Archiv für 22. Dezember 2016

FOREIGNER 40th-Anniversary-Tour live am 02.06.17 in der HanseMesse Rostock

image002FOREIGNER, eine der beliebtesten Rockbands weltweit, treten im Rahmen ihrer Europa Tournee zum 40-jährigen Bandjubiläum 2017 im Mai/Juni 2017 auch in Deutschland auf. Die Classic Rock-Legende gastiert vom 24. Mai 2017 bis zum 6. Juni in zehn deutschen Städten und wird am 26. Mai 2017 für Aerosmith auf dem Königsplatz in München eröffnen. Im Gepäck hat die für ihren beeindruckenden Musikschatz bekannte Band, die immer noch ein Garant für ausverkaufte Häuser und starke Albumverkäufe ist, natürlich einige ihrer größten Hymnen, unter anderem Hot Blooded, Juke Box Heround Cold As Ice. Den Auftakt bildet ein einzigartiges Orchesterkonzert im schweizerischen Luzern am 20. und 21. Mai mit dem 21st Century Orchestra. Auf der nachfolgenden Tour begeistern FOREIGNER ihre Fans mit Songs wie Feels Like The First Time und elektrisieren das Publikum mit ihren unvergesslichen Hymnen wie Head Games, Waiting For A Girl Like You, That Was Yesterday, Double Vision, Urgent und I Want To Know What Love Is. Vor Kurzem veröffentlichte die Band mit ‚The Flame Still Burns’ eine neue 10“ Vinyl-EP mit vier Tracks, auf der sich die folgenden Songs befinden:

The Flame Still Burns (bislang unveröffentlichte Version)

Feels Like The First Time (Original-Master-Version der allerersten Single von Foreigner)

Long, Long Way From Home (Original-Master-Version des Debüt-Albums von Foreigner)

Juke Box Hero (Live-Aufnahme aus dem Jahr 2005)

Das Video von The Flame Still Burns können Sie hier ansehen: https://www.facebook.com/Foreigner/videos/10157898306510595/

Mit der Veröffentlichung eines Doppelalbums, das die Geschichte von FOREIGNER über die letzten vier Jahrzehnte wiedergibt, gehen die Feierlichkeiten zum 40. Jubiläum weiter. Das mit Spannung erwartete Album wird im Mai veröffentlicht und enthält neue Songs sowie alle der vielgeliebten Hits. „Unsere Musik hat viele Menschen weltweit berührt”, sagt Leadgitarrist Mick Jones. „Wir sind ganz unabsichtlich fest mit dem Leben der Menschen verwoben.” Im Herzen von FOREIGNER stehen Gründer und Leadgitarrist Mick Jones, der visionäre Maestro, dessen spezieller Stil als Songschreiber, unvergleichliche Gitarren-Hooklines und vielschichtige Talente auch weiterhin dafür sorgen, dass FOREIGNER nicht an Einfluss verliert, sowie die neueren Foreigner-Mitglieder Kelly Hansen (Lead-Sänger) und Jeff Pilson (Bass) und der Multiinstrumentalist Tom Gimbel. Im Juni 2013 wurde Mick Jones in die Songwriters Hall Of Fame aufgenommen. Als unglaublich talentierter und vielschichtiger, von anderen Musik-Profis geschätzter Musiker, schrieb Jones auch Songs wie Bad Love mit Eric Clapton und Dreamer mit Ozzy Osbourne und produzierte viele Alben für andere bekannte Künstler, darunter Storm Front von Billy Joel und 5150 von Van Halen.

FOREIGNER sind: Mick Jones (Leadgitarre), Kelly Hansen (Lead-Sänger), Jeff Pilson (Bass, Gesang), Tom Gimbel (Rhythmusgitarre, Saxofon, Gesang), Michael Bluestein (Keyboard), Bruce Watson (Gitarre) und Chris Frazier (Schlagzeug). Der allgemeine Vorverkauf begann am Montag, dem 5. Dezember 2016, 10.00 Uhr. Bereits ab Freitag, dem 2. Dezember 2016 – 10:00 Uhr boten die Ticketanbieter Myticket und CTS Eventim Online Presales an. Weitere Informationen unter:www.wizpro.com | www.foreigneronline.com

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„Rügen International Film Festival“ soll erstmals im September 2017 starten

Veranstaltung wertet das touristische Angebot der Region deutlich auf – Wirtschafts- und Tourismusministerium unterstützt

