Trockenfrüchte-Produzent errichtet Betriebsstätte in Greifswald

Moderne Produktionsstätte schafft neue Arbeitsplätze in der Region

Wirtschaftsminister Harry Glawe (Mitte) mit den beiden Geschäftsführern der BIO am SUND GmbH Martin Nätscher (rechts), und Daniel Rosenfeld (links), Foto: WM M-VDie BIO am SUND GmbH plant den Bau einer neuen Betriebsstätte in Greifswald für die Herstellung von Trockenfrüchten und Feinkost in BIO-Qualität. „In Greifswald entsteht mit der Gründung der `Bio am Sund GmbH´ eine moderne Produktionsstätte. Gleichzeitig werden mit der Ansiedlung mindestens sieben neue Arbeitsplätze im Bereich des verarbeitenden Gewerbes für die Region geschaffen. Die Unternehmensneugründung zeigt, dass die Standortvorteile unseres Landes – etwa die zentrale Lage, ausreichend Gewerbeflächen sowie qualifizierte Arbeitskräfte – überzeugen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. Seit der Gründung zum Beginn des Jahres war das Unternehmen in der Beratung und Begleitung von Firmen in der BIO-Lebensmittelbranche tätig. Künftig soll die Produktion eigener Erzeugnisse erfolgen. In einer ehemaligen Großküche im Greifswalder Gewerbegebiet „Am Koppelberg“ werden derzeit die hierfür erforderlichen Umbauarbeiten vorgenommen. Dazu zählen die Anpassung der Kühl-, Klima- und Lüftungstechnik. Außerdem ist die Investition in Anlagen zur Reinigung, Produktion, Trocknung und Verpackung vorgesehen. Die eingesetzten Rohstoffe kommen überwiegend aus Norddeutschland, aber auch vom Bodensee oder Südtirol. Zusätzlich soll der Markt für sogenannte „Fresh-Cut-Produkte“ bedient werden, wo vor allem geschnittene Bio-Äpfel zur weiteren Verarbeitung in Backwaren oder Joghurts gefragt sind. Zu den Kunden des Unternehmens zählen nach eigenen Angaben neben Einzelhändlern auch Industriepartner, die die Früchte beispielsweise im Müsli verarbeiten. „Langfristig soll in Greifswald eine Manufaktur mit Werksverkauf entstehen, in der die Besucher direkt miterleben, wie das Obst weiterverarbeitet wird“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erweiterung aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) mit rund 524.000 Euro. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 1,66 Millionen Euro.

Informationen zur Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Die Ernährungsindustrie nimmt in Mecklenburg-Vorpommern einen großen wirtschaftlichen Stellenwert ein. Die Branche ist innerhalb des verarbeitenden Gewerbes gemessen an der Zahl der Beschäftigten und des Umsatzes der größte Industriezweig des Bundeslandes. In den 87 Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten waren im ersten Halbjahr 2016 im Durchschnitt über 14.400 Personen tätig, die einen Umsatz in Höhe von 2,2 Milliarden Euro erwirtschafteten. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. „Die Ernährungswirtschaft ist eine verlässliche Größe der heimischen Wirtschaft. Stetige Investitionen und Innovationen sorgen für die Schaffung neuer und die Sicherung bestehender Arbeitsplätze“, so Glawe abschließend.

Die BIO am SUND GmbH stützt sich bei der Beschaffung hochwertiger BIO-Rohstoffe auf ein weites Netzwerk von Kontakten und Partnern in der Branche. Abgesehen von der eigenen Produktion ist das Unternehmen nach wie vor beratend tätig. Es begleitet nachhaltige Projekte und unterstützt Betriebe dabei, sich am Markt zu etablieren. Neben der Produktionsstätte in Greifswald wird der Sitz der Gesellschaft weiterhin in Stralsund im historischen Kniepertor sein. www.bio-am-sund.de

Bildunterschrift: Wirtschaftsminister Harry Glawe (Mitte) mit den beiden Geschäftsführern der BIO am SUND GmbH Martin Nätscher (rechts), und Daniel Rosenfeld (links), Foto: WM M-V

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