Till Backhaus. Von 2004 bis 2013 war im Rahmen der GAK des Bundes die Förderung des Pferdeeinsatzes bei der Holzrückung im Privatwald möglich. „Wir haben uns für den Erhalt der Förderung eingesetzt, konnten uns aber beim Bund nicht durchsetzen. Da mir die kulturhistorische, traditionelle und umweltverträgliche Form der Waldbewirtschaftung sehr am Herzen liegt, habe ich mich für eine Förderung aus Landesmitteln stark gemacht“, unterstrich Backhaus. Zukünftig stehen für die Förderung pro Jahr 20.000 € zur Verfügung. Pro Festmeter Holz werden 4 € gefördert, mindestens 250 €, höchstens jedoch 2.500 € je Kalenderjahr. Die Förderung muss bei der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern beantragt werden. Unter folgendem Link stehen Ansprechpartner zur Verfügung: http://www.wald-mv.de/landesforst–mv/Organigramm/Fachgebiet-12.

Gesundes MV: Nordosten bündelt Kompetenz im Gesundheitstourismus mit zentralem Webportal

Über ein Projekt beim Landestourismusverband prägen zudem zunächst sechs Orte ein gesundheitstouristisches Profil aus

MV auf dem Weg zum Gesundheitsland Nr. 1, Foto: TMV/Roth28.2.2017 – Mecklenburg-Vorpommern bündelt seine Kompetenzen im Gesundheitstourismus. Dafür ist jetzt das neue landesweite Webportal „Gesundes MV“ (www.gesundes-mv.de) freigeschaltet worden. „Wir schaffen einen Ort, an dem sich Gesundheit und Tourismus miteinander verbinden – denn gemeinsam haben diese beiden zentralen Branchen unseres Landes ein erhebliches Ausbaupotenzial, und Mecklenburg-Vorpommern kann in diesem Feld weit vorne mitspielen“, erklärte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen des 1. Forums „Gesundes MV“ mit rund 100 Teilnehmern in Rostock. „Gesundheitsurlauber müssen schnell überblicken können, wo es welches Angebot in welcher Qualität zu welchem Preis gibt. Und Anbieter, die ein hervorragendes Leistungsspektrum haben, benötigen eine Plattform, über die sie Zugang zum Kunden haben.“ Gesundheit sei einer der Megatrends der Gesellschaft, immer mehr Menschen seien bereit, für und in ihre Gesundheit zu investieren, so Bretschneider weiter. Auf dem ersten zentralen gesundheitstouristischen Internetportal des Landes sollen Anbieter wie Kliniken, Reha-Zentren, Praxen, Hotels sowie Orte ihre gesundheitstouristischen Leistungen gegenüber potenziellen Interessenten darstellen und eine neue Qualität der Sichtbarkeit und Vermarktung ihrer Produkte erreichen, die vornehmlich Selbstzahler ansprechen sollen. Ein Garant dafür ist der aus TV- und Internet bekannte Arzt Dr. Johannes Wimmer, der als überzeugter Fürsprecher für Gesundheitstourismus zwischen Ostsee und Seenplatte auftritt und im Laufe des Jahres weitere Erklär- und Informationsvideos beisteuern wird. Daneben sind Blogs, Social-Media-Aktivitäten, eine Broschüre und eine breite Werbe- und Kommunikationsstrategie für den deutschsprachigen Raum und später auch für internationale Märkte angelegt.