Beschädigtes Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Filmmaterial, Foto: Filmbüro MV

Erstmals ist im September 2017 auf der Insel Rügen ein internationales Filmfestival geplant. Veranstalter wird die „Baltic International Filmfestival Rügen gGmbH“ sein, eine Tochtergesellschaft der Kulturstiftung Rügen. Die Veranstaltung soll künftig einmal pro Jahr an unterschiedlichen Orten der Insel stattfinden, unter anderem auf der Seebrücke Sellin und im Theater Putbus. „Vorpommern ist eine touristisch attraktive Region. Unseren Gästen bietet sich neben der herausragenden Natur und den beeindruckenden Stränden auch ein vielfältiges kulturelles Programm, vom Festspielfrühling über die Störtebeker Festspiele bis hin zu den Museen. Mit der Etablierung eines internationalen Filmfestivals wird das touristische Angebot auf der Insel Rügen deutlich erweitert“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Vielfältiges Programm geplant – regionale Besonderheiten und internationaler Wettbewerb sind Teil des Festivals

Das Programm soll nach Angaben der Veranstalter den Zuschauern neben Filmen auch Einblicke in Geschichte, Gesellschaft und Kultur der Region, Deutschlands und Europas bieten. Kernstück ist ein internationaler Wettbewerb mit Beiträgen aller Ostseeanrainerstaaten. Dazu kommen mehrere Reihen mit regionalen, europäischen und internationalen Themenschwerpunkten. Die Vorstellung des detaillierten Programms, der Festival-Macher und Partner ist im Februar 2017 geplant. „Mit dem umfangreichen Programm und der Einbindung der regionalen Besonderheiten wird ein Begegnungsort geschaffen für das lokale Publikum und die touristischen Gäste, Filmfans und internationalen Filmschaffende“, sagte Tourismusminister Glawe.

Wirtschafts- und Tourismusministerium unterstützt vor Ort

Das Wirtschaftsministerium wird das Festival bei Vorlage aller Unterlagen voraussichtlich mit Mitteln bis zu einer Höhe von 150.000 Euro aus dem Zukunftsfonds Mecklenburg-Vorpommern unterstützen. Die Gesamtinvestitionen werden vermutlich bei rund 400.000 Euro liegen. Heiko Miraß von der Kulturstiftung Rügen freut sich über diese Unterstützung. „Damit kommen wir bei der Realisierung dieses großartigen Kulturprojektes den entscheidenden Schritt weiter.“

Kontakt Kulturstiftung Rügen: Heiko Miraß, mirass@ruegenfilmfestival.de, Tel.: 0173/8721610

 

Rostocker Prüflabor für Implantate erweitert Betriebsstätte

Prüfen, analysieren, weiterentwickeln – Dienstleistungen der INNOPROOF GmbH schaffen drei neue Arbeitsplätze

Knieendoprothetik, Fotoquelle: innoproof.de

Knieendoprothetik, Fotoquelle: innoproof.de

In der Hansestadt Rostock baut die INNOPROOF GmbH – ein Prüflabor für mechanisch belastete Implantate – den Standort aus. Das Unternehmen bietet Prüfungs- und Entwicklungsleistungen in den Bereichen Endoprothetik (Ersatz von Gelenken), Traumatologie, Wirbelsäulenchirurgie und Dentalimplantologie. Jetzt soll in eine Erweiterung des Maschinenparks zur Prüfung von Implantaten investiert werden. „Das Unternehmen INNOPROOF prüft Implantate oder einzelnes Material, um die Sicherheit für Patienten und Hersteller zu erhöhen. Neben der präklinischen Prüfung über die Analyse von Schäden sollen langfristig auch Produktweiterentwicklungen erarbeitet werden. Durch diese Dienstleistung sind in Rostock drei neue Arbeitsplätze entstanden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Die INNOPROOF GmbH hat sich im vergangenen Jahr neu gegründet.

