Archiv für 22. November 2016

25 Jahre Zweckverband Kühlung: 105 Mio. € in Trink- und Abwasser investiert

Im Abwasserkanal, Foto: Joachim Kloock

Im Abwasserkanal, Foto: Joachim Kloock

21.11.2016 – „Wasser ist die Quelle des Lebens, der Zugang zu sauberem Trinkwasser gilt als Menschenrecht. In der westlichen Welt ist die Verfügbarkeit von Trinkwasser für die Menschen meist zur Selbstverständlichkeit geworden. Gerade Deutschland hat als wasserreiches Land bei der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung kaum einen Notstand zu befürchten. Das verdanken wir an erster Stelle den Kommunen und öffentlichen Körperschaften, die sich dieser Aufgabe jeden Tag aufs Neue stellen.“ – Mit diesen Worten würdigte Umweltminister Dr. Till Backhaus heute die Leistungen des Zweckverbands Kühlung anlässlich seines 25jährigen Bestehens. Die Aufgabe der öffentlichen Trinkwasserversorgung wird in Mecklenburg-Vorpommern gegenwärtig von 54 Wasserversorgungsunternehmen wahrgenommen. Diese versorgen über öffentliche Anlagen 99,7 % der Gesamtbevölkerung mit einwandfreiem qualitätsgerechten Trinkwasser. In die Verbesserung der Trinkwasserversorgung wurden hierzulande seit der Wende insgesamt rund 280 Mio. € investiert, davon 100 Mio. € Fördergelder. Die über 100 abwasserbeseitigungspflichtigen Körperschaften in Mecklenburg-Vorpommern betreiben etwa 600 öffentliche Kläranlagen. Seit 1991 stellten Land, Bund und EU rund 900 Mio. € an Zuwendungen für 2.300 Einzelvorhaben zur Abwasserbeseitigung zur Verfügung. Die Gesamtinvestitionskosten belaufen sich auf geschätzte 2,5 Mrd. €. „Damit konnte der Anschlussgrad der Bevölkerung an die zentralen Anlagen der Abwasserbeseitigung von 64 Prozent im Jahr 1990 auf annähernd 90 Prozent steigen“, so Minister Backhaus. Mit dem zielgerichteten Ausbau der Kanalisationen und Kläranlagen ging eine deutliche Verbesserung der Gewässergüte in Mecklenburg-Vorpommern einher.

Die Bestandaufnahmen zur Wasserrahmenrichtlinie haben gezeigt, dass die Kläranlagen in der Gesamtschau der Belastungsquellen für die Gewässer bei organischen Parametern und Nährstoffen kaum noch ins Gewicht fallen. So ist beispielsweise die mittlere jährliche Gesamt-Phosphorfracht seit 1985 von 1.600 Tonnen auf heute 259 Tonnen gesunken. Das entspricht einer Abnahme um rund 84 Prozent. Ähnliches gilt für Stickstoff. Belief sich die mittlere Gesamt-Stickstofffracht Ende der 80er Jahre auf etwa 13.500 Tonnen, liegt sie heute bei ca. 9.200 Tonnen. Das entspricht einer Abnahme von 32 Prozent. „Der Zweckverband Kühlung mit seinen 22 Kläranlagen und seiner größten Anlage in Bad Doberan hat hieran einen hohen Anteil“, sagte Backhaus. An seiner Spitze stand seit 2008 Geschäftsführer Klaus Rhode, den der Minister heute in den Ruhestand verabschiedete. „Unter seiner Federführung haben die hiesigen Akteure und Behörden oft Neuland beschritten, um die wasserwirtschaftlichen Probleme in den Gemeinden anzugehen und zu meistern.“ Im Ergebnis seien handlungsfähige und kompetente wasserwirtschaftliche Strukturen geschaffen worden. In den vergangenen 25 Jahren hat der Zweckverband mit Fördermitteln von Land, Bund und EU rund 12,7 Mio. € in die Trinkwasserversorgung und rund 93 Mio. € in die öffentliche Abwasserbeseitigung investiert. Gerade in den Tourismusregionen des Landes, in denen Wasserbedarf und Abwasseranfall großen saisonalen Schwankungen unterliegen, sind kluge wasserwirtschaftliche Ansätze notwendig.