Das Portal „Gesundes MV“ ist ein Ergebnis des vor einem Jahr gestarteten und zunächst drei Jahre laufenden Projektes „Interaktiver Marktplatz für gesundheitstouristische Angebote in Mecklenburg-Vorpommern“. Träger ist der Landestourismusverband, der zwei Projektmitarbeiterinnen beschäftigt. Enge Partner des breit und auf Zusammenarbeit angelegten Projektes sind unter anderem BioCon Valley, der Bäderverband MV, die Krankenhausgesellschaft MV, der Verband der Privatkliniken MV, sowie das Wirtschaftsministerium, über das die Finanzierung abgesichert wird. Ein Beirat aus Vertretern von Kliniken, Krankenkassen, Hotels, Unternehmen und Verbänden begleitet das Projekt. Die von der Rostocker Agentur Qbus technisch umgesetzte Website unterscheidet vier Zielgruppen: Menschen, die gesund bleiben wollen, Menschen, die gesund werden wollen, Chroniker, die sorglos reisen wollen, und Menschen, die etwas für ihr Aussehen tun möchten. Entsprechend wurden vier Schwerpunktbereiche eingerichtet, denen Anbieter und Produkte zielgruppengerecht zugeordnet werden. Nach dem Veröffentlichen der Website soll diese auch mithilfe der Netzwerkpartner kontinuierlich wachsen: Geplant ist, neben den Selbstzahlerangeboten auch die redaktionellen Bestandteile weiter auszubauen, um die Kompetenzen und Möglichkeiten für einen Gesundheitsaufenthalt im „Land zum Leben“ noch deutlicher herauszustellen.

Sechs Orte prägen gesundheitstouristisches Profil aus

Ein zweiter wichtiger Inhalt der Projektarbeit ist die gesundheitstouristische Profilbildung von Orten im Land. „Wir müssen gesundheitstouristisch fitter werden und uns stärker vernetzen, um die aus der Landschaft und den natürlichen Heilmitteln gegebenen Möglichkeiten nachhaltig nutzen zu können“, sagte Sylvia Bretschneider. Derzeit werden unter Einbindung des Beratungsunternehmens Project M sechs Orte dabei unterstützt, eine eigene bzw. stärkere gesundheitstouristische Prägung zu entwickeln. Das sind Bad Doberan/Heiligendamm, die Ostseebäder Binz, Göhren, Warnemünde  und Zingst sowie das Heilbad Waren/Müritz in der Mecklenburgischen Seenplatte. In Netzwerken innovativer Partner aus Gesundheits- und Tourismuswirtschaft sollen in den Orten neue Angebote entwickelt, vorhandene Pakete optimiert und schließlich über das Portal „Gesundes MV“ vermarktet werden. Mitte Mai dieses Jahres wird der erste Qualifizierungsdurchgang abgeschlossen sein. Weitere Orte können und sollen folgen. Neben einer intensiven Betreuung mit Coachings und Workshops bekommen die Orte auch einen Umsetzungsleitfaden mit Tipps, Handlungsschritten und Checklisten in die Hand, der soeben fertiggestellt wurde.

Bildunterschrift: MV auf dem Weg zum Gesundheitsland Nr. 1, Foto: TMV/Roth

Erste große Gästebefragung seit 2010: MV wird überdurchschnittlich häufig weiterempfohlen

Untersuchung zeigt Profil des Urlaubslandes / Natur und Aktivangebote top / Gäste kommen gern wieder

Warnemünder Stromerwachen 2015, Foto: Joachim Kloock

Ostseebad Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

28.2.2017 – „Mecklenburg-Vorpommern wird von seinen Gästen überdurchschnittlich häufig weiterempfohlen und oft mehrfach besucht. Zudem ist die Zufriedenheit der Gäste insgesamt sowie mit ihrer Unterkunft weiterhin hoch. Das sind gute Nachrichten. Allerdings werden dagegen beispielsweise die Erreichbarkeit des Urlaubslandes, der öffentliche Nahverkehr oder die Ladenöffnungszeiten schlechter eingeschätzt. Wir haben also noch einige Baustellen offen und müssen überlegen, wie wir sie schließen können“, bilanzierte Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landestourismusverbandes, zentrale Ergebnisse der ersten großen und repräsentativen Gästebefragung seit 2009/2010. Dafür wurden zwischen Sommer 2015 und Sommer 2016 6.000 Urlaubsgäste in allen Urlaubsregionen im Auftrag des Tourismusverbandes MV ausführlich befragt. Die Befragung ergibt ein genaues Profil des Urlaubslandes aus Gästesicht. Der Verband und seine Partner werden die Resultate intensiv auswerten und Strategien von Werbung und Qualitätssicherung daran ausrichten. Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe dankte den Gästen, die an der Befragung teilgenommen haben. „Das ist die beste Möglichkeit, direkte Anregungen für den Tourismus zu bekommen. Mit den Ergebnissen können wir gut arbeiten. Es wird deutlich, dass es ganz viel Licht, und auch etwas Schatten gibt. Den Herausforderungen müssen wir uns weiter stellen. Ein Hauptziel ist es, dass unser Land das ganze Jahr für seine Gäste attraktiver wird. Wir haben noch Nachholbedarf bei den saisonunabhängigen Angeboten für unsere Gäste. Hier setzen wir an und werden weiter in ganzjährige Angebote investieren. Saison ist das ganze Jahr im Land“.

