Verstärkte touristische Nutzung der Dorf- und Museumsanlage Mueß

Studie listet nötige Investitionen für Vervierfachung der Besucherzahl auf

Freilichtmuseum Mueß

Freilichtmuseum Mueß

19.10.2016 – Mit der Machbarkeitsstudie zur Revitalisierung der Dorf- und Museumsanlage Mueß legen SDS und Stadtverwaltung dem Hauptausschuss erstmals einen Masterplan zur inhaltlichen, kulturwirtschaftlichen und touristischen Neuausrichtung des Freilichtmuseums und des gesamten Ortsteils vor. „Mueß soll ein touristisch attraktiver und wirtschaftlich lukrativer Ausflugsort werden. Wir wollen ein überregional attraktives Leuchtturmprojekt schaffen, das durch seine Einmaligkeit und Vielfalt auch im überregionalen Vergleich überzeugen kann “, bringt SDS-Werkleiterin Ilka Wilczek das Ergebnis der jetzt vorgelegten Machbarkeitsstudie auf den Punkt. „Die Revitalisierung der Dorf- und Museumsanlage ist ein wichtiger Baustein unserer Konzeption für eine zweite Bundesgartenschau im Jahr 2025“, betont der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Nottebaum. „Die Planungen der beiden Machbarkeitsstudien sind zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt. In Mueß besteht aber unabhängig von einer zweiten BUGA dringender Handlungsbedarf“, erklärt Nottebaum weiter. Nötig sind für den Ausbau der touristischen Infrastruktur der Dorf und Museumsanlage Investitionen in Höhe von 26,4 Millionen Euro, die zwischen 2017 und  2021 umgesetzt werden sollen und mit bis zu 90 Prozent gefördert werden könnten. Eine Vervierfachung der Besucherzahlen auf jährlich 80.000 Gäste ist durch ein breit gefächertes Angebot an kulturellen, naturkundlichen und erlebnisorientierten Angeboten erreichbar, so das Gutachten. Die vorhandene volkskundliche Ausstellung wird dazu ergänzt um kulturwissenschaftliche, naturwissenschaftliche sowie siedlungsgeschichtliche Themen. Auch die Außenbereiche und die Gärten des Museums sollen ausgebaut werden. Die Einbindung des Seeufers, der Insel Kaninchenwerder und der natürlichen Umgebung ermöglichen ein ausgesprochen interessantes Angebot für alle Generationen mit dem Schwerpunkt Familien, Kinder und Jugendliche. Basierend auf der Machbarkeitsstudie wird die Stadt Fördermittel beim Landesförderinstitut beantragen. Die ersten Investitionsmittel sind bereits im Haushalt 2016 enthalten. Zur Realisierung des Gesamtobjektes ist eine jährliche Teilsumme in den Haushaltsplanungen bis 2021 zu berücksichtigen. Ziel ist eine Verringerung des städtischen Zuschusses von derzeit 825.000 auf 500.000 Euro.

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