Archiv für 15. Oktober 2016

Erste Hofladenkonferenz in Klockenhagen

Mehr als 50 Hofladenbetreiber und Produzenten erwartet

Hofladen in MV

Hofladen in MV

Erfolgreiche Direktvermarktung ist das Thema der ersten Hofladenkonferenz am 17. Oktober im Landhotel „Zum Honigdieb“ in Klockenhagen auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, die vom Fachverband Landurlaub und dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam veranstaltet wird. Zu der eintägigen Konferenz werden mehr als 50 Hofladenbetreiber und Produzenten erwartet, die sich über Themen wie Sortimentsgestaltung, Hygienevorschriften, Kennzeichnungspflichten von Lebensmitteln und Konzessionen austauschen. Des Weiteren stehen die Themen Weiterbildungsmöglichkeiten für Hofladenbetreiber und aktuelle Werbekampagnen auf dem Programm. Inzwischen gehören regionale Produkte zum stimmigen Urlaubserlebnis. Immerhin: Jeder vierte Gast in Mecklenburg-Vorpommern genießt laut Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus regionale Produkte, deren Liste im Nordosten vom Stralsunder Marzipan über Räucherfisch aus Rambin auf der Insel Rügen bis hin zu Honig aus Klockenhagen reicht. Zudem konstatiert die Studie, dass das gastronomische Angebot im Nordosten immerhin für jeden zehnten Gast ein Grund für seine Reisezielwahl ist. Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern reagiert unter anderem mit der neuen Karte „Hofläden und Hofcafés“, die inzwischen in der fünften Auflage erschienen ist, auf diese Entwicklung. Darin sind mehr als 100 Anbieter von der Mosterei bis zur Imkerei verzeichnet. Die Faltkarte richtet sich an Urlauber und Einheimische, die Wert auf regionale Produkte legen, hinter die Kulissen von Landwirtschaftsbetrieben schauen oder einfach nur eine typische Spezialität aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen möchten. Die Karte „Hofläden und Hofcafés in Mecklenburg-Vorpommern“, die vom Fachverband Landurlaub herausgegeben wird, kann kostenlos beim Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern unter auf-nach-mv.de/prospekte bestellt werden. Zudem steht sie dort zum Herunterladen bereit oder kann online durchblättert werden. Weitere Informationen: www.auf-nach-mv.de/landurlaub

Advertisements

Branchentag der Unternehmerverbände in Mecklenburg-Vorpommern – Bau- und Immobilienwirtschaft im Fokus

Branche stärkt  wirtschaftliche Entwicklung im Land – ausgewogener Wohnungsmarkt ist unser Ziel

Wohnen, Foto: Joachim Kloock

Wohnen, Foto: Joachim Kloock

14.10.2016 – Die Bau- und Immobilienwirtschaft stand am Donnerstag in Wismar im Mittelpunkt des vierten Branchentages der regionalen Unternehmerverbände Mecklenburg-Vorpommerns. „Die Bau- und Immobilienbranche hat für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes eine große Bedeutung, das belegen die Zahlen eindrucksvoll: Der Anteil des Baugewerbes an der Bruttowertschöpfung in Mecklenburg-Vorpommern hat sich im vergangenen Jahr um zweieinhalb Prozent gesteigert und betrug rund 2,5 Milliarden Euro. Mehr als 15.000 Menschen arbeiten allein im Bauhauptgewerbe, im Baugewerbe insgesamt sind es mehr als 40.000. Gleichzeitig steht die Branche unter erheblichem Erneuerungsdruck. Das persönliche Wohnumfeld wird neben harten Fakten wie Verfügbarkeit, Preis und Größe auch durch persönlichen Geschmack und individuelle Lebensumstände ausgesucht. Das erfordert gerade beim Bau von Wohnungen ein Umdenken. Die regionalen Unternehmensverbände haben mit dem Branchentag das Spannungsfeld richtigerweise aufgegriffen, um neue Entwicklungen gemeinsam zu diskutieren“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph. Veranstalter waren der Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V., der Unternehmerverband Rostock-Mittleres Mecklenburg e.V. und der Unternehmerverband Vorpommern e.V.

Wirtschafts- und Bauministerium hat Rahmenbedingungen für eine angemessene und qualitativ hochwertige Wohnungsversorgung gesetzt

Die baugewerblichen Umsätze des Bauhauptgewerbes in Mecklenburg-Vorpommern 2015 betrugen rund 1,83 Milliarden Euro. Der Motor im Bauhauptgewerbe ist der Wohnungsbau, dessen Umsatz 2015 mit 716 Millionen Euro 39 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte. Seit 2011 wurden durchschnittlich über 4.500 neue Wohnungen jährlich fertiggestellt. Im Jahr 2015 gab es über 6.200 Genehmigungen für den Bau von Wohnungen im Land; das waren 31,6 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. „Wir gestalten die Rahmenbedingungen für eine angemessene und qualitativ hochwertige Wohnungsversorgung im Land. Dabei liegt unser Fokus auf den Veränderungen, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben. Barrierearmes und barrierefreies Wohnen rücken immer stärker in den Fokus, ebenso die Anpassung der bestehenden Wohnungsbestände durch Modernisierungen sowie die Angebotsverbesserung mit günstigem Wohnraum für benachteiligte Haushalte. Ein ausgewogener Wohnungsmarkt ist unser Ziel“, betonte Rudolph.

