Erste bildungspolitische Schwerpunkte vorgestellt

Ministerin Birgit Hesse: Mit mir wird es keine Experimente in der Schulpolitik geben

Schule, Foto: shutterstock.com

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23.11.2016 – Bildungsministerin Birgit Hesse hat sich für Verlässlichkeit in der Schulpolitik ausgesprochen. Nach drei Wochen im Amt hat sie vor den Abgeordneten des Landtags erste Schwerpunkte für die laufende Wahlperiode benannt. „Im Schulbereich hat es in den vergangenen Jahrzehnten zu viele Änderungen gegeben. Eine gewisse Kontinuität halte ich für Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern für besonders wichtig“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Mit mir wird es keine Experimente in der Schulpolitik geben. Ich stehe für eine verlässliche Bildungspolitik und werde gemeinsam verabredete Wege weitergehen. Das heißt aber nicht, dass wir alles so weitermachen wie bisher, sondern es ist zunächst ein Bekenntnis, nicht an Strukturen herumzubasteln und ein Versprechen, inhaltliche Verbesserungen vorzunehmen“, sagte Hesse. Die vom Landtag beschlossene Strategie zur Inklusion solle Schritt für Schritt umgesetzt werden. Innerhalb der Kultusministerkonferenz (KMK) will sich die Bildungsministerin für vergleichbare bundeseinheitliche Standards und Prüfungen einsetzen. „Viele Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler und die Wirtschaft wünschen sich vergleichbare Abschlüsse“, sagte Ministerin Hesse. „Das Abitur genießt dabei besondere Aufmerksamkeit. Hierzu zählen nicht nur die Prüfungen, sondern auch eine Angleichung von Rahmenplänen und Stundentafeln. Auch vor diesem Hintergrund wollen wir die Ausgestaltung der gymnasialen Oberstufe überprüfen und dort, wo es nötig ist, Veränderungen vornehmen. Dies beinhaltet zum Beispiel die Überprüfung der Zahl der Hauptfächer wie die schrittweise Einführung einheitlicher und standardisierter Rahmenpläne in allen Fächern und Schularten. Am 12 jährigen Abitur halte ich fest“, betonte Hesse.

Außerdem will Mecklenburg-Vorpommern den Ausbau von Ganztagsschulen und vollen Halbtagsgrundschulen weiter vorantreiben. Seit diesem Schuljahr stellt das Land dafür 26 Mio. Euro bereit. „Ganztägiges Lernen betrachte ich als große Chance“, sagte Ministerin Hesse. „In dieser Wahlperiode wird die Landesregierung bis zu 10.000 zusätzliche Ganztagsplätze schaffen und die Qualität der Ganztagsangebote weiter ausbauen. Die Grundschulen stellen hierbei einen besonderen Schwerpunkt dar. Dazu wünsche ich mir eine engere Zusammenarbeit zwischen Hort und Grundschule. Um die Vielfalt der Ganztagsangebote zu erhöhen, wollen wir sehen, inwieweit wir im Rahmen der Ganztagsschulen und der vollen Halbtagsgrundschule eine verbindliche Zusammenarbeit der Schulen mit Hilfsorganisationen, wie dem THW und den Feuerwehren, erreichen können“, so Hesse. Auch zwischen Ganztagsschulen und Sportvereinen könnten sich viele Kooperationsmöglichkeiten ergeben. „Selbstverständlich können wir all diese Vorhaben nur mit den Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam umsetzen. Ihnen gilt meine absolute Wertschätzung für ihren anspruchsvollen Beruf“, sagte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Auch in Zukunft wird es ein wichtiges Ziel bleiben, Lehrernachwuchs für unsere Schulen zu finden. Mecklenburg-Vorpommern bietet für Lehrerinnen und Lehrer attraktive Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen“, sagte Hesse.

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