In den vergangenen zwei Jahren (2015/2016) wurden vom Wirtschafts- und Tourismusministerium 120 Millionen Euro für den Ausbau der touristischen Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Damit werden beispielsweise Vorhaben wie das neu entstehende Polarium als Heimstätte der Eisbären und Pinguine im Rostocker Zoo, eine Ausstellungshalle für das Luftfahrttechnische Museum in Rechlin sowie der Ausbau des Wasserwanderrastplatzes in Glowe auf der Insel Rügen vorangetrieben. Die Mittel stammen aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und beispielsweise aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE).  Die im Rahmen der Gästebefragung geführten persönlichen Einzelgespräche (Face-to-Face-Befragung) wurden mit standardisierten Fragebögen an touristisch relevanten Orten in allen Regionen des Landes geführt. Die wissenschaftliche Begleitung übernahmen die dwif Consulting GmbH sowie das auf Marktforschung spezialisierte Unternehmen Manova. Die Befragung fließt ein in den so genannten Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus, einer deutschlandweit repräsentativen Befragung.

Übernachtungsrekord in Mecklenburg-Vorpommern – 30,3 Millionen Übernachtungen in 2016

Bestes Ergebnis der Landesgeschichte von Mecklenburg-Vorpommern – Wachstum ist keine Selbstverständlichkeit

28.2.2017 – Jetzt ist es amtlich: Mecklenburg-Vorpommern hat im Gesamtjahr 2016 einen Übernachtungsrekord erzielt. Im vergangenen Jahr sind nach Angaben des Statistischen Amtes 30,3 Millionen Übernachtungen registriert worden. Im Vergleich zum Vorjahr (29,5 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs um 2,8 Prozent. Auch die Anzahl der Gästeankünfte liegt mit 7,6 Millionen und einem Zuwachs von 2,3 Prozent deutlich über dem Vorjahresergebnis. „Die Schallmauer von 30 Millionen Übernachtungen wurde erstmals durchbrochen, das dritte Rekordjahr in Folge für unser Land. Das sind insgesamt Superzahlen für das abgelaufene Tourismusjahr, bei denen die Gästezahlen und Übernachtungen weiter wachsen. Ich freue mich über das insgesamt beste Ergebnis in der Landesgeschichte von Mecklenburg-Vorpommern. Wachstumstreiber sind insbesondere die Campingplätze, die Hotels und die Ferienunterkünfte. Die Zahlen sind Ansporn und auch Rückenwind für die anstehende Tourismussaison in diesem Jahr“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe. Er machte darüber hinaus deutlich: „Das stetige Wachstum ist keine Selbstverständlichkeit. Die touristische Entwicklung muss weiter vorangetrieben werden. Potential besteht vor allem im Binnenland. Entscheidend ist es, Wege zu finden, wie sich der Tourismus vor allem durch qualitatives Wachstum von den Wettbewerbern unterscheidet. Weitere Innovationen und Investitionen sind nötig“, forderte Tourismusminister Glawe.