Informationen zur Wohnraumförderung in Mecklenburg-Vorpommern

Im Wohnraumförderprogramm Mecklenburg-Vorpommern 2016 stehen insgesamt mehr als 29 Millionen Euro für Sanierungen, barrierearmen Umbau und sozialen Wohnungsneubau zur Verfügung. Insgesamt können fünf Millionen Euro als Förderdarlehen und 24,5 Millionen Euro als Zuschüsse bereitgestellt werden, davon vier Millionen Euro für das Aufzugsprogramm. „Damit trägt das Wirtschaftsministerium dem demografischen Wandel Rechnung und ermöglicht durch die Bezuschussung, dass gerade ältere Menschen von den Erleichterungen des Fahrstuhleinbaus profitieren“, hob Rudolph hervor. Mit den 20,5 Millionen Euro zusätzlichen Kompensationsmittel des Bundes werden ein Wohnraumertüchtigungs- und erstmalig seit 14 Jahren ein Neubauprogramm möglich gemacht. Ziel im Sonderprogramm für den sozialen Wohnungsneubau ist es, in Ober-, Mittel- und Grundzentren, welche Wohnungsleerstände unter vier Prozent aufweisen, die Entwicklung angespannter Wohnungsmärkte zu vermeiden. Um belegungsgebundene Wohnungen mit tragbaren Wohnkosten für Haushalte zu schaffen, die sich auf dem Markt nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können, stehen 12,5 Millionen Euro bereit.

Landesweite „Allianz für das Wohnen mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern“

In der „Allianz für das Wohnen mit Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern“ führt das Wirtschafts- und Bauministerium regelmäßige Gesprächsforen mit den unterschiedlichen Akteuren der Allianz durch. Die Anregungen fließen in die Entwicklung der Förderprogramme ein, so beispielsweise beim Wohnraumertüchtigungsprogramm, mit dem leer stehende Miet- und Genossenschaftswohnungen für benachteiligte Haushalte bezuschusst werden. Damit ist schnelle Hilfe möglich. Auch das Programm Neubau Sozial ist in der Allianz intensiv diskutiert worden. „In der Allianz haben wir gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft bekräftigt, die aktuellen Herausforderungen bedarfsgerechten Wohnens in Mecklenburg-Vorpommern zukunftsfähig zu gestalten. Dafür haben wir die wichtigen Interessengruppen aus unserem Land an einem Tisch versammelt, um dem Thema Wohnen die politische Aufmerksamkeit zu geben, die es verdient“, sagte Rudolph.

Unterzeichner der Allianz sind neben dem Wirtschaftsministerium die Arbeitsgemeinschaft mecklenburgisch-vorpommerscher Wohnungsunternehmen e.V. (AMVW), der Bundesverband Freier Wohnungsunternehmen (BfW) – Landesverband Nord e.V., der Landesverband Haus und Grund Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Deutsche Mieterbund Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Bauverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sowie das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (LFI). Ziel der Allianz ist, die Themen Wohnraumförderung, demografische Anforderungen an die Wohnraumentwicklung, energieeffizientes Bauen und Wohnen sowie die enge Kooperation von Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik stärker miteinander zu verknüpfen.

Metallverarbeiter aus Rostock investiert in neueste Technik

Aufgrund eines modernen Verfahrens werden die Metallteile künftig einbaufertig an die Industrie geliefert

Modernste Schneideverfahren ermöglichen heute immer komplexere Zuschnitte und die Bearbeitung zusammenhängender Baugruppen. Foto: Friederike Hegner

