Archiv für 28. Dezember 2016

Lindenpark in der Hansestadt Rostock erhält Lapidarium

Lindenpark, Foto: Joachim Kloock

Lindenpark, Foto: Joachim Kloock

28.12.2016 – Im Auftrag des Amtes für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege der Hansestadt Rostock erfolgt ab Januar 2017 die Umgestaltung des Sonderparkteils im südlichen Bereich des Lindenparks zwischen dem Jüdischen Friedhof und dem Ausgang zum Borenweg. Bereits 2014 waren die dort befindlichen Grabmale aufgenommen und eingelagert worden.  An zehn der insgesamt vierzig Steine erfolgten bereits Restaurierungsmaßnahmen durch den Steinmetzbetrieb Scheinpflug. Der Lindenpark steht in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz, die Neugestaltung des Sonderparkteils erfolgt streng nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten. Die landschaftliche Überformung wird zurückgeführt in die ursprünglich strenge Gliederung der hier gelegenen Friedhofserweiterung zu Zeiten der Jahrhundertwende um 1900. Die durchgewachsenen Strauchpflanzungen werden vollständig entfernt und dadurch die vorhandenen Doppelreihen aus jeweils zweimal drei Bäumen freigestellt und wieder erlebbar gemacht, die fehlenden vier Bäume werden neu gepflanzt. Der Altbaumbestand bleibt vollständig erhalten mit Ausnahme zweier vom Eschentriebsterben betroffener Eschen am südlichen Rand. Der Parkteil wird als so genanntes Lapidarium hergestellt – als Ausstellungsort der Sammlung von erhaltenswürdigen Grabsteinen. Dazu wird die Anlage in eine großzügige Rasenfläche und den südlich angeordneten Ausstellungsbereich mit einer Befestigung aus Rasenfugenpflaster gegliedert, in dem die 40 Grabmale in chronologischer wie höhenmäßiger Abfolge angeordnet werden. Die Begehbarkeit wird durch vier die Rasenfläche in den Baumreihen querende Wege mit großformatigen Schrittplatten hergestellt. Die nördliche Böschungskante wird wie früher wieder kurz und steil ausgebildet, so dass ein zum Teil abgesenktes Rasenplateau entsteht. Die Südseite erhält eine räumliche Fassung durch zwei Meter hohe Mauerscheiben aus Beton und Zaunelementen. Der gesamte Parkteil wird zu den Seiten und in nördlicher Richtung eine Einfassung durch eine etwa  80 Zentimeter hohe Eibenhecke erhalten. Mit der Ausführung ist die Rostocker Niederlassung der Garten- und Landschaftsbaufirma Alpina AG beauftragt, die Kosten betragen rund 280.000 Euro. Bis zum Sommer sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, die Pflanzung erfolgt dann im Herbst 2017. Im Januar wird das Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege während der Sitzung des Ortsbeirates Kröpeliner-Tor-Vorstadt ausführlich über die Maßnahme informiert.

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Tourismus als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung in MV

Differenzierte Entwicklung in den Regionen nötig – neuer Übernachtungsrekord?

Ostseebad Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Ostseebad Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

28.12.2016 – Mecklenburg-Vorpommerns Tourismusminister Harry Glawe hat eine positive Bilanz für das Tourismusjahr 2016 gezogen. „Touristisch sind wir deutlich vorangekommen. Gästezahlen und Übernachtungen wachsen kräftig weiter. Unser Land ist ein stark nachgefragtes und beliebtes Reiseziel. Wir stehen dennoch vor vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen, vor allem im Wettbewerb mit anderen. Hierzu zählen das Angebot von attraktiven Unterkünften und ein abwechslungsreiches touristisches Freizeitangebot vor Ort. Entscheidend ist es Wege zu finden, wie der Tourismus durch qualitatives Wachstum seine Wirkung als Wirtschaftsfaktor und Treiber der Regionalentwicklung weiter ausbauen kann. Gegenwärtig werden die Leitplanken für die weitere touristische Entwicklung erarbeitet“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit, Harry Glawe. Die Landestourismuskonzeption entsteht unter einer breiten Beteiligung der Vertreter aus Branche, Politik und Wirtschaft sowie aller Interessierten.