Hintergrund

Von den 900 Mio. Menschen in der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besitzen immer noch 100 Mio. Menschen im eigenen Haushalt keinen Anschluss an die Trinkwasserversorgung. 67 Mio. Menschen haben keinen Zugang zu verbesserten sanitären Einrichtungen und keine sichere Möglichkeit zur Entsorgung menschlicher Fäkalien. Weltweit haben rund zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 

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Großes Jubiläum: 90 Jahre Fritz-Reuter-Bühne

Ministerin Birgit Hesse: Fritz-Reuter-Bühne ist ein Schatz in unserer Theaterlandschaft

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Mecklenburgisches Staatstheater, Großes Haus

22.11.2016 – Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse gratuliert der Fritz-Reuter-Bühne zum 90-jährigen Bestehen. Das einzige professionelle niederdeutsche Ensemble in Mecklenburg-Vorpommern feiert sein Jubiläum mit der Premiere „Kein Hüsung“ am Freitag, 25. November 2016, im Großen Haus des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin. Ministerin Hesse wird die Vorstellung besuchen. „Die Fritz-Reuter-Bühne ist ein Schatz in unserer Theaterlandschaft“, lobte Bildungs- und Kulturministerin Birgit Hesse. „Die Ensemblemitglieder setzen sich mit viel Enthusiasmus für die Pflege der niederdeutschen Sprache in unserem Land ein. Das finde ich besonders wichtig und begeistert mich immer wieder. Die Schauspielerinnen und Schauspieler haben ihre künstlerische Professionalität und ihre ausdauernde Beharrlichkeit beim Einsatz für die Sache immer wieder bewiesen. Mit der Premiere von ‚Kein Hüsung‛ bringt das Ensemble das wohl wichtigste politische Werk Reuters auf die Bühne. Das Stück hat an seiner Aktualität nichts verloren und führt uns die bittere Konsequenz der gesellschaftlichen Spaltung vor Augen. Ich freue mich sehr auf die Premiere und wünsche der Fritz-Reuter-Bühne in den kommenden Jahren viele, viele Zuschauerinnen und Zuschauer“, sagte Hesse.

Schloss Bothmer bleibt Besuchermagnet

Schloss Bothmer, Foto: Wolfhard Molter

Schloss Bothmer, Foto: Wolfhard Molter

21.11.2016 – Die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns, Schloss Bothmer, bleibt auch im zweiten Jahr ein Besuchermagnet. Gut 50.000 Besucher lockte der Prachtbau in den ersten 10 Monaten dieses Jahres in den Klützer Winkel. Damit ist das Vorjahresniveau schon jetzt fast erreicht. Und es könnten noch mehr werden, denn erstmals sollen die Schlosstüren auch im Winter geöffnet bleiben. Im Frühjahr des vergangenen Jahres ist Schloss Bothmer nach siebenjähriger Restaurierung erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Zuvor erlebte das Kleinod eine wechselhafte Geschichte, die nun unter anderem in einer Ausstellung thematisiert wird. Ursprünglich erbaut von 1726 bis 1732, setzt es vor allem durch die Vereinigung internationaler Stilelemente mit norddeutscher Bautradition Maßstäbe. In die Restaurierung des Schlosses und die denkmalgerechte Wiederherstellung des Parks hat das Land Mecklenburg-Vorpommern mit Unterstützung der Europäischen Union insgesamt 37,8 Millionen Euro investiert. So konnte in diesem Sommer der Westflügel eröffnet werden, der speziell für Veranstaltungen wie Tagungen, Trauungen und Konzerte genutzt werden kann. Als eine der ersten, erfüllten die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern den historischen Ort mit Leben. Sie spielten im August im Rahmen ihrer Reihe „Junge Elite“ zum Kammermusikfestival auf. Eine weitere Neuerung betrifft die Öffnungszeiten: Ab dieser Saison öffnet Schloss Bothmer erstmals auch im Winter seine Türen: Vom 24. November 2016 bis zum 31. März 2017 können Besucher von Freitag bis Sonntag zwischen 11 und 15 Uhr auf eine Reise durch die Geschichte gehen Finanzminister Mathias Brodkorb: „Der Besucheransturm im Eröffnungsjahr hat uns überrascht. Dass wir dieses Niveau in diesem Jahr halten können, ist sensationell. Bothmer ist damit zu einer festen Größe in der Kulturlandschaft unseres Landes geworden.“

