Festspiele Mecklenburg-Vorpommern präsentieren abwechslungsreiche Programmvorschau mit 120 Konzerten

Klassiknacht-2016-026

Klassik-Nacht, Foto: Joachim Kloock

18.1.2017 – Klingende Kirchen und schallende Schlossparks erwarten Besucher vom 17. Junibis zum 15. September in der 28. Saison der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Mehr als 120 Konzerte locken Genießer und Liebhaber klassischer Musik an ungewöhnliche Spielstätten zwischen Ostsee und Seenplatte. Gustavo Dudamel dirigiert die Berliner Philharmoniker im Landgestüt Redefin, Till Brönner spielt Jazz im Schlosspark Fleesensee, und Beethoven erklingt mit Julia Fischer, Daniel Müller-Schott und Herbert Schuch in der Heiligen-Geist-Kirche in Wismar. Große Namen wie Kent Nagano, Janine Jansen oder Mitsuko Uchida sind in der Programmvorschau zu lesen. Die Veranstalter rechnen im Festspieljahr, das neben dem Festspielsommer auch den Festspielfühling Rügen sowie die Advents- und Neujahrskonzerte umfasst, mit etwa 88.000 Gästen, so viele Besucher wurden auch 2016 gezählt. Karten können über das Kartentelefon 0385 5918585 und an den Vorverkaufskassen erworben werden. Zum Auftakt des Festspieljahres erleben Musikliebhaber auf der Insel Rügen den 6. Festspielfrühling, der vom 17. bis zum 26. März 2017 unter der künstlerischen Leitung von Festspielpreisträger Nils Mönkemeyer zu 23 Veranstaltungen, darunter auf der Selliner Seebrücke, im Marstall in Putbus oder im Glasbahnhof im Sassnitzer Stadthafen, einlädt. Es erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Beethoven, Mozart, Schubert und Mendelssohn, aber auch Tangos, Chansons und Neue Musik. Bei den so genannten Zugaben, musikalischen Empfängen nach den Konzerten, können Zuhörer mit den Musikern ins Gespräch kommen. Den Festspielsommer eröffnen die NDR Radiophilharmonie sowie die Rundfunkchöre von NDR und WDR mit Mendelssohn Bartholdys „Lobgesang“ unter der Leitung von Andrew Manze sowie Arabella Steinbacher in der monumentalen St.-Georgen-Kirche Wismar. Alexej Gerassimez, diesjähriger Preisträger in Residence der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, stellt sich mit einer eigens von ihm komponierten Festspiel-Ouvertüre für Percussion und Chor vor. Er ist in 24 Konzerten zu erleben, zeigt beispielsweise in der Reihe „Unerhörte Orte“ und beim Percussionfestival „360° Schlagzeug“ in Ulrichshusen die Vielfalt seines Instrumentariums (8. bis 10. September). Weltstars der Klassik und internationale Spitzenorchester lassen im Laufe des Sommers von sich hören. Es gastieren große Klangkörper wie die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Stargeigerin Janine Jansen unter Leitung von Paavo Järvi (29. Juli), das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (2. September) sowie das NDR Elbphilharmonie Orchester. Daniel Hope ist ebenso zu hören wie die Pianistin Elisabeth Leonskaja und der Mandolinist Avi Avital (25. August).

Premieren im Programm

Beim spätsommerlichen Streichquartettfest „Inselmusik“ auf Rügen (13. bis 15. September) sind das Armida Quartett, das Cecilia String und das Tesla Quartet sowie der Artemis-Quartett-Cellist Eckart Runge zu hören. Das Klaviertrio Trio Karénine, der Pianist Kit Armstrong, der Trompeter Gábor Boldoczki und andere Künstler feiern das Festival der Preisträger in Ulrichshusen am 22. und 23. Juli. Einen Monat zuvor, am 21. und 22. Juni setzen sich Gäste nicht nur bei Konzerten, sondern auch in Seminaren im Rahmen der Veranstaltung „Fokus Beethoven“ im Schloss Schwiessel mit dem großen Komponisten auseinander. Im Kornspeicher Landsdorf ist ein Tag den Beziehungen zwischen Bildender Kunst – u. a. von Günther Uecker und Paul Klee – und Musik des 20. Jahrhunderts gewidmet (9. September). Beim „Pavillon Mittelalter“ mit dem Vokalensemble „amarcord“ bekommen die Besucher Einblicke in das Kloster- und Musikleben (18. August, Greifswald; 19. August, Güstrow; 20. August, Zarrentin). Darüber hinaus stellt die lettische Organistin Iveta Apkalna begleitet von der Neubrandenburger Philharmonie am 13. Juli die neu in die Konzertkirche Neubrandenburg eingebaute Orgel vor.

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