30 Millionen Übernachtungen in 2016?

Von Januar bis September legt Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben des Statistischen Amtes weiter zu: +2,7 Prozent bei den Ankünften (6,2 Millionen Gäste) und +3,1 Prozent bei den Übernachtungen (25,4 Millionen Übernachtungen). „Bis Jahresende können wir mit mehr als 30 Millionen Übernachtungen einen neuen Übernachtungsrekord erzielen. Die Vorzeichen sind gut. Trotz des eher durchwachsenen Wetters im Sommer werden wir wahrscheinlich erstmals mehr 30 Millionen Übernachtungen schaffen. Wachstumstreiber sind insbesondere die Campingplätze, die Hotels sowie die Erholungs- und Ferienheime“, so Tourismusminister Glawe weiter. Im Jahr 2015 ist mit 29,5 Millionen Übernachtungen das bislang beste Ergebnis erzielt worden.

Differenzierte Entwicklung in den Regionen nötig

Es ist im Land eine differenzierte touristische Entwicklung nötig. Entlang der Küste und im Binnenland ist Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren in Bezug auf die Kapazitäten maßvoll gewachsen. „Reserven haben wir vor allem noch im ländlichen Raum. Im Binnenland geht es um die Entwicklung zusätzlicher Angebote. Die Potenziale können wir noch besser ausschöpfen. In den Küstenregionen kommt es vor allem auch auf qualitatives Wachstum an: mehr Wertschöpfung durch den einzelnen Gast und eine Verlängerung der Saison“, betonte Tourismusminister Glawe weiter.

Investitionen in wirtschaftsnahe Infrastruktur – 108 Millionen Euro Gesamtinvestitionen

Im Jahr 2016 sind im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Förderung von Investitionen im Bereich der wirtschaftsnahen Infrastruktur (GRW) rund 84,0 Millionen Euro bewilligt worden (einschl. Mittel aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE)). Mit dem Einsatz dieser Fördermittel konnten 68 Vorhaben in Mecklenburg-Vorpommern mit Investitionen in Höhe von rund 108,0 Millionen Euro ermöglicht werden. „Mit der Unterstützung des Wirtschafts- und Tourismusministeriums sind eine Reihe von touristischen Vorhaben in 2016 angeschoben worden. Insbesondere Maßnahmen zur Saisonverlängerung stehen im Fokus“, sagte Tourismusminister Glawe. Hierzu zählen die grundhafte Erneuerung des Schlosses Griebenow zur touristischen Nutzung, die Erweiterung und Modernisierung des Empfangsgebäudes und die Errichtung eines Naturlehrpfades im Bärenwald Müritz, die Modernisierung und Erweiterung der bestehenden Nashornanlage im Zoologischen Garten Schwerin; das Haus des Gastes in der historischen Burganlage Plau am See sowie die Infrastruktur für die Abfertigung von Kreuzfahrtschiffen im Alten Hafen Wismar. „Es ist wichtig, die touristische Infrastruktur weiter auszubauen, um die Angebotsvielfalt für Besucher und Einheimische zu erhöhen. Deshalb werden wir die Kommunen weiter dabei unterstützen, beispielsweise den Bau von Radwegen, Wasserwanderrastplätzen, Strandpromenaden und zoologischen Einrichtungen voranzubringen“, sagte Glawe. (Weitere ausführliche regionale Beispiele aus dem Jahr 2016 –> ab Seite 4 folgend)

Internationalisierung weiter vorantreiben

Das Internationale Haus des Tourismus wurde nach einer Bauphase von zwei Jahren im Juli 2016 in Rostock eröffnet. „Es ist bundesweit das erste Zentrum, in dem die wichtigen touristischen Institutionen und Branchenverbände gemeinsam untergebracht sind und effizient zusammenarbeiten können“, sagte Tourismusminister Glawe. „Wichtig ist auch die weitere verstärkte internationale Ausrichtung des Tourismus und die Profilierung der Destination Ostsee“, betonte Glawe. Als Beispiel nannte der Tourismusminister das im Internationalen Haus des Tourismus im kommenden Jahr angesiedelte Baltic Sea Tourism Center. „Mit dem Center soll die Zusammenarbeit der Tourismusorganisationen weiter vorangetrieben und international wettbewerbsfähig gemacht werden“, sagte Glawe.