Schuljahr 2017/2018: Bewegliche Ferientage werden abgeschafft

Neue Regelungen sind offenbar wenig bekannt

Schule, Foto: Shutterstock

Schule, Foto: Shutterstock

21.11.2016 – Mecklenburg-Vorpommern hat die beweglichen Ferientage abgeschafft. Vom kommenden Schuljahr an werden an allgemein bildenden Schulen stattdessen drei zusätzliche Ferientage landesweit einheitlich festgelegt. Das geht aus der Allgemeinen Ferienverordnung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur für die Schuljahre 2017/2018 bis 2023/2024 hervor. „Bei meinen ersten Treffen haben mich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer angesprochen und kritisiert, dass die drei beweglichen Ferientage von Schule zu Schule unterschiedlich festgelegt werden. Sie wollten wissen, ob man diese Ferientage nicht landeseinheitlich festlegen könne“, erläuterte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Die neuen Regelungen, die im kommenden Schuljahr greifen, sind offenbar noch wenig bekannt. Denn das Land hat die Anregungen längst aufgegriffen und umgesetzt. Im Schuljahr 2017/2018 wird es erstmals drei zusätzliche Ferientage geben, die landesweit einheitlich festgelegt sind. Ich finde, für Eltern und Lehrerinnen und Lehrer ist das eine große Entlastung“, sagte Hesse. Eltern mit zwei Kindern, die verschiedene Schulen besuchen, müssen sich für die Betreuung ihrer Kinder in diesem Schuljahr mitunter zusätzlich Urlaub nehmen, wenn die Ferientage der Schulen unterschiedlich sind. Mit der neuen Regelung ist das nicht mehr notwendig. Familien, vor allem Alleinerziehende, können endlich mehr Zeit gemeinsam verbringen, weil alle Kinder am selben Tag schulfrei haben. Einer der drei Ferientage ist als landesweiter Brückentag zwischen Christi Himmelfahrt und dem folgenden Wochenende vorgesehen. Die anderen beiden Ferientage werden um den Reformationstag am 31. Oktober gelegt. Hierdurch werden verbindliche zusätzliche Ferientage im Herbst geschaffen. Außerdem werden die Herbstferien vom Schuljahr 2018/2019 an vorgezogen und liegen immer Anfang des Monats Oktober. Dadurch verkürzt sich der Lernzeitraum vom Beginn des Schuljahres bis zu den Herbstferien, der von Eltern und Lehrern insbesondere für Erstklässler als zu lang empfunden wurde. Mit der neuen Allgemeinen Ferienverordnung hat das Land Mecklenburg-Vorpommern außerdem die Beschlüsse der Kultusministerkonferenz unter Berücksichtigung der 90-Tage-Regelung umgesetzt. Die KMK hat den Gesamtzeitraum für die Sommerferien so weit wie möglich ausgeschöpft, so dass sich ein tourismusfreundliches Bild ergibt. Die Sommerferien der 16 Bundesländer sind weitgehend entzerrt, um Staus durch den Urlaubsverkehr zu verhindern. Die Ferientermine im Überblick finden Sie auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur http://www.regierung-mv.de/Landesregierung/bm/