Gemeinsame Presseinformation Wirtschaftsministerium M-V und DSO

3. Jahrestagung Organspende 2016 Mecklenburg-Vorpommern – Gesundheitsministerium zeichnet Universitätsmedizin Rostock aus

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Gewebebank, Foto: Joachim Kloock

17.11.2016 – Die Mitarbeiter der Universitätsmedizin Rostock engagieren sich in besonderer Weise für die Organspende. Das bedeutet, sie setzen sich auch für diejenigen Menschen ein, die dringend auf eine lebensnotwendige Transplantation warten. Für diesen Einsatz wurden Ärzte und Pflegende des Klinikums heute vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) geehrt. „Wir danken allen Mitarbeitern der Universitätsmedizin Rostock für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagte Dr. med. Detlef Bösebeck, Geschäftsführender Arzt der DSO in der Region Nord-Ost. „Die heutige Ehrung soll die konsequente Umsetzung der Regelungen in Gesetzen, Richtlinien der Bundesärztekammer und Verfahrensanweisungen der DSO würdigen und gleichzeitig Ansporn und Motivation für alle Kliniken des Bundeslandes sein, sich für die medizinischen, menschlichen und strukturellen Voraussetzungen einer Organspende einzusetzen“, ergänzte er. Der Mediziner führte weiter aus: „Die Koordinatoren der DSO unterstützen das Krankenhauspersonal bei allen Schritten im Organspendeprozess. Wir sind in unserer Arbeit aber darauf angewiesen, dass die Mitarbeiter auf den Intensivstationen an den Wunsch von Menschen, Organe nach ihrem Tod zu spenden, denken, ihn respektieren und sich an uns wenden.“ „Die hohe Organspendebereitschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist das Ergebnis eines sehr gut funktionierenden Netzwerkes sowie intensiver Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit aller Beteiligten. Die Universitätsmedizin Rostock hat sich diesen Herausforderungen gestellt und mit dem Einsetzen einer festen Transplantationsbeauftragten eine wichtige Entscheidung getroffen, um die Strukturen der Organspende bei uns im Land weiter zu verbessern. Das Haus engagiert sich darüber hinaus im Arbeitskreis der Transplantationsbeauftragten. Zudem steht das Klinikum mit seinen Mitarbeitern flächendeckend unterstützend anderen Kliniken zur Seite. Ich danke allen Mitarbeitern der Universitätsmedizin Rostock für ihr großes Engagement“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe. In den Krankenhäusern sind die Transplantationsbeauftragten die wichtigsten Ansprechpartner für die Koordinatoren der DSO. Die Transplantationsbeauftragten unterstützen ihre Kollegen darin, mögliche Organspender zu identifizieren. Außerdem sorgen sie für eine kontinuierliche Weiter- und Fortbildung innerhalb des Krankenhauses zum Thema Organspende.

Die heutige 3. Jahrestagung Organspende ist ein Angebot zum Austausch sowie zur Fortbildung und Information für die Transplantationsbeauftragten und alle Interessierten in den Krankenhäusern. In Vorträgen kommen auch Transplantierte und Angehörige von Organspendern zu Wort. Dr. med. Jana Scheer, Oberärztin an der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin der Universitätsmedizin Rostock und Transplantationsbeauftragte erklärte in Schwerin: „Zu meinen Aufgaben gehört unter anderem die intensive Begleitung der Angehörigen von Organspendern. Den Spendern und ihren Familien gilt unser besonderer Dank dafür, dass sie lebensrettende Transplantationen ermöglichen. „Die Erfahrung zeigt, dass den Angehörigen eine große Last genommen wird, wenn sie wissen, wie der Verstorbene zur Organspende stand. Daher appelliere ich an die Menschen, sich über das Thema Organspende zu informieren und eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen, die sie dann in einem Organspende-Ausweis schriftlich festhalten.“

Hintergrund

Die DSO ist die Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende gemäß Transplantationsgesetz und bietet den rund 1.300 Entnahmekrankenhäusern in Deutschland umfassende Serviceangebote bei den Abläufen der Organspende an. Dazu gehören die organisatorische Unterstützung zur Durchführung der Feststellung des Todes durch irreversiblen Ausfall der Gesamtfunktionen des Gehirns, die Teilnahme am Gespräch mit den Angehörigen, die medizinischen Maßnahmen zur Erhaltung von Organen und zum Schutz der Organempfänger sowie die Koordinierung der Organentnahme und des Transports der Organe zum Transplantationszentrum. In der Region Nord-Ost (Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern) betreuen die Koordinatoren der DSO insgesamt 121 Krankenhäuser, davon 31 in Mecklenburg-Vorpommern.

 

 

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