Mehr internationale Gäste für das Urlaubsland gewinnen

Im Zeitraum Januar bis September 2016 wurden vom Statischen Amt über 321.600 Ankünfte (+1,5 Prozent) und knapp 886.000 Übernachtungen (+0,9 Prozent) internationaler Gäste registriert. „Wir können bei den internationalen Gästen in unserem Land noch weiter zulegen. Es gilt weiter, in unseren Zielmärkten wie zum Beispiel im deutschsprachigen Ausland, wie Österreich und der Schweiz für Mecklenburg-Vorpommern zu werben“, sagte Tourismusminister Glawe. Deutliche Zuwächse gab es bei den Übernachtungen aus der Schweiz (153.219 Übernachtungen/ +4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum Januar bis September), Österreich (73.262 Übernachtungen/+6,4 Prozent) sowie der Tschechischen Republik (30.035 Übernachtungen/+12,6 Prozent).

Wirtschaftsfaktor Tourismus im Überblick

Die Ausgaben der Touristen betragen im Land 7,75 Milliarden Euro. Die touristische Wertschöpfung beträgt 4,1 Milliarden Euro und macht damit 12 Prozent der gesamten Bruttowertschöpfung (34,2 Milliarden Euro) in Mecklenburg-Vorpommern aus. Die direkte touristische Wertschöpfung liegt bei 9,6 Prozent und damit weit vor dem Bundesschnitt von 4,4 Prozent und der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei mit 3,1 Prozent. Jeder sechste Erwerbstätige (17,8 Prozent) in Mecklenburg-Vorpommern ist direkt oder indirekt im Tourismus beschäftigt. Über 131.000 Menschen arbeiten in Tourismusunternehmen und tourismusnahen Unternehmen. Die Ausgaben der Touristen betragen rund 7,75 Milliarden Euro. „Tourismus ist ein verlässlicher Wirtschaftszweig im Land. Wir werden touristische Maßnahmen, vor allem die, die der Saisonverlängerung und der Qualitätssicherung touristischer Angebote dienen, im kommenden Jahr weiter unterstützen. Eine Herausforderung bleibt die Fachkräftegewinnung und auch -sicherung für Unternehmen. Wir brauchen mehr ganzjährige Beschäftigungsverhältnisse“, sagte Tourismusminister Glawe abschließend.

Ausgesetzte Goldfische bedrohen heimische Arten in Kleingewässern

Kleingarten, Foto: Joachim Kloock

Kleingarten, Foto: Joachim Kloock

Kleingewässer sind wertvolle Biotope für bedrohte Tieren und Pflanzen, insbesondere für Lurche, die kaum noch geeignete Lebensräume in freier Natur finden. Ihnen droht allerdings große Gefahr, wenn Aquarien- und Gartenteichfische aus dem Zoohandel dort ausgesetzt werden. Das ist zwar verboten, passiert aber trotzdem, ob aus Unwissenheit oder Übermut. Die Folgen für die Artenzusammensetzung sind meist katastrophal. „Ausgesetzte Goldfische sind Allesfresser und ein großes Problem in heimischen Gewässern. Sie bedrohen und zerstören die lokale Amphibien- und Artenvielfalt“, warnt Hauke Behr, Leiter des Fachdienstes Umwelt in der Schweriner Stadtverwaltung. So berichtete ein für die Stadt ehrenamtlich tätiger Naturschutzwart, dass in einem neu geschaffenen Kleingewässer neben dem Naturschutzgebiet Wüstmark Goldfische ausgesetzt wurden, die die dort lebende Tierwelt komplett durcheinander gebracht haben. „Das Gewässer beherbergte eine Vielzahl von Fröschen, Libellen und Wasserkäfern. Wir müssen nun großen Aufwand betreiben, um diese Fische wieder abzufischen“, so Hauke Behr. Er warnt davor, Aquarien- und Gartenteichfische einfach „auszuwildern“ und verweist auf entsprechende Verbote, deren Übertretung mit Bußgeld geahndet werden kann. „Setzen Sie Ihre Goldfische und sonstige gekaufte Gartenteichfische nie in Gewässer in der freien Landschaft aus! Das  Aussetzen auf einem fremden Grundstück ist auch privatrechtlich verboten.“

