Archiv für 15. November 2016

32 Tage der Raumfahrt in Mecklenburg-Vorpommern – 1. Greifswalder Zukunftsabend am 16.11.2016: Russischer und kubanischer Kosmonaut zu Gast in Greifswald

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Sigmund Jähn und Arnaldo Tamayo-Mendez, Fotoquelle: Presse HGW

14.11.2016 – Am Mittwoch, dem 16. November 2016, findet der 1. Greifswalder Zukunftsabend im Rahmen der 32. Tage der Raumfahrt in Mecklenburg-Vorpommern statt. Gleich zwei Kosmonauten werden an diesem Tag in der Universitäts- und Hansestadt erwartet. Der Russe Nikolai Budarin absolvierte 1995 seinen ersten Raumflug. Er ist der bisher einzige Mensch, der auf allen vier großen modernen Raumschiffen, beziehungsweise Weltraumstationen, gearbeitet hat – Shuttle, Sojus, MIR und ISS. Der Kubaner Arnaldo Tamayo-Mendez bestritt 1980 seinen einzigen Weltraumflug. Er war Trainingskamerad von Sigmund Jähn und der erste Latainamerikaner im Weltraum. Nach der  Eintragung ins Ehrenbuch im Trausaal des Rathauses werden die Kosmonauten um 19 Uhr beim 1. Greifswalder Zukunftsabend im Audimax der Universität sprechen. Außerdem hält Prof. Dr. Holger Kersten von der Universität Kiel einen Vortrag zum Thema: „Mit Plasmatrieben ins Weltall“. Um „Antimaterie – auf der Suche nach der Gegenwelt“ geht es im Vortrag des ehemaligen Direktors der Archenhold-Sternwarte von Prof. Dr. Dieter B. Herrmann von der Leibnitz Sozietät. Der Eintritt ist frei. Der gemeinnützige Verein „Initiative 2000 plus“ organisiert seit 32 Jahren mit Unterstützung des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR) und der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA die Tage der Raumfahrt in Mecklenburg-Vorpommern. Diese begannen am 11. November in Rostock, gefolgt am 16.11. in Greifswald, am 17. November in Neustrelitz, am 18. November in Peenemünde und zum Abschluss am 19. und 20. November in Neubrandenburg. In Greifswald wird die Veranstaltung vom Sternwartenverein und anderen ehrenamtlichen Helfern organisiert.

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Landesweiter LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2016 vergeben

Preisträger beweisen, wie aus einer Idee nach viel Forschungsleistung ein marktfähiges Produkt entstehen kann

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis, Foto: Pressestelle WM

Ludwig-Bölkow-Technologiepreis

14.11.2016 – Am Montag ist in der Industrie- und Handelskammer für das östliche Mecklenburg-Vorpommern in Neubrandenburg der landesweite LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis 2016 verliehen worden. Preisträger sind in diesem Jahr die Physiolution GmbH aus Greifswald und die Prolupin GmbH aus Grimmen. „Unternehmensaktivitäten in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Innovationen gewinnen für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend an Bedeutung. Nachhaltiges Wachstum wird von Produkt- und Verfahrensinnovationen getrieben. Die diesjährigen Preisträger – die Physiolution GmbH und die Prolupin GmbH – beweisen mit ihrer Unternehmensentwicklung, wie aus Ideen nach vielen Forschungsleistungen marktfähige Produkte entstehen können. Diese Leistungen werden mit dem LUDWIG-BÖLKOW-Technologiepreis gewürdigt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort. „Forschung und Entwicklung im Verbund von Wissenschaft und Wirtschaft zeigen Wirkung. Mit solchen innovativen Produkten stellen die Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis“, betonte Dr. Wolfgang Blank, Präsident der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern.

Physiolution GmbH untersucht die Auswirkungen von Medikamenten auf den ph-Wert im Magen-Darm-Trakt

Das Greifswalder Unternehmen hat sich auf die Untersuchung der Wirkstofffreisetzung von festen peroralen (oral zu verabreichenden) Arzneiformen unter biorelevanten Testbedingungen spezialisiert. Damit soll herausgefunden werden, wie sich Medikamente auf den pH-Wert im Magen-Darm-Trakt auswirken. Zusätzlich wurden Geräte entwickelt, die eine verlangsamte Wirkstofffreisetzung darstellen. „Dank der Entwicklung der Physiolution können künftig Wirkeigenschaften von Arzneimitteln unter Laborbedingungen simuliert werden. So können Zeiten und Kosten bei der Arzneimittelforschung verkürzt werden. Davon profitieren Patienten, Ärzte und forschende Pharmaunternehmen. Gleichzeitig wurden bisher vier hochwertige, zukunftsorientierte Arbeitsplätze geschaffen“, sagte Glawe. Die Physiolution GmbH wurde als sogenanntes „Spin Off“ – eine Ausgründung aus einer Institution – der Universität Greifswaldim Jahr 2009 gegründet. Gemeinsam mit dem Institut für Pharmazie der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald hat das Unternehmen in einem Verbundvorhaben die Forschung durchgeführt. Das Projektvolumen der Physiolution GmbH betrug dafür insgesamt knapp 126.000 Euro. Es wurde vom Wirtschaftsministerium mit rund 75.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Weitere rund 90.000 Euro wurden dem Verbundpartner, der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, bewilligt.