Elektrodynamische Prüfmaschinen, Kältewälzthermostat und Tisch-Multimeter – umfangreiche Investitionen in Maschinenpark

Vorgesehen ist, sechs elektrodynamische Prüfmaschinen für die Prüfung von Implantaten und Werkstoffen anzuschaffen, die Lasten bis zu 7,5 Kilonewton und Frequenzen bis zu 100 Hertz darstellen können. Weiterhin wird unter anderem in ein Kältewälzthermostat für Prüfungen in flüssigkeitsgefüllten Testkammern investiert, in eine Fotoausrüstung zur Produktfotografie, eine Feinmesswaage, einen Tisch-Multimeter zur Messung von Strom und ein Digitalmikroskop. „Mit der neuen Ausstattung soll das Angebot der INNOPROOF nach und nach weiter ausgebaut werden. So sollen unter anderem strengere Testbedingungen entwickelt und damit für die Implantate zusätzliche Zertifikate angeboten werden“, sagte Glawe.

Mecklenburg-Vorpommern als Forschungs- und Technologiestandort weiter profilieren

Die INNOPROOF GmbH ist eine Ausgründung aus dem Forschungslabor für Biomechanik und Implantattechnologie der Orthopädischen Universitätsklinik Rostock. Für diese Idee erhielten die Gründer Carmen Zietz und Daniel Klüß im Jahr 2015 die Auszeichnung „INNO AWARD“. Der INNO AWARD ist ein vom Verbund der Technologiezentren in Mecklenburg-Vorpommern (VTMV) bundesweit gestifteter, branchenunabhängiger Innovationspreis. „Wir wollen Mecklenburg-Vorpommern als Forschungs- und Technologiestandort weiter profilieren. Die Ausgründung aus einer wissenschaftlichen Einrichtung ist ein richtiger Weg, um die Innovationskette zu verlängern – von der Entwicklung bis zur Marktreife“, betonte Glawe.

Wirtschaftsministerium fördert Forschung, Entwicklung und Innovation – Regionale Innovationsstrategie stärkt Technologiepolitik

Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ist ein wichtiger Bestandteil der Technologiepolitik des Wirtschaftsministeriums. „Ziel ist, von der anwendungsorientierten Forschung in den wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes noch stärker hin zur Markteinführung bzw. Produktionsvorbereitung von Unternehmen zu kommen. Das schafft dauerhaft Arbeitsplätze“, betonte Wirtschaftsminister Glawe. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stehen für die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation 168 Millionen Euro aus dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) zur Verfügung. Zu den Angeboten zählt etwa die Innovationsbeteiligung der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (MBMV). „Die MBMV begleitet INNOPROOF bereits seit einigen Monaten. Mit Hilfe einer stillen Beteiligung aus dem Programm MBMV innoSTART hat das Unternehmen den Markteintritt vorbereitet. Gerade in dieser Phase mit Förderungen zu unterstützen, ist insbesondere für innovative Unternehmen und Vorhaben sehr wichtig, da klassische Finanzierungen hier häufig noch nicht greifen“, erklärt MBMV-Geschäftsführer Dr. Thomas Drews.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen des Unternehmens betragen knapp 622.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 133.000 Euro.

 

Krebserkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern – Bericht des Gemeinsamen Krebsregisters für die Jahre 2012 bis 2013

Krebsregister ist wertvolle Datensammlung zur Ursachenforschung

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Südstadt-Klinikum Rostock, Foto Joachim Kloock

Der Landesbericht Mecklenburg-Vorpommern des Gemeinsamen Krebsregisters der ostdeutschen Bundesländer und Berlins (GKR) ist veröffentlicht worden. Danach hat in den vergangenen 10 Jahren die Zahl der Krebsneuerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern bei Männern um 19 Prozent und bei Frauen um 17 Prozent zugenommen. Die Zunahme sei zumeist auf den wachsenden Anteil älterer Menschen im Land zurückzuführen. „Das gemeinsame Krebsregister ist eine wertvolle Datensammlung, um Informationen über Ursachen und Entwicklung der verschiedenen Krebsarten zu gewinnen. Mit den Auswertungen können beispielsweise Effekte der Krebsfrüherkennung gemessen, regionale Trendentwicklungen verfolgt und die Krebsursachenforschung zielgerichteter vorangetrieben werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe.

