Gesundheit im Fokus – Ausblick für Mecklenburg-Vorpommern in 2017

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Notarzt im Einsatz, Foto: Joachim Kloock

Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen ist zentrale Zukunftsaufgabe – mehr Hausärzte gebraucht

Zum Ausklang des Jahres ist Gesundheitsminister Harry Glawe auf die Herausforderungen der Gesundheitspolitik in der neuen Legislaturperiode eingegangen. „Wir haben in den kommenden Jahren eine Menge zu tun. Die Sicherstellung einer flächendeckenden hochwertigen medizinischen Versorgung, die Fachkräftegewinnung sowie der Schutz und lebensbegleitende umfassende Förderung der Gesundheit der Menschen zählen zu den Schwerpunkten. Die Gesundheitsversorgung in ländlichen Räumen ist dabei eine zentrale Zukunftsaufgabe“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Sektorübergreifende Versorgungsangebote ausbauen – Situation analysieren

Gesundheitsminister Glawe erläuterte, dass aus krankenhausplanerischer Sicht keine Schließungen geplant sind. „Eine Herausforderung ist es, künftig noch stärker an sektorübergreifenden Versorgungsangeboten zu arbeiten. Wichtig ist es zunächst, die Versorgungssituation im Land zu analysieren und neue Versorgungsmodelle zu entwickeln. Dabei sollen die in der Gesundheitsversorgung engagierten Akteure in Mecklenburg-Vorpommern vor allem vor Ort mit einbezogen werden, damit die Lösungen auch zu den regionalen Bedarfen passen und in den Kommunen Unterstützung finden“, sagte Glawe weiter.

Telemedizin ist wichtiger Ansatz für Gesundheitsversorgung

Für die Gesundheitsversorgung der Zukunft gerade in ländlichen Räumen ist die Telemedizin ein wichtiger Lösungsansatz. „Für ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist das sogar eine absolute Notwendigkeit. Dabei kommt es zunehmend darauf an, in der Versorgungspraxis bewährte Insellösungen in die Regelversorgung zu überführen und damit für alle nutzbar zu machen“, sagte Gesundheitsminister Glawe. Die hohe Bedeutung, die der Telemedizin zugewiesen wird, spiegelt sich auch im Koalitionsvertrag wieder: „Zielstellung ist dabei die Verbesserung der medizinischen Versorgung insbesondere in den dünn besiedelten Regionen Mecklenburg-Vorpommerns“, so Gesundheitsminister Glawe.

Mehr Hausärzte gebraucht

Gesundheitsminister Glawe machte deutlich, dass es wichtig ist, dass mehr junge Mediziner als Hausärzte in unserem Land arbeiten. „Hausärzte und Fachärzte sind das Rückgrat der medizinischen Versorgung. Hausärzte sind dabei regelmäßig der erste Ansprechpartner der Patienten, sie stellen die Grundversorgung sicher und lotsen die Patienten durch das Gesundheitssystem. Das relativ hohe Alter der jetzt tätigen Hausärzte könnte zu Problemen bei der hausärztlichen Versorgung in Zukunft führen. Wir brauchen mehr Ärzte, die nachrücken“, sagte Glawe. Das Durchschnittsalter der Hausärzte betrug im vergangenen Jahr (2015) 54,2 Jahre in Mecklenburg-Vorpommern.

Gesundheitsminister Glawe regt Stipendienprogramm an

Darüber hinaus regte Gesundheitsminister Glawe ein Stipendienprogramm zur ärztlichen Fachkräftegewinnung an. „Hierzu möchte ich gemeinsam mit den universitätsmedizinischen Einrichtungen und der Ärzteschaft besprechen, ob und wie Stipendienprogramme zur ärztlichen Fachkräftegewinnung beitragen können. Ziel ist es, hausärztlich unterversorgte Region zu stärken“, betonte Gesundheitsminister Glawe abschließend.

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