7. Maritime Zukunftskonferenz in Rostock

Zeichen stehen auf Wachstum – Innovationsförderung in gleicher Höhe beibehalten

Werft - Heckansicht eines Schiffes mit Schraube, Foto: Joachim Kloock

Werft, Foto: Joachim Kloock

2.11.2016 – Die 7. Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns, organisiert von den Industrie- und Handelskammern des Landes, fand in Rostock statt. „Die Zeichen stehen erstmals nach langer Zeit wieder auf Wachstum. Wir haben leistungsstarke Unternehmen im Land, die mit hochqualifizierten Fachkräften den Strukturwandel aktiv mitgestalten. Wichtig ist, dass bei Neubauaufträgen von Schiffen auch die heimische Zulieferbranche profitiert. Das Wirtschaftsministerium wird die maritime Industrie dabei weiterhin unterstützen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Harry Glawe vor Ort.

Schiffbau, maritime Zulieferer und Dienstleister sind strategisch wichtige Industrie in Mecklenburg-Vorpommern

„Der Schiffbau, die maritimen Zulieferer und Dienstleister bleiben für uns eine strategische Industrie“, sagte Glawe. Ziel sei es, die schiffbauliche industrielle Wertschöpfung zu unterstützen, die Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu stärken und wissensbasierte Arbeitsplätze zu schaffen. Das Land hat dazu verschiedene Förderinstrumente aufgelegt – so gibt es neben Überbrückungsdarlehen und Bürgschaften zur Absicherung von Bauzeitfinanzierungen auch Fördermittel für unternehmerische Investitionen und die Qualifizierung von Mitarbeitern sowie Unterstützung bei Aktivitäten zur Forschung, Entwicklung und Innovation. In der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung zur Verfügung.

Wirtschaftsminister Glawe appellierte an den Bund

Glawe setzte sich dafür ein, dass die Innovationsförderung des Bundes auch über 2016 hinaus in gleicher Höhe fortgeführt wird. 2016 waren 25 Millionen Euro für Innovationsförderung im Haushalt eingestellt. „Das sollte auch für das kommende Jahr so sein. Es ist wichtig, Felder, die intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie die Erschließung neuer Märkte und Geschäftsfelder vorsehen, zu unterstützen. Hier sind gemeinsame Anstrengungen aller Beteiligten notwendig. Mir ist wichtig, dass auch der Bund die Aktivitäten unverändert unterstützt“, forderte Wirtschaftsminister Glawe.

Maritimer Markt ist im Wandel

Schwerpunktthema der Zukunftskonferenz waren die kommenden Herausforderungen für eine nachhaltige, auch langfristig wettbewerbsfähige maritime Wirtschaft. „Der maritime Markt ist immer in Bewegung. Der daraus folgende Wandel fordert viel von den in der Branche tätigen Unternehmen. Er bietet aber auch Möglichkeiten, sich in neuen Märkten zu positionieren“, sagte Glawe. Wirtschaftsminister Glawe verwies auf die sechs großen Werftstandorte im Land: die neue MV Werften-Gruppe an den Standorten Wismar, Rostock-Warnemünde und Stralsund, die Neptun Werft in Rostock-Warnemünde, die Peene-Werft in Wolgast und die Tamsen Maritim in Rostock. Alle Werftstandorte zusammen beschäftigen gegenwärtig rund 2.100 Mitarbeiter und 240 Auszubildende.

Rund 32.000 Beschäftigte in über 1.900 Unternehmen der maritimen Wirtschaft tätig

Die maritime Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern besteht aus den Bereichen Schiffs- und Bootsbau, der maritimen Zulieferindustrie, der maritimen Logistik, der Schifffahrt, der Hafen­infrastruktur und dem maritimen Tourismus. Insgesamt sind in über 1.900 Betrieben und Einrichtungen rund 32.000 Personen beschäftigt.

 

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