Bilanz Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern 2016 und Ausblick 2017

Wirtschaft ist weiter im Aufwind – Herausforderungen sind Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge – Wirtschaftswachstum auch für 2017 erwartet

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe zieht zum Ende des Jahres eine positive Bilanz der wirtschaftlichen Entwicklung im Jahr 2016. „Die Wirtschaft ist bei uns im Land weiter im Aufwind. Der Arbeitsmarkt erweist sich als dynamisch. Unternehmen investieren und stellen Personal ein. Getragen wird der Aufschwung vor allem vom verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungsbereich, dem Handwerk und der Gesundheitswirtschaft. Das wichtigste Ziel der Wirtschaftsförderung ist auch im kommenden Jahr die Sicherung und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Weiterhin positive Vorzeichen – Wirtschaftsleistung in MV wächst auch im Jahr 2017

„Für das Jahr 2016 ist ein guter Abschluss zu erwarten. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern bleibt auf Wachstumskurs“, so Glawe. Die gesamtwirtschaftliche Leistung dürfte nach eigenen Schätzungen des Wirtschaftsministeriums 2016 auf Jahresbasis um etwa 1,5 bis 2 Prozent gewachsen sein. „Dieser Schwung dürfte sich im Jahr 2017 fortsetzen. Die Zeichen stehen auf weiteres Wirtschaftswachstum, vor allem in den binnenwirtschaftlichen Bereichen. Ein Plus von etwa 1 bis 1,5 Prozent sind 2017 möglich“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. Das Bruttoinlandsprodukt in Mecklenburg-Vorpommern ist im 1. Halbjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +2,0 Prozent gewachsen.

Gewerbliche Wirtschaft: 740 neue Jobs – 2.880 Arbeitsplätze gesichert

Im Jahr 2016 wurden für 90 neue Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft insgesamt rund 46,1 Millionen Euro Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums bewilligt. Dadurch können Investitionen in Höhe von 256,4 Millionen Euro realisiert werden. Mit Abschluss aller Vorhaben werden rund 740 Arbeitsplätze neu entstanden sein und über 2.880 Arbeitsplätze gesichert (Stand: Anfang Dezember). „Die Neuansiedlungen belegen, dass Mecklenburg-Vorpommern ein immer attraktiver werdender Wirtschaftsstandort für Unternehmen ist. Mit modernen Produktionsanlagen werden vor allem die Weichen gestellt, sich im zunehmend wichtiger werdenden überregionalen und weltweiten Wettbewerb behaupten zu können. Innovative Produkte sind Voraussetzung für mehr Wertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern. Wir werden die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, betonte Glawe weiter.

Im Ausland um Investoren werben – Gewerbestandorte in Vorpommern vermarkten

„Das Werben in internationalen Märkten macht sich verstärkt in Ansiedlungserfolgen bemerkbar. Die jüngsten Neuansiedlungen aus der Schweiz, der Türkei oder auch Russland bestätigen uns, diesen Weg weiter zu gehen“, erläuterte Wirtschaftsminister Glawe. Auch Vorpommern wird weiter im Fokus stehen. „Wir werden beispielsweise die Gewerbestandorte in Vorpommern im kommenden Jahr noch intensiver vermarkten. Potential besteht vor allem in der nationalen und internationalen Präsentation der Großgewerbestandorte, beispielweise Grimmen (Pommerndreieck) und Pasewalk. Neuansiedlungen schaffen Arbeitsplätze in den Regionen“, machte Wirtschaftsminister Glawe deutlich.