Krebserkrankungen an Prostata, Lunge, Darm und Brustdrüse am häufigsten

Pro Jahr erkrankten in den Jahren 2012/2013 in Mecklenburg-Vorpommern rund 6.100 Männer und 4.450 Frauen an Krebs (ohne weißen Hautkrebs). 2.920 Männer und 2.180 Frauen sind daran verstorben. Etwa die Hälfte aller Krebsdiagnosen entfiel dabei auf die jeweils drei häufigsten Krebserkrankungen. Bei Männern waren das Prostatakrebs (20 Prozent Anteil an allen Krebsneuerkrankungen), Lungen- (14 Prozent) und Darmkrebs (12 Prozent). Frauen erkrankten zumeist an Tumoren der Brustdrüse (28 Prozent), des Darms (11 Prozent) und der Lunge (7 Prozent). Die Entwicklung der Neuerkrankungsraten bei den häufigsten Krebserkrankungen verlief in den vergangenen zehn Jahren unterschiedlich. Bei Männern zeigten Darm- und Lungenkrebs jeweils Rückgänge (durchschnittlich jährlich -1,9 Prozent bzw. -1,5 Prozent), Prostatakrebs einen stabilen Verlauf. Bei Frauen war Darmkrebs rückläufig (-2,3 Prozent), während Lungen- und Brustkrebs ansteigende Verläufe hatten (+2,9 Prozent bzw. +2,1 Prozent). „Die Diagnose Krebs stellt für die Betroffenen und ihre Angehörigen immer einen großen Einschnitt dar. Neben der ärztlichen Betreuung gibt es in Mecklenburg-Vorpommern auch ein Netzwerk der Selbsthilfe. Dort erhalten Erkrankte und Angehörige zusätzliche Unterstützung durch den Austausch mit Menschen in einer ähnlichen Lage“, sagte Gesundheitsminister Glawe. Auf der Internetseitewww.selbsthilfe-mv.de kann man über eine Datenbank Gruppen in Wohnortnähe finden.

Überlebenszeiten nach Krebserkrankungen steigen

Bessere Diagnose- und Therapiemöglichkeiten führten nach Angaben des Berichtes zu immer längeren Überlebenszeiten. Etwa 58 Prozent der männlichen und 62 Prozent der weiblichen Krebspatienten überlebten ihre Krebserkrankung um mindestens fünf Jahre. Ende der 1980-er Jahre waren es lediglich 26 Prozent bzw. 40 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern lebten 2013 etwa 27.700 Männer und 24.300 Frauen, bei denen in den letzten zehn Jahren Krebs diagnostiziert wurde. Das waren rund 3,5 Prozent aller Männer und drei Prozent aller Frauen des Landes. Im Alter über 70 Jahren waren es 14 Prozent der Männer und 7 Prozent der Frauen, die mit einer in den letzten zehn Jahren diagnostizierten Krebserkrankung lebten.

Bericht „Krebs in Mecklenburg-Vorpommern“

Krebserkrankungen werden im Gemeinsamen Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen erfasst. Die Daten werden in verschlüsselter Form gespeichert und ausgewertet. In Mecklenburg-Vorpommern sind alle Ärzte zur Meldung verpflichtet. Weitere Informationen zu Krebs insgesamt und den häufigsten Krebserkrankungen können dem Bericht entnommen werden. Darin sind unter anderem detaillierte Tabellen und Grafiken zu Neuerkrankungen und Sterbefällen, zu Überlebensraten sowie Alters- und Stadienverteilungen dargestellt. Darüber hinaus enthält der Bericht Angaben zum Krebsgeschehen in den einzelnen kreisfreien Städten und Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns. Der Bericht „Krebs in Mecklenburg-Vorpommern“ steht ab Montagnachmittag unter www.krebsregister.berlin.de zur Verfügung.

Gemeinsame Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums Mecklenburg-Vorpommern und der Freien Hansestadt Bremen

Digitalisierung der maritimen Wirtschaft – Zukunftsweisende Signale von der Wirtschafts- und Verkehrsministerkonferenz der norddeutschen Küstenländer in Hamburg

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Die norddeutschen Wirtschafts- und Verkehrsminister und -senatoren haben sich heute in Hamburg im Rahmen ihrer jährlich stattfindenden Konferenz unter anderem über das zukunftsweisende Thema der Digitalisierung der maritimen Wirtschaft ausgetauscht. Anlass sind zwei geplante Anträge im Rahmen der Förderinitiative Mittelstand 4.0 beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, weitere Kompetenzzentren für innovative Lösungen für die Digitalisierung und Vernetzung der Wirtschaft mit einem expliziten Schwerpunkt in der maritimen Wirtschaft zu schaffen. Den antragstellenden Akteuren aus den Ländern Bremen und Mecklenburg-Vorpommern ist eine enge Abstimmung und Verzahnung gelungen. Insbesondere der länderübergreifende Ansatz in beiden Anträgen wurde von den Ministern und Senatoren sehr gelobt. „Fachwissen macht nicht an Ländergrenzen Halt“, betont Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. „Deswegen ist es uns wichtig, alle Kompetenzen zu bündeln und dadurch zu stärken. Die neuen Technologien verändern unsere Arbeitswelt zusehends und machen Dinge möglich, die noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wären. Hieraus wollen wir im Sinne der Stärkung der maritimen Wirtschaft die richtigen Schritte ableiten, um auch zukünftig eine starke Wirtschaft zu haben.“