Sylvia Bretschneider, Präsidentin des Landtages und des Landestourismusverbandes erklärte: „Der Tourismusbranche ist 2016 ein bemerkenswertes Ergebnis gelungen. Es resultiert aus guter Planung, ergänzenden Investitionen und dem großen Einsatz der Mitarbeiter der Branche. In sieben von zwölf Monaten des Jahres 2016 sind Übernachtungsrekorde zu verzeichnen gewesen. Die Zahlen von zwei weiteren Monaten lagen über dem Vorjahr, lediglich im April, August und November gab es zum Teil feiertags- oder ferienbedingte Rückgänge im Vergleich zu 2015. Wir können nicht davon ausgehen, dass Tourismus von allein immer weiter wächst. Unsere Werteorientierung liegt vor allem in zwei Bereichen: der Qualität des touristischen Angebotes und der Lebensqualität, die der Tourismus den Mecklenburgern und Vorpommern bringt.“

Nahezu alle Reisegebiete legen bei Übernachtungen zu

Bei den Reiseregionen liegen bei den Übernachtungen im Gesamtjahr 2016 die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst (+6,0 Prozent), das Vorpommersche Festland (+5,2 Prozent), die Insel Usedom (+4,7 Prozent), die Mecklenburgische Ostseeküste (+3,3 Prozent) sowie die Insel Rügen mit Hiddensee (+2,2 Prozent) erneut auf Wachstumskurs. Leichte Rückgänge verzeichnen die Regionen Westmecklenburg (-2,0 Prozent) und die Mecklenburgische Schweiz/Seenplatte (-0,6 Prozent). „Vorpommern legt weiter zu. Die Region ist das Zugpferd im Tourismus. Trotz des eher durchwachsenen Sommerwetters steigen fast überall die Übernachtungen weiter an. Wir brauchen mehr nachhaltige touristische Angebote und Strukturen in den ländlichen Räumen Mecklenburg-Vorpommerns. Hier kann der Tourismus zum Treiber der regionalen Entwicklung vor Ort werden“, betonte Glawe. Deutliche Zuwächse gibt es bei den Städten in der Hansestadt Rostock mit 1,97 Millionen Übernachtungen (+1,8 Prozent), in der Landeshauptstadt Schwerin mit rund 348.000 Übernachtungen (+4,9 Prozent) und in der Hansestadt Stralsund mit 505.000 Übernachtungen (+4,1 Prozent) sowie in der Hansestadt Wismar mit einer Steigerung von 4,2 Prozent auf 311.000 Übernachtungen.

Campingbereich spielt in der ersten Liga

Die Campingplätze erzielten mit 4,95 Millionen Übernachtungen ein sehr deutliches Plus von 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch bei den Ankünften legten die Campingplätze um 4,4 Prozent zu. 2016 wurden 1,04 Millionen Camper gezählt. „Im Camping sind wir erste Liga. Der Campingbereich legt sowohl bei Übernachtungen als auch bei den Ankünften deutlich zu. Die Campingfreunde kamen auch trotz des eher durchwachsenen Sommers und vor allem auch in der Nebensaison. Das spricht für das gut ausgebaute Angebot vor Ort“, erläuterte Glawe. In der Hotellerie (Hotels, Gasthöfe und Pensionen) gab es mit rund 13,8 Millionen Übernachtungen ein Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Ferienunterkünften wurden 8,3 Millionen Übernachtungen gezählt, ein leichtes Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr (Ankünfte 1,7 Millionen = Vorjahresniveau).

Mehr ausländische Gäste besuchen Mecklenburg-Vorpommern

Immer mehr ausländische Gäste entdecken den Nordosten für sich. 2016 wurden rund 380.000 Gäste (+1,1 Prozent) gezählt, die in der amtlichen Statistik mit 1,03 Million Übernachtungen (+2,0 Prozent) zu Buche schlagen. „Mehr ausländische Gäste machen Urlaub bei uns im Land. Es zeigt sich, dass dort, wo wir aktiv in den Zielmärkten werben, im Ergebnis auch mehr Gäste nach Mecklenburg-Vorpommern kommen. Hierzu zählen der Ostseeraum und die Alpenländer. Die Ausrichtung werden wir weiter verfolgen“, sagte Wirtschafts- und Tourismusminister Glawe. 169.000 Übernachtungen wurden im vergangenen Jahr von niederländischen Gästen (über 51.000 Ankünfte) erzielt. Danach folgen die Schweizer mit über 164.000 Übernachtungen (rund 50.000 Ankünfte) und die Dänen mit rund 141.000 Übernachtungen (rund 58.000 Ankünfte). Die stärksten Zuwächse bei den Übernachtungen erzielte Österreich mit einem Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr (rund 80.000 Übernachtungen). Die meisten Gäste kamen 2016 aus Schweden (67.300 Gäste/133.000 Übernachtungen).

