Archiv für 27. November 2016

Sozialministerin Stefanie Drese: Hospize und Palliativmedizin ermöglichen menschenwürdiges Sterben

Klinikum Südstadt Rostock, Foto Joachim Kloock

Klinikum Südstadt Rostock, Foto Joachim Kloock

25.11.2016 – Sozialministerin Stefanie Drese hat die Bedeutung von Hospizen und der Palliativmedizin in einer immer älter werdenden Gesellschaft gewürdigt. Auf dem Hospiz- und Palliativtag der Landesarbeitsgemeinschaft Hospiz und Palliativmedizin in Rostock sagte die Ministerin: „Den schwerstkranken Menschen ein Leben in höchstmöglicher Qualität, bester medizinischer und pflegerischer Versorgung und größtmöglicher Selbstbestimmung bis zum Tod zu ermöglichen, ist die zentrale Aufgabe der Palliativmedizin.“ Die Ministerin hob dabei die Bedeutung vernetzter Strukturen im Land hervor. „An regionalen Netzwerken sollen neben den stationären Versorgungsformen wie Hospizen, Palliativstationen oder Pflegeheimen auch die ambulanten Versorgungsformen wie die „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“, ambulante Hospizdienste, Pflegedienste oder Hausärzte beteiligt sein.“ Ziel solle es dabei sein, langfristig die Hospizarbeit und Palliativversorgung für alle Menschen in einer Region sicherzustellen. Derzeit nehmen 56 verschiedene Träger und Institutionen die Hospiz- und Palliativversorgung in Mecklenburg-Vorpommern wahr. Dazu gehören sowohl die stationären Hospize und ambulanten Hospizdienste, als auch die stationäre Palliativversorgung durch die Kliniken und die ambulante Palliativversorgung durch die SAPV-Teams (Spezialisierte ambulante Palliativversorgung) im Land. Ministerin Drese stellte dabei auch klar, dass nur durch den unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Kräfte in den Hospizen und in der Palliativmedizin vielen Menschen ein ehrwürdiges Sterben möglich sei. „Diese Arbeit ist gar nicht hoch genug einzuschätzen“, so Drese.

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Norddeutscher Wissenschaftspreis 2016 verliehen

Forschungsprojekt für Identität der Norddeutschen wichtig

Die Preisträger des Norddeutschen Wissenschaftspreises, der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, und die Vertreterinnen der Länder; Foto: Silke Winkler

Die Preisträger des Norddeutschen Wissenschaftspreises, der Rektor der Universität Rostock, Prof. Dr. Wolfgang Schareck, und die Vertreterinnen der Länder; Foto: Silke Winkler

25.11.2016 – Das Kooperationsprojekt „Sprachvariation in Norddeutschland“ unter Federführung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Zusammenarbeit mit den Universitäten Hamburg, Frankfurt/Oder, Potsdam, Bielefeld und Münster ist Preisträger des Norddeutschen Wissenschaftspreises 2016. Wissenschaftsministerin Birgit Hesse hat die Auszeichnung bei einem Festakt in der Aula der Universität Rostock verliehen. Der Norddeutsche Wissenschaftspreis ist mit 100.000 Euro dotiert. In diesem Jahr war Mecklenburg-Vorpommern für die Ausrichtung des Preises zuständig. „Ich gratuliere den Forscherinnen und Forschern zu dieser Auszeichnung“, sagte Wissenschaftsministerin Birgit Hesse. „Das ausgezeichnete Forschungsprojekt beschäftigt sich mit einem Thema, das für Norddeutschland und für die Identität der Norddeutschen sehr wichtig ist. Dabei spielt auch die niederdeutsche Sprache eine große Rolle. Bei der Auswahl der Preisträger sind die Senatorinnen und Ministerinnen dem Votum der unabhängigen Jury gefolgt. Das Kooperationsprojekt erfüllt in besonderer Weise die Bedingungen des Norddeutschen Wissenschaftspreises und ist ein hervorragendes für norddeutsche Forschungsleistungen“, erläuterte Hesse.