Anstehende Herausforderungen: Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolge

„Fachkräftesicherung und Unternehmensnachfolgen sind für heimische Unternehmen große Herausforderungen. In vielen Unternehmen, die um die Wendezeit gestartet sind, findet ein Generationenwechsel statt. Unternehmensnachfolgen bieten dabei Chancen, sich eine Perspektive in der Heimat aufzubauen, das gesammelte Know-how der Unternehmen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Unser Land braucht mehr marktfähige, innovative Produkte und Geschäftsideen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe. Die Industrie- und Handelskammern des Landes schätzen, dass bis zum Jahr 2025 etwa 10.000 Unternehmen aus Altersgründen zur Übergabe anstehen. Um potentielle Unternehmensnachfolger zu unterstützen, wird das Projekt „Unternehmensnachfolge MV“ unter Trägerschaft der Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern fortgeführt. Dort werden unter anderem abgebenden Unternehmern Hilfen bei der Suche nach einem Nachfolger und bei der Erstellung eines Übergabefahrplanes gegeben. Das Projekt wird aus Mitteln des „Europäischen Sozialfonds“ (ESF) im Rahmen der Richtlinie „Förderung von Entrepreneurship“ in Höhe von rund 240.000 Euro unterstützt.

Meisterprämie wird fortgeführt – Meister-Extra wird aufgestockt

Um Existenzgründer bei der Unternehmensnachfolge zu unterstützen wird die „Meisterprämie“ weiter geführt. Handwerks- und Industriemeister können einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 7.500 Euro als Unterstützung zum Lebensunterhalt erhalten, wenn sie erstmalig eine Existenz durch Übernahme eines Unternehmens gründen. Das Meister-Extra wird aufgestockt. „Damit wird das persönliche Engagement für die Qualifikation anerkannt und der Meister-Titel als Gütesiegel für die Qualität im Handwerk und in der Industrie in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt. Die Prämie bietet einen Anreiz, sich beruflich fortzubilden“, sagte Glawe. Jeder erfolgreiche Absolvent der beruflichen Weiterbildung zum Handwerks- oder Industriemeister erhält das Meister-Extra. Es ist vorgesehen, dass die Prämie zukünftig 2.000 Euro beträgt; die besten 50 Absolventen erhalten 5.000 Euro.

Neue Perspektiven im Schiffbau

Wirtschaftsminister Glawe ging auch auf die Entwicklung in der maritimen Wirtschaft ein. „Mit der Übernahme der drei Werftstandorte durch die Genting-Gruppe und der Entwicklung der MV Werften zur konzerneigenen Hauswerft für den Kreuzfahrtschiffbau haben sich für den Schiffbau und die gesamte maritime Industrie des Landes in diesem Jahr völlig neue Perspektiven eröffnet“, betonte Glawe. Er machte deutlich, dass die Zulieferer von der Entwicklung profitieren sollten. Darüber hinaus ist mit der Realisierung der geplanten Schiffbauprojekte eine Erhöhung der Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovation zu erwarten. „Die maritime Industrie wird in den nächsten Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Beschäftigungssicherung leisten. Bei der Bewältigung dieser Herausforderungen wird die Landesregierung den Unternehmen im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung leisten“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.

Fontane-Botschafter Lothar Welte

Fontane Jahr 2019, Foto: Joachim KloockDer Schausteller Lothar Welte wurde auf dem Rostocker Weihnachtsmarkt zum Fontane-Botschafter seiner Heimatstadt Neuruppin ernannt. Der Schriftstelle Theodor Fontane (1819-1898) wäre in drei Jahren 200 Jahre alt geworden. Lothar Weltes Aufgabe besteht nun darin, mit seinem Fahrgeschäft von Rostock bis Cottbus für das Theodor Fontane Jahr 2019 zu werben.

Heinrich Theodor Fontane (* 30. Dezember 1819 in Neuruppin; † 20. September 1898 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller. Er gilt als literarischer Spiegel Preußens und als bedeutendster deutscher Vertreter des Realismus. Seine erste Novelle Geschwisterliebe veröffentlichte Fontane 1839.