Stralsunder Möbelwerke GmbH ist Qualitätsbotschafter für Mecklenburg-Vorpommern

Unternehmen entwickelt und fertigt hochwertige Einrichtungsgegenstände vor Ort 

Wohnmöbel "Largo", Foto: http://www.stralsundermoebel.de

Wohnmöbel „Largo“, Foto: http://www.stralsundermoebel.de

27.2.2017 – Am Montag hat sich Wirtschaftsminister Harry Glawe bei der Stralsunder Möbelwerke GmbH über aktuelle Erweiterungsvorhaben des Unternehmens informiert. Der Betrieb produziert und vertreibt Wohn- und Büromöbel. „Das Besondere bei den Stralsunder Möbelwerken ist, dass Tische, Regale, Schreibtische und vieles mehr direkt hier vor Ort in Stralsund entwickelt und gefertigt werden. Die rund 60 Mitarbeiter produzieren hochwertige Einrichtungsgegenstände. Die Möbel aus Mecklenburg-Vorpommern gehen dann größtenteils in den regionalen und überregionalen Einzelhandel. Die Stralsunder Möbelwerke wirken mit ihren Produkten als Botschafter für unser Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. Die Stralsunder Möbeltischlerei – als Vorläuferin der heutigen Möbelwerke – wurde 1950 gegründet. Heute ist am Standort ein Werk mit 6.800 Quadratmetern Produktionsfläche, einem großen Lager und einem eigenen Ausstellungsraum. Die Stralsunder Möbelwerke GmbH produzieren unter anderem unter dem Namen „Stralsunder Planungswelten“ Systemmöbel für die Bereiche Wohnen, Essen und Arbeiten. Derzeit werden nach Unternehmensangeben zehn eigene Planungssysteme mit je über 100 Elementen hergestellt. Außerdem fertigt das Unternehmen Büro- und Objektmöbel für gewerbliche Kunden nach individueller Planung. „An die Einrichtung im Büro und zu Hause werden hohe Anforderungen gestellt – Möbel sollen gut aussehen, funktional und langlebig sein. In den Stralsunder Möbelwerken werden die Kundenwünsche qualitativ hochwertig umgesetzt“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Derzeit erweitert das Unternehmen seinen Maschinenpark und hat in ein Bohrzentrum und eine neue Montagelinie mit integrierter Verpackungseinheit investiert. Die Gesamtkosten der Investition betragen 813.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 285.000 Euro.

Informationen zur Holz- und Möbelindustrie in Mecklenburg-Vorpommern

Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern in 25 Betrieben der Holz- und Möbelindustrie mit mehr als 50 Beschäftigten rund 3.750 Mitarbeiter beschäftigt. Die Branche erwirtschaftete 2015 einen Jahresumsatz in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro. Der Holz- und Möbelsektor lässt sich in fünf Bereiche unterteilen. Hierzu gehören die Herstellung von Möbeln, die Holzwerkstoffindustrie, der baunahe Bereich, die Sägeindustrie und die übrigen Sparten der Holzbearbeitung. Im Land liegt der Branchenschwerpunkt bei der Sägeindustrie, der Herstellung von Holzfaser- und Holzspanplatten sowie der Herstellung von Konstruktions- und Fertigbauteilen. Weiterhin kommt eine Vielzahl von Handwerksbetrieben hinzu. Die Möbelindustrie wird überwiegend von der Herstellung von Büromöbeln bestimmt. Der regionale Schwerpunkt der Holz- und Möbelindustrie für das Land liegt in der Hansestadt Wismar und der Region Nordwestmecklenburg, unter anderem mit den Unternehmen Großsägewerk Ilim Nordic Timber GmbH & Co. KG in Wismar, die EGGER Holzwerkstoffe Wismar GmbH & Co. KG, der Möbelhersteller Palmberg in Schönberg und der Schichtholzhersteller Hüttemann Wismar GmbH & Co. KG.