Mit heimischen Pflanzen auf der Erfolgsspur – Prolupin GmbH entwickelt rein pflanzliche Lebensmittel

Die Prolupin GmbH aus Grimmen hat sich auf die Gewinnung und Modifizierung von Proteinen der Blauen Süßlupine als Lebensmittelzutat und deren gezielte Anwendung im Lebensmittelbereich spezialisiert. Lupinen sind eiweißhaltige Hülsenfrüchte und gelten als Soja-Ersatz. Das Lupinenprotein-Isolat (LPI) wird durch einen patentierten Prozess in einer hochreinen Form gewonnen. Durch die gezielte Entfernung von Bitterstoffen und störenden Aromen kann ein sensorisch maximal neutrales, pflanzliches Protein gewonnen werden. So hat das Unternehmen unter anderem einen Lupinen-Drink (eine rein pflanzliche „Milch“) und eine Lupinen-Joghurt-Alternative entwickelt. „Auf der Basis heimische Pflanzen werden bei der Prolupin GmbH nach intensiver Forschung durch Weiterverarbeitung und Veredlung vom Markt nachgefragte Lebensmittel produziert. Damit ist ein wesentlicher Teil der Wertschöpfungskette in Mecklenburg-Vorpommern angesiedelt“, sagte Glawe. Die Betriebsstätte in Grimmen wurde 2013 in Betrieb genommen und beschäftigt heute 17 Mitarbeiter. Das Wirtschaftsministerium hatte die Ansiedlung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit rund 1,03 Millionen Euro unterstützt. Die Gesamtinvestition des Unternehmens betrug rund 2,5 Millionen Euro.

Forschung und Entwicklung ist Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik – Verbundforschung nutzen

„Wir setzen auch weiterhin die Rahmenbedingungen für ein positives Innovationsklima in Mecklenburg-Vorpommern. Unternehmen erhalten Unterstützung bei der Produktentwicklung bis zur Marktreife. So werden gleichzeitig qualifizierte Arbeitsplätze erhalten und geschaffen. Um diesen Prozess weiter voranzutreiben, unterstützen wir die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung“, betonte Glawe. Für die neue EU-Förderperiode von 2014 bis 2020 stehen für die kommenden sieben Jahre 168 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Servicecenter Kultur in Rostock wird im Jahr 2017 weitergeführt

Ministerin Birgit Hesse: 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt

FRIEDA-Erwachen – Kunst- und Medienzentrum „FRIEDA 23“ feiert Auftakt, Foto: Joachim Kloock

„Frieda23“ am Eröffnungstag, Foto: Joachim Kloock

Kulturschaffende in Mecklenburg-Vorpommern können weiterhin auf die Unterstützung des Servicecenters Kultur in Rostock zählen. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und die KARO gAG haben sich darauf verständigt, die Beratungsstelle im kommenden Jahr weiterzuführen. Insbesondere ehrenamtliche Kulturakteure, kleine Kulturträger und Kulturinitiativen können dort bei der Fördermittelakquise beraten werden und erhalten wichtige Hinweise zum Antragsverfahren. „Das Beratungsangebot wird von den Kulturschaffenden sehr gut angenommen. Das Servicecenter Kultur hat insgesamt 200 persönliche und telefonische Beratungen durchgeführt. Auch die Sprechtage in allen Landkreisen und den beiden kreisfreien Städten fanden großen Zuspruch“, sagte Kulturministerin Birgit Hesse. „Das Servicecenter Kultur hilft beiden Seiten: Die Kulturschaffenden erhalten dort eine ausführliche und kompetente Beratung. Meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist dies eine wichtige Unterstützung ihrer eigenen Beratungstätigkeit und bei der Bewältigung der knapp 450 Fördermittelanträge pro Jahr“, so Hesse. Ansprechpartner im Servicecenter Kultur ist Hendrik Menzl. Menzl wurde in Rostock geboren, ist Dipl. Medienwirt (FH) und war für die Initiative Musik gGmbH und dem VUT e. V. (Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen) tätig. Außerdem hat er für die Berliner Künstleragentur Audiolith gearbeitet. „Hendrik Menzl ist ein sehr guter Gesprächspartner für die Kulturschaffenden bei uns im Land. Ich danke ihm für seine bisherige Arbeit und wünsche weiterhin viel Erfolg. Künstlerinnen und Künstler, Vereine und Verbände kann ich bei Fragen zur Kulturförderung und zum Antragsverfahren nur empfehlen, sich an Herrn Menzl zu wenden“, sagte Kulturministerin Hesse.

Kontakt: Servicecenter Kultur, c/o KARO gAG in der FRIEDA 23, Hendrik Menzl, Friedrichstr. 23, 18057 Rostock. Tel.: 0381-2035409, E-Mail: servicecenter@karo.ag, http://servicecenter-kultur.de

 

Neues aus der Kunsthalle Rostock November 2016

Und nach dem Fußballspiel des F. C. Hansa Rostock gegen SV Werder Bremen II. um 14:00 Uhr geht es zur Ausstellungseröffnung in die Kunsthalle Rostock, die mit dem Auto in zehn Minuten vom Stadion aus zu erreichen ist.

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