Bremen geht mit dem Antrag DigiMar – Dialog- und Kompetenzzentrum 4.0 zur Digitalisierung der Maritimen Wirtschaft in Norddeutschland – ins Rennen. Ein besonderer Fokus liegt auf praxisnahen Umsetzungsprojekten mit maritimen Unternehmen und Kompetenzträgern aus allen fünf norddeutschen Ländern. Drei Beispiele sollen dies veranschaulichen: Das Fraunhofer IGD aus Rostock koordiniert das Projekt „Das digitale Schiff“, in dem künftige Anwendungsbeispiele für 3D-Schiffs-Daten in unterschiedlichen Phasen des Lebenszyklus eines Schiffes demonstriert werden. Unter dem Thema Docking 4.0 wird German Dry Docks aus Bremerhaven gemeinsam mit Reedereien auf der Grundlage von Online-Schiffsdaten neue Formen der Zusammenarbeit demonstrieren. Konkret bedeutet das: Eine Wartung eines Schiffsmotors erfolgt nicht automatisch nach fünf Jahren, sondern wenn bestimmte Messwerte auf dem Schiff dies anzeigen. Der Reeder muss das Schiff dann nicht zwingend in ein bestimmtes Dock bringen, sondern die Werft setzt mobile Teams ein und nutzt weltweite Werftkooperationen, damit die Dockingzeit für den Reeder auf ein Minimum reduziert werden kann. Drittes Beispiel bilden die Hafenkooperationsanwendungen, die auf der Grundlage gemeinsamer Daten neue Formen der digitalen Zusammenarbeit zwischen den norddeutschen Häfen aufzeigen sollen.

Im Antrag Mecklenburg-Vorpommerns steht der maritime Tourismus im Zentrum und verfolgt das Ziel, Digitalisierungslösungen für den Kreuzfahrtschiffbau, für die Versorgungslogistik von Kreuzfahrtschiffen, für den Touristen an Bord und im Hafen, für die medizinische Versorgung auf dem Schiff sowie für die Aus- und Weiterbildung in der Kreuzfahrtbranche in fünf Leitprojekten zu entwickeln und umzusetzen. „Die Digitalisierung fordert die maritime Wirtschaft stark heraus. Unsere Volkswirtschaft und unsere gesamte Arbeitswelt werden sich revolutionieren. Vieles steckt noch in den Kinderschuhen. Wir sollten die Chancen ausloten und die Synergien nutzen, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können“, forderte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe. Die norddeutschen Wirtschafts- und Verkehrsminister und -senatoren begrüßen die Initiativen aus Mecklenburg-Vorpommern und Bremen ausdrücklich und betonen den Mehrwert und die Chancen für den norddeutschen maritimen Mittelstand, sich in den nächsten Jahren intensiv mit neuen Produkten und Geschäftsmodellen zu beschäftigen.

Konferenz der Wirtschafts- und Verkehrsminister der norddeutschen Küstenländer

Senatoren und Minister trafen sich in Hamburg 

Werft, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

Die Senatoren und Minister der fünf norddeutschen Küstenländer haben sich am 19. Dezember 2016 in Hamburg getroffen. Auf der Tagesordnung der Konferenz (KüWiVerMinKo) standen die Digitalisierung der maritimen Wirtschaft, Industrie 4.0, Arbeit 4.0, Umweltfreundlichkeit in der Schifffahrt und wichtige Infrastrukturprojekte. Es gilt in der Zukunft erhebliche Herausforderungen zu bewältigen. Die Digitalisierung der maritimen Wirtschaft ist ein herausragendes Handlungsfeld, das verschiedene maritime Bereiche vom Schiffbau über den Schiffsbetrieb und die Schifffahrt, die Logistik und Hafenwirtschaft bis hin zur Meerestechnik und Offshore-Technologien berührt. Die norddeutschen Länder wollen gemeinsam und abgestimmt die darin enthaltenen Potenziale für die maritime Wirtschaft in Norddeutschland erschließen und im Dialog mit Wissenschaft und Wirtschaft die Zukunftsthemen entwickeln. Ein gutes Instrument, das umzusetzen, ist das Maritime Cluster Norddeutschland, eine Initiative aller fünf Länder. Die Digitalisierung ist zwar kein „Neuland“ doch es ist noch ein erhebliches Potential zu heben.  Senator Frank Horch sagt: „Es gibt unterschiedliche Geschwindigkeiten und vielfach sind es eher größere Unternehmen, die bereits die Möglichkeiten im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie nutzen. Kleine und mittlere Unternehmen müssen wir unterstützen und mitnehmen. Die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen müssen genutzt werden können, ohne dass dabei die Risiken ausgeblendet werden. Gar nichts zu tun, ist keine Option.“ Harry Glawe, Wirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommern: „Die Digitalisierung fordert die maritime Wirtschaft stark heraus. Unsere Volkswirtschaft und unsere gesamte Arbeitswelt werden sich revolutionieren. Vieles steckt noch in den Kinderschuhen. Wir sollten die Chancen ausloten und die Synergien nutzen, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können.“

„Fachwissen macht nicht an Ländergrenzen Halt“, betont Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. „Deswegen ist es uns wichtig, alle Kompetenzen zu bündeln und dadurch zu stärken. Die neuen Technologien verändern unsere Arbeitswelt zusehends und machen Dinge möglich, die noch vor ein paar Jahren undenkbar gewesen wären. Hieraus wollen wir im Sinne der Stärkung der maritimen Wirtschaft die richtigen Schritte ableiten, um auch zukünftig eine starke Wirtschaft zu haben.“ Mecklenburg-Vorpommern und die Freie Hansestadt Bremen werden im Rahmen der Förderinitiative Mittelstand 4.0 beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zwei Anträge stellen, die innovative Lösungen für die Digitalisierung und Vernetzung der maritimen Wirtschaft in den Fokus nehmen und stärken sollen. Die Konferenz hat sich ebenfalls mit dem Thema der alternativen Schiffsantriebe beschäftigt. Schiffe sind zwar gemessen an ihrer Transportleistung bereits heute ein sehr effizienter und damit umweltfreundlicher Verkehrsträger, aber es besteht unbestritten weiterer Handlungsbedarf zur Energieeinsparung und Emissionsreduzierung. Strengere Auflagen für den Umwelt- und Klimaschutz, Kostendruck und die Endlichkeit fossiler Brennstoffe sind drei gewichtige Gründe, weshalb sich Schifffahrt und Häfen für alternative, innovative, grüne Antriebstechnik und Infrastruktur einsetzen müssen. Für Deutschland tragen neben dem Bund die fünf norddeutschen Bundesländer eine besondere Verantwortung für den maritimen Sektor. Sie sollten deshalb eine aktive Gestaltungsrolle für zukünftige maritime Entwicklungen einnehmen.

Wirtschaftsminister Olaf Lies: „Deutschland sollte sich in einer konzertierten Initiative von Wirtschaft, Wissenschaft, Bund und Ländern an die Spitze der Technologie- und Marktentwicklung für alternative Schiffsantriebe setzen. Das Ziel kann nur sein, die Schifffahrt noch umweltfreundlicher zu gestalten sowie Innovationen, die notwendige Infrastruktur und deren Umsetzung zu fördern.“ Die KüWiVerMinKo bekräftigt ihr Bekenntnis zur Industrie in Norddeutschland und zur stärkeren Kooperation der norddeutschen Länder in der Industriepolitik. Die KüWiVerMinKo betrachtet die Industriepolitik in diesem Zusammenhang als eine ganzheitliche Querschnittsaufgabe, die an den für die Industrie wichtigen Rahmenbedingungen wie bspw. der Innovationsförderung, der Fachkräftesicherung und der Infrastrukturentwicklung ansetzen müsse. Im Sinne der Intensivierung der industriepolitischen Zusammenarbeit sollen bestehende Ansätze ausgebaut und darüber hinaus konkrete Projekte in industriellen Schwerpunktbereichen entwickelt werden, die zu einer Stärkung der industriellen Basis in Norddeutschland beitragen können. Minister Reinhard Meyer hebt die wirtschaftliche Bedeutung der Energiewende für ganz Norddeutschland hervor: „Stärker noch als bisher müssen aber die wirtschaftlichen Chancen, besonders für die Industrie, ergriffen werden. Nur wenn die wirtschaftlichen Potenziale der Energiewende konsequent realisiert werden, schaffen wir dauerhaft Akzeptanz und Unterstützung im Norden“, so Meyer. Schleswig-Holstein habe deshalb einen Antrag in die Konferenz eingebracht, der darauf abzielt, bei der so genannten Sektorenkopplung nicht einseitig auf Elektrifizierung zu setzen, sondern die verschiedenen Infrastrukturen für Gas, Strom, Wärme und Mobilität durch die Power-to-X-Technologien intelligent miteinander zu verbinden. In diesem Zusammenhang spiele die Gasinfrastruktur eine wichtige Rolle, deren Nutzung auch eine Entlastung auf der Kostenseite bedeuten kann. Meyer: „Wir haben deshalb alle gemeinsam ein Schreiben an Bundesminister Gabriel auf den Weg gebracht, in dem wir Rahmenbedingungen für einen diskriminierungsfreien Marktzugang und einen wirtschaftlichen Betrieb der Power-to-X-Anlagen anmahnen.“

In Zusammenhang mit den Themen Verkehr und Infrastruktur hätten die norddeutschen Senatoren und Minister zudem die Bedeutung der Fehmarnbelt-Querung als auch der A 20 bekräftigt. „Die A 20 wird durch eine Optimierung der Verkehrswege in Norddeutschland zu einer Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit der Industrie-, Wirtschafts- und Tourismuszentren beitragen. Dadurch wird die Metropole Hamburg entlastet und Westeuropa über die bereits bestehende Ostseeautobahn Lübeck – Stettin noch näher an Polen heranrücken“, so Meyer. Hamburg werde auch weiterhin die Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen beim Bau der A 20 unterstützen und den gemeinsamen Dialog mit der Bundesregierung in der bewährten konstruktiven Weise fortsetzen. Im Anschluss trafen sich die Minister zum traditionellen Meinungsaustausch mit über 25 Präsidenten und Geschäftsführern und Mitgliedern der Industrie- und Handelskammern aus Norddeutschland.

Land schreibt Künstlerstipendien 2017 aus

Stipendien sind bei Künstlerinnen und Künstlern begehrt

Maske, Künstler Titua, www.tituart.com, Foto: Martina Wichor

Maske, Künstler Titua, Foto: Martina Wichor

Das Land vergibt im kommenden Jahr wieder Aufenthalts-, Arbeits- und Reisestipendien in den Bereichen Bildende Kunst/Fotografie, Darstellende Kunst/Tanzperformance, Musik/Komposition, Literatur und spartenübergreifende Vorhaben. Bewerbungen müssen bis zum 15. Januar 2017 (Poststempel) im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin eingehen. Im kommenden Jahr stehen insgesamt 30.000 Euro für die Künstlerstipendien bereit. „Die Stipendien sind bei Künstlerinnen und Künstlern begehrt“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Bei einem Aufenthalt im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, im Landesatelier des Schleswig-Holstein-Hauses in Rostock oder im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf können sie sich ganz ihrer Arbeit widmen und werden in kreativen Schaffensphasen finanziell unterstützt. Für das Land sind die Künstlerstipendien eine besondere Form der Einzelkünstlerförderung“, betonte Hesse. Die Stipendien werden in einem geregelten Bewerbungsverfahren vergeben. Die Auswahl erfolgt durch eine Kunstkommission. Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die Künstlerinnen und Künstler ihren Sitz und Wirkungskreis in Mecklenburg-Vorpommern haben. Bei einem Aufenthaltsstipendium können sie beispielsweise eine monatliche Unterstützung von 1.000 Euro erhalten, bei einem Arbeitsstipendium sind es max. 5.000 Euro. Bei einem Reisestipendium handelt es sich um Zuschüsse in Höhe von max. 3.000 Euro je Projekt. Die aktuelle Ausschreibung für die Stipendien ist auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht. Im Jahr 2016 haben 13 Künstlerinnen und neun Künstler ein Arbeits-, Reise- oder Aufenthaltsstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhalten.