Besucherrekord geknackt: 25.000 Gäste auf Schloss Mirow

Schloss Mirow, Foto Jörn Lehmann

Schloss Mirow, Foto Jörn Lehmann

16.11.2016 – Seit drei Jahren strahlt Schloss Mirow wieder in neuem Glanz. Und das spricht sich offenbar rum. Mit 25.000 Gästen konnte der Besucherrekord aus dem Vorjahr einmal mehr übertroffen werden. Erst vor drei Jahren ist Schloss Mirow für Besucher geöffnet worden. Zuvor hatte der landeseigene Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) den Barockbau fast 10 Jahre lang umfangreich restauriert. Das Land Mecklenburg-Vorpommern investierte auch mit Mitteln der Europäischen Union 7,9 Millionen Euro in diese Baumaßnahmen. Schloss Mirow, einst im Besitz der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz, ist das lange vergessene Schatzkästchen in der Mecklenburger Seenplatte. Es war die Heimat von Prinzessin Sophie Charlotte, die durch ihre Heirat mit König Georg III. zur Königin von Großbritannien aufstieg. Ein weiterer berühmter Bewohner war ihr Bruder, Herzog Adolph Friedrich IV., der posthum als Fritz Reuters schräger Gewitterherzog „Dörchläuchting“ zu zweifelhaftem Ruhm gelangte. Schloss Mirow ist über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern hinaus von Bedeutung. Hinter der schlichten barocken Fassade verbergen sich kostbar ausgestattete Räume, die im 18. Jahrhundert entstanden. Im Appartement der Herzogin Elisabeth Albertine finden sich sogar Interieurs, die von preußischen Hofkünstlern gefertigt wurden. Mit dem friderizianischen Rokoko reiht sich Schloss Mirow in die Kette der berühmtesten Ausstattungsphänomene des europäischen Kontinents im 18. Jahrhundert ein. Finanzminister Mathias Brodkorb zeigte sich erfreut über die Besucherbilanz: „Allein in den letzten fünf Jahren flossen über 80 Mio. Euro in die Restaurierung unserer Staatlichen Schlösser und Gärten. Wir machen das einerseits, um das Bauerbe des Landes zu erhalten, es ist aber ein ebenso wichtiger Beitrag zur Stärkung des Tourismus´. Schloss Mirow zeigt, dass diese Investitionen sich zumindest ein Stück weit auszahlen.“

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