Metallverarbeitung, Foto: Friederike Hegner

Die R&H Metallverarbeitung GmbH rüstet ihre Technik am Standort in Rostock weiter auf. „Durch die Investition in ein CNC-Bearbeitungszentrum können neben Zuschnitten aus Stahl zukünftig auch komplett hergestellte Einzelteile und Baugruppen einbaufertig an die Kunden geliefert werden. Die Ansprüche der Industrie an ihre Zulieferer werden immer vielfältiger. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es daher umso wichtiger, sich technisch ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Durch die Investition hat das Unternehmen ab dem nächsten Frühjahr alle gängigen Schneideverfahren sowie die Umformung im Leistungsportfolio. Darüber hinaus bietet es seinen Kunden auch die mechanische Bearbeitung noch größerer Bauteile an. Zusätzlich wurde bereits ein neuer Arbeitsplatz geschaffen und vier Jobs gesichert“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe. Das Betätigungsfeld der R&H Metallverarbeitung GmbH konzentriert sich momentan auf das Schneiden, Kanten, Bohren und Schweißen von Stahlteilen. Die in Auftrag gegebenen Teile werden anschließend beim Kunden weiterverarbeitet. Mit der Investition in ein modernes CNC-Bearbeitungszentrum wird es künftig möglich, das Leistungsspektrum zu erweitern und einbaufertige Baugruppen an die Abnehmer zu liefern. Mit der neuen Technik bekommt der Kunde nicht nur komplexe Zuschnitte bis zu 3 x 12 Meter, sondern kann auch komplett gefertigte Baugruppen mit mechanischer Bearbeitung erhalten. Die Investition schließt damit eine Lücke auf dem hiesigen Markt. Diese größeren Bauteile können eine Fläche von 1,2m x 4m und eine Höhe von 1,1m haben. Während die Kunden früher alle Puzzleteile selbst zusammenfügen mussten, werden die Komponenten in Zukunft einbaufertig übergeben“, so Glawe weiter. „Abnehmer aus der Region sind u.a. Firmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die sich über die kurzen Lieferwege freuen, zeitintensive Arbeitsschritte sparen und die Werkstücke schneller verbauen können.“

Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) mit 176.800 Euro. Die Investitionen belaufen sich insgesamt auf 680.000 Euro. Die 1993 gegründete R&H Metallverarbeitung GmbH ist als etablierter Spezialist der Metallverarbeitung in Mecklenburg-Vorpommern und ganz Norddeutschland aktiv. Am Standort in Rostock sind z.Z. fünf Mitarbeiter beschäftigt. Der Kundenstamm besteht aus rund 60 Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sowie des Kran- und Fahrzeugbaus. Außerdem zählen Firmen aus dem Baugewerbe zu den Abnehmern. www.rhmetall.de

„LaubFeuer“ im Dammereezer Park am 29. 10. 2016

Am Samstag, 29. Oktober, erstrahlt der Dammereezer Park beim traditionellen Laubfeuer bereits zum 13. Mal im Fackellicht

Parkführung mit Ranger, Foto: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe

Parkführung mit Ranger, Foto: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe

Wenn die Bäume ihr flammendes Blättergewand tragen, ist es wieder so weit: Mit Feuerspektakel und Musik heißt der Förderverein Dammereezer Park e.V. in Kooperation mit dem Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe und dem Förderverein Biosphäre Elbe M-V e.V. den Herbst willkommen. Bereits zum 13. Mal wird zum LaubFeuer im Englischen Landschaftspark Dammereez geladen. Unter den majestätischen Baumkronen tummeln am 29. Oktober von 14.00 bis 20.00 Uhr Altbekannte wie auch neue Akteure: Kunst, Kultur und Kulinarisches bieten die knapp 50 Stände des Regionalmarkts, auf dem zahlreiche Partner der beiden UNESCO-Biosphärenreservate Flusslandschaft Elbe und Schaalsee vertreten sind. Besonders für die jüngeren Besucher ist wieder einiges dabei: Ponyreiten, Töpfern, Drechseln, Schmieden sowie Vogelhäuser, Lampions und sogar Elfen und Kobolde können gebastelt werden. Wer noch aktiver werden möchte, der klettert auf den Kistenturm oder schwingt sich etwas höher hinauf zur ca. 50 Meter langen Baumseilbahn. Die Nachmittagsstunden untermalt das Duo Gerhardt & Walters mit traditioneller Tanzmusik aus Norddeutschland, eine Lesung und zwei Führungen durch den dendrologisch wertvollen Landschaftspark werden geboten und die Voltigiergruppe des RVV Boizetal präsentiert ihr artistisches Können kunstvoll zu Pferd. Um 17.15 Uhr wird dann traditionell das große Lagerfeuer angezündet und der Park beginnt im Licht zahlreicher Fackeln und Lampions zu erstrahlen. Der Hamburger Singer-Songwriter Benedikt Raab läutet musikalisch die malerische Abendstimmung ein, bevor es zum bunten Lampionumzug mit den selbstgebastelten Laternen geht. Den flammenden Höhepunkt und Abschluss vom „LaubFeuer“ gestalten dieses Jahr das Feuerkünstler-Duo „Das Seelenfeuer“ aus Berlin mit einer spektakulären Show, die dem ehemaligen Gutspark mit seinen mächtigen, vielen hundertjährigen Bäumen garantiert alle Ehre macht. Kommen Sie uns ab 14.00 Uhr am 29. Oktober besuchen und feiern Sie im Fackellicht mit uns den Herbst! Der Eintrittspreis in Höhe von 2,00 € kommt der Pflege des Landschaftsparks zugute. Kinder unter 12 Jahren sind frei. Der Dammereezer Park liegt ca. ein Kilometer südlich der B5 zwischen Boizenburg/Elbe und Vellahn (Anfahrt siehe auch www.dammereez.de).

Bildunterschrift: Mehrere hundertjährige Bäume, darunter über 400 Jahre alte Stiel-Eichen, Eschen und Linden gibt es auf der Parkführung mit Rangerin Renate Colell zu bestaunen. Foto: Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe