Touristische Neuigkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern 2017

Mecklenburg-Vorpommern im Zeichen von Traditionen und Brauchtum

Eröffnung Warnemünder Woche und Umgang 2015, Foto: Joachim Kloock

Traditionen in MV, Foto: Joachim Kloock

2017 spielt das Urlaubsland 2017 den Trumpf „Tradition und Brauchtum“ aus. Damit trägt der Landestourismusverband dem Interesse der Gäste nach regionalen Angeboten und authentischen Erlebnissen Rechnung. Beachtlich: Für jeden zehnten Urlaubsgast in Mecklenburg-Vorpommern war laut der repräsentativen Gästebefragung Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus 2015/2016 Tradition und Geschichte ein Grund für die Reiseentscheidung. Auch bei den Urlaubsaktivitäten spiegelt sich das Interesse der Gäste an Traditionen und Bräuchen wider: 54 Prozent besuchen die Sehenswürdigkeiten des Landes, 20 Prozent besichtigen Museen oder Ausstellungen, 15 Prozent sehen sich UNESCO-Welterbe-Stätten an und 14 Prozent lassen sich auf Stadtführungen Land, Leute und Geschichte näher bringen. Die Aktivitäten des Landestourismusverbandes stützen sich 2017 auf das Bewerben von Handwerk mit Bootsbau oder Fischerei, gelebten Bräuchen wie der plattdeutschen Sprache und dem Tonnenabschlagen, vom Landleben mit alten Gebäudeensembles oder Dorffesten, kulinarischen Spezialitäten von Sanddorn bis Räucherfisch sowie maritimen Traditionen vom Strandkorb bis zum Fischerkaten. Zudem wird das Thema mit großer Reichweite im Urlaubsmagazin Mecklenburg-Vorpommern 2017 aufgegriffen, das kostenlos beim Tourismusverband erhältlich ist und ab März auch als E-Magazin zur Verfügung steht. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de

Jubiläum: 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop

Unter dem Titel „Traditionen bewahren – im Zeitgeist leben“ feiert der Künstlerort Ahrenshoop 2017 sein 125-jähriges Jubiläum mit einem vielseitigen Veranstaltungsprogramm. Ihren Auftakt finden die Feierlichkeiten mit einer Festwoche vom 25. März bis zum 2. April 2017, die Kulturinteressierte mit einer Fülle an Veranstaltungen in das Ostseebad Ahrenshoop locken soll. Dabei laden Kunsthäuser und Galerien zu diversen Ausstellungeröffnungen, Führungen, Konzerten und Lesungen ein. Auf dem Bakel- und Schifferberg weisen überlebensgroße Skulpturen den Weg zur Künstlerkolonie, und ein Kunstpfad führt kunstbegeisterte Spaziergänger zu den beliebtesten Motiven der Maler. Daneben erleben schon fast in Vergessenheit geratene Kulturschätze eine Renaissance: Während der ortsansässige Pianist Lutz Gerlach eine Neuinterpretation des „Ahrenshoop-Liedes“ von Oswald Körte zum Besten gibt, kommt das Theaterstück „Die Ahrenshooper“, 1893 von Axel Delmar geschrieben, in einer Neufassung zur Wiederaufführung. Weiterhin erscheint eine Neuauflage des Taschenbuches „Ahrenshoop – Künstlerkolonie an der Ostsee“. In zahlreichen Ausstellungen werden die verschiedenen Epochen der Ahrenshooper Kunstgeschichte mit Werken von der Gründergeneration über die Klassische Moderne bis hin zur zeitgenössischen Kunst aufgearbeitet. Das Herzstück des Festjahres bildet die Ausstellung „Licht, Luft, Freiheit – 125 Jahre Künstlerkolonie Ahrenshoop“ im Kunstmuseum, in der vor allem die Positionen der ersten Generation von Künstlern, die den Ort für sich entdeckten, gewürdigt werden. Auch jährliche kulturelle Höhepunkte wie die 18. Lange Nacht der Kunst am 19. August 2017 und die 13. Ahrenshooper Filmnächte vom 6. bis 9. September 2017 stehen im Zeichen des Festjahres. Mit einem Symposium am 20. und 21. Oktober 2017 im Kunstmuseum Ahrenshoop, bei dem Kunsthistoriker, Künstler und Fachleute aus der Kultur- und Architekturgeschichte ihre aktuellen Erkenntnisse zum Phänomen der Künstlerkolonie austauschen, findet das Jubiläum seinen Ausklang. Weitere Informationen: www.ostseebad-ahrenshoop.de

Neuer Baumkronenpfad bei den „Ivenacker Eichen“

Im Ivenacker Tiergarten in der Mecklenburgischen Seenplatte gibt es ab Sommer 2017 eine neue Attraktion: einen Baumkronenpfad. Dann können Besucher die Ivenacker Eichen, Deutschlands erstes „Nationales Naturmonument“ auf einem 450 Meter langen, barrierefreien Baumkronenpfad den Wald aktiv erleben. Ein 40 Meter hoher Aussichtsturm, der auch durch einen Aufzug zu erreichen ist, wird zudem einen Blick auf die umgebende Landschaft bieten. Die „Ivenacker Eichen“ gehören mit Stammumfängen von mehr als 14 Metern zu den größten in Europa, auf 1.000 Jahre wird das Alter von einem der Baumriesen geschätzt. Gemeinsam mit dem umgebenden Wildpark haben die Ivenacker Eichen jährlich etwa 70.000 Besucher. Neben einer privaten Spende wird der Bau des Baumkronenpfades aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ finanziert. Der Baumkronenpfad an den Ivenacker Eichen ist zweite im Nordosten nach dem auf der Insel Rügen der. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund drei Millionen Euro. Weitere Informationen: www.ivenacker-eichen.de

UNESCO-Welterbeforum entsteht auf Rügen / Eröffnung Frühjahr / Sommer 2017 geplant

Zur besseren Orientierung der Urlauber, die das Unesco-Weltnaturerbe im Nationalpark Jasmund auf Rügen entdecken wollen, entsteht an der Stelle des traditionsreichen Gasthauses „Waldhalle“ nun ein UNESCO-Welterbeforum, eine Art „Basislager“ am Rande des UNESCO-Welterbes als Ergänzung der Dauerausstellung im Nationalpark-Zentrum Königsstuhl. Es soll Wanderern und Naturliebhabern dazu dienen, den Herzschlag der „Alten Buchenwälder“ zu spüren und sie über das Welterbe zu informieren. Die Eröffnung ist im Frühjahr beziehungsweise Sommer 2017 geplant. 2011 sind Teile der Buchenwälder in den Nationalparks Müritz und Jasmund in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen worden. Zu der neuen Welterbestätte zählen ein 244 Hektar großer Abschnitt der Serrahner Buchenwälder im Müritz-Nationalpark sowie 493 Hektar des Buchenwaldes im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen, dem mit 2.100 Hektar größten zusammenhängenden Buchenwald an der Ostseeküste. Weitere Informationen: www.koenigsstuhl.com, www.wismar-tourist.de

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