Hallenerweiterung der VIELA Export GmbH im Mukran Port eröffnet

Unternehmen realisiert Erweiterung und schafft neue Arbeitsplätze aus eigener Kraft – Wirtschaftsflächen an Kaikante als Alleinstellungsmerkmal ausbauen

Fährhafen Sassnitz und Wostevitzer Teiche 2015, Foto: Alma (Wikipedia)

Fährhafen Sassnitz und Wostevitzer Teiche 2015, Foto: Alma/Wikimedia

10.10.2016 – Im „Mukran Port“, dem Fährhafen Sassnitz-Mukran im Landkreis Vorpommern-Rügen, hat Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph die Betriebsstätten-Erweiterung der VIELA Export GmbH eröffnet. Das Unternehmen handelt mit landwirtschaftlichen Gütern und Produkten, insbesondere Getreide und Ölsaaten, und bietet Labor- und Analysedienstleistungen zur Qualitätsbestimmung der Güter an. „Die VIELA Export ist auf der Erfolgsspur. Wir haben die Errichtung und die Expansion des Unternehmens an den Standorten Sassnitz und Vierow als Anschub unterstützt. Die Erweiterung im Fährhafen stemmt das