Bildunterschrift: v.l.: Jens-Peter Golde, Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin, Lothar Welte, 2. Vorsitzender des Schaustellerverbandes MV, und Oberbürgermeister Roland Methling au der Weihnachtsmarkt-Bühne auf dem Neuen Markt. Foto: Joachim Kloock

Museumsfreunde in Schwerin wollen neue Mitglieder gewinnen

Kinder ins Museum  © Staatliches Museum Schwerin

Kinder ins Museum © Staatliches Museum Schwerin

Mit einer Werbeaktion für neue Mitstreiter startet der Schweriner Kunst- und Museumsverein ins neue Jahr. „Die Kulturstiftung des Bundes hat uns als einen von insgesamt 21 Vereinen in Mecklenburg-Vorpommern für eine Förderung ausgewählt. Im so genannten Call for members erhalten wir nun für jedes neu gewonnene Mitglied eine Prämie von 50 Euro, die wir für die Förderung von Kunst und Kultur in der Landeshauptstadt einsetzen können. Wir werden daher in den kommenden Monaten kräftig die Werbetrommel rühren, um unseren Verein bekannter zu machen und noch mehr Gleichgesinnte für unsere Arbeit zu gewinnen“, kündigt Dr. Klaus Gollert an. Der frühere Sozialminister hat den Verein vor mehr als 25 Jahren zusammen mit der Kunsthistorikerin Dr. Hela Baudis gegründet und leitet ihn bis heute.  Und was wirbt besser für den Verein als das, was er für die Stadt, die Kunst und für seine Mitglieder leistet?  Die knapp 180 Museumsfreunde haben sich der zeitgenössischen bildenden Kunst verschrieben, unterstützen den Ankauf von Kunstwerken für das Museum, die museumspädagogische Arbeit mit Kindern und verleihen seit 2013 den Friedrich-Schlie-Preis für Zeichnungen, benannt nach dem ersten Direktor des heutigen Staatlichen Museums. In den vergangenen 25 Jahren hat der Verein, der keine eigenen Ausstellungsräume besitzt, 130 Künstlerinnen und Künstlern Gelegenheit gegeben, ihre Arbeiten vorzustellen. So war im Jubiläumsjahr in der Galerie des Mecklenburgischen Staatstheaters eine Ausstellung mit Bildern von Nuria Quevedo zu sehen und in Wiligrad in Kooperation mit dem dortigen Kunstverein die Jubiläumsausstellung „Zusammen zwei“. Im Schleswig-Holstein-Haus initiierte der Verein eine Retrospektive über die auf Rügen lebende Malerin und Grafikerin Annelise Hoge, die Dr. Hela Baudis kuratierte. Dem Leipziger Zeichner Edgar Knobloch verlieh der Kunstverein den Schlie-Preis 2016,  gestaltete auch die   zugehörige Personalausstellung und ermögliche einen Ankauf für das Staatliche Museum.

„Ein besonderes Anliegen ist uns die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, so Klaus Gollert. Mit der von allen Schweriner Serviceclubs geförderten Aktion „Kinder ins Museum“ konnte der Verein 858 Kindern aus Kitas, Grund- und Förderschulen, Vereinen und Familien den kostenlosen Museumsbesuch ermöglichen. Diese speziellen museumspädagogischen Angebote laden Vorschulkinder und Grundschüler dazu ein, vor den Kunstwerken Geschichten zu erfinden und zum Beispiel mit dem Nashorn Clara auf Reisen zu gehen. „Das Programm kann auch im nächsten Jahr noch weiterlaufen, denn es ist noch Geld übrig, um weitere Museumsbesuche zu fördern.“ Doch auch der Kunstgenuss außerhalb Schwerins kommt bei den Museumsfreunden nicht zu kurz:  Eine Vorbesichtigung des frisch renovierten Ostflügels von Schloss Ludwigslust stand ebenso auf dem Programm wie Kunstreisen nach Arnheim, Warschau und zu den „Surrealen Begegnungen“ in der Kunsthalle Hamburg. Die erste Ausstellung für das neue Jahr ist auch schon in Vorbereitung. Im Januar zeigt der Schweriner Kunst- und Musemsverein  in der Theatergalerie Bilder des Malers und Grafikers  Wilfried Homuth aus Bad Doberan. Interesse? Sie erreichen den Verein unter www.skmv-schwerin.de