Das Kooperationsprojekt „Sprachvariation in Norddeutschland“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Sprachverhältnisse im gesamten niederdeutschen Raum umfassend zu dokumentieren und zu analysieren. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen einerseits den gegenwärtigen Stand der niederdeutschen Sprache, die unter Einfluss des Hochdeutschen eine Reihe von Veränderungen erfahren hat. Andererseits nehmen sie das Hochdeutsch der Norddeutschen unter die Lupe und zeigen auf, welche sprachlichen Merkmale für die verschiedenen hochdeutschen Regionalsprachen typisch sind. Der Norddeutsche Wissenschaftspreis wird seit dem Jahr 2012 gemeinsam von den Ländern Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern vergeben – jedes Jahr zu einem anderen Thema. Ziel ist es, norddeutsche Kooperationen in der Forschung zu würdigen und sie über die Ländergrenzen hinaus bekannter zu machen. Die Verleihung des Norddeutschen Wissenschaftspreises 2016 in Rostock wurde durch den NDR präsentiert. Künftig soll der Norddeutsche Wissenschaftspreis alle zwei Jahre vergeben werden. Die nächste Preisverleihung ist für das Jahr 2018 in Bremen vorgesehen.

WWAV und EURAWASSER stellen Jahresplan für Investitionen und Sanierungen vor – Preise und Gebühren bleiben stabil

Im Abwasserkanal, Foto: Joachim Kloock

Im Abwasserkanal, Foto: Joachim Kloock

25.11.2016 – Die Trinkwasserpreise und die Abwassergebühren des Jahres 2016 werden auch 2017 gelten. Dieses beschloss am 24. November 2016 die Verbandsversammlung des WarnowWasser- und Abwasserverbandes (WWAV), dem die Hansestadt Rostock und 29 Gemeinden im nordöstlichen Teil des Landkreises Rostock angehören, in Übereinstimmung mit der EURAWASSER Nord GmbH. Damit wird das Trinkwasser einschließlich Umsatzsteuer auch weiterhin 1,83 EUR/m³ kosten. Die Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung beträgt unverändert 2,86 EUR/m³ und für die Regenwasserableitung 0,30 EUR/m². Unverändert bleiben auch die Grundpreise und Grundgebühren. Die Entleerung der privaten Kleinkläranlagen kostet weiterhin 35,76 EUR/m³ Schlamm und für die Entleerung der abflusslosen Gruben werden unverändert 7,37 EUR/m³ fällig. Einmalige Anschlussbeiträge werden im WWAV nicht erhoben. Katja Gödke, Geschäftsführerin des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes, verdeutlichte: „Damit bleiben für die rund 260.000 Einwohner, aber auch für die Industrie und Gewerbekunden im Versorgungsgebiet des WWAV die Trinkwasserpreise und die Abwassergebühren im dritten Jahr stabil. Möglich wurde dies vor allem durch die anhaltend positive Entwicklung des Wasserverkaufes in Rostock und im Rostocker Umland. Die Effekte daraus führen zur Stabilität der Preise und Gebühren.“ Die Verbandsversammlung beschloss ebenfalls ein anspruchsvolles Investitions- und Sanierungsprogramm. Danach werden im Auftrag des WWAV im kommenden Jahr durch die EURAWASSER Nord GmbH rund 14 Mio. Euro für die Erweiterung und Sanierung der wasserwirtschaftlichen Anlagen eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt im Jahr 2017 wiederum in der Sanierung von Trinkwasserleitungen und Abwasserkanälen in der Hansestadt Rostock. Rund 1,8 Mio. Euro kostet die Sanierung der über 100 Jahre alten Anlagen in der Ernst-Barlach-Straße, wobei alle Sparten – Trink-, Schmutz-, Regen- und Mischwasser – betroffen sind. Durch die Koordinierung mit dem Straßenbau der Hansestadt Rostock werden Synergien genutzt. Einen ähnlich großen Wertumfang hat die Sanierung der Trinkwasserleitungen und des Mischwasserkanals in der Hamburger Straße im Abschnitt von der Türmchenschule bis zur Kuphalstraße. 2 Mit der Weiterführung der Entflechtung der Mischwasserkanäle in der Albert-Einstein-Straße, 5. BA und im Borenweg, 2. BA, stellen sich Verband und EURAWASSER den wachsenden Herausforderungen aus extremen Niederschlagsereignissen sowie den Forderungen des Wasserhaushaltsgesetzes nach verstärkter Trennung von Mischwasserkanälen in Schmutzund Niederschlagswasserkanäle. Der Neubau von Niederschlagswasserkanälen in der Rostocker Theodor-Körner-Straße sowie im Sievershäger Weg in Lichtenhagen-Dorf soll ebenfalls zur Verbesserung der Niederschlagswasserableitung beitragen.

Als ein Ergebnis des unter Federführung der Hansestadt Rostock gemeinsam erarbeiteten Integrierten Entwässerungsleitplanes (IELP) haben Verband und EURAWASSER den Ausbau von Entwässerungsleitachsen im Blick. Robert Ristow, Geschäftsführer der EURAWASSER Nord GmbH präzisiert: „Um dem immer größer werdenden Ableitungsbedarf durch innerstädtische Bauverdichtung und Versiegelung gerecht werden zu können, müssen wir jetzt die Zeitfenster nutzen und unsere Kanäle bei anstehenden Sanierungen optimal auslegen. Wir sehen das als kommunale Gemeinschaftsaufgabe und sind dazu mit allen Beteiligten im Gespräch um entsprechende Lösungen anzubieten.“ Im Gebiet des Zweckverbandes Wasser Abwasser Rostock-Land liegt der Schwerpunkt im kommenden Jahr in der Sanierung von Trinkwasserleitungen in Graal-Müritz, Sanitz Kritzmow und Sievershagen sowie in der Ablösung des Wasserwerkes Eickhof durch den Neubau einer Verbindungsleitung nach Cammin. Zur Sicherung der Ver- und Entsorgungssicherheit wird es 2017 außerdem planmäßige Sanierungen in den Wasserwerken und auf den Kläranlagen geben. Zusätzlich zu den für 2017 beschlossenen Maßnahmen ist ein umfangreicher Überhang aus 2016 zu bewältigen, der aus verschiedenen Gründen entstanden ist. So steht der Sanierung der Seestraße, 2. BA, in Warnemünde nun nichts mehr im Wege, da die Hansestadt Rostock Fördermittel für den Straßenbau erhält. Auch die Sanierung der großen Abwasserdruckleitung im Patriotischen Weg vom Abwasserpumpwerk, über den Kabutzenhof bis in die Doberaner Straße musste bis zur Fertigstellung des Lohmühlenweges warten.

Grünes Licht – Rostocker Fraunhofer Anwendungszentrum wird eigenständige Einrichtung

Hervorragendes Ergebnis stärkt Wirtschaft und Wissenschaft – Anwendungszentrum will weiter wachsen

banner_final-fraunhofer-institute-gemeinfrei25.11.2016 – Der Fraunhofer-Ausschuss hat am Freitag in Freising (Bayern) grünes Licht dafür gegeben, dass das Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen in der Produktionstechnik (AGP) am Standort Rostock ab dem kommenden Jahr als selbstständige Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft geführt werden darf. In dem Fraunhofer-Ausschuss sitzen Zuwendungsgeber von Bund und Ländern. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe freute sich über diese Entscheidung: „Wir haben lange dafür gekämpft. Wir bekommen eine eigenständige Fraunhofer-Einrichtung. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, von dem Wirtschaft und Wissenschaft bei uns im Land profitieren werden. Die Entscheidung bringt auch neue Arbeitsplätze vor Ort“.

Fraunhofer Anwendungszentrum will weiter wachsen

Das derzeitige Forschungsportfolio umfasst Fertigungsverfahren, Automatisierungstechnik, Qualitätstechnik, Unternehmensorganisation und Produktentwicklung für die Geschäftsfelder Schiffe und Offshore, Bauwesen, Stahlbau und Flugzeug- und Schienenfahrzeugbau. Derzeit arbeiten 66 wissenschaftliche und technische Mitarbeiter im Anwendungszentrum, dazu kommen noch ca. 25 Mitarbeiter an der Universität und etwa 50 wissenschaftliche Hilfskräfte. Geplant ist ein Personalwachstum bis zum Jahre 2021 auf etwa 90 Fraunhofer-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter. „Die Fraunhofer-Einrichtung hat sich vor allem im Bereich der maritimen Industrie einen Namen gemacht. Jetzt sollen neue Kunden erschlossen und Kernkompetenzen weiterentwickelt werden. Voraussetzung für weiteres Wachstum ist die Realisierung eines 4. Bauabschnitts. Das werden wir unterstützen“, betonte Glawe weiter. Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau belaufen sich auf 14 Millionen Euro. Der Bund trägt 25 Prozent, das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt das Vorhaben mit 75 Prozent aus EU- und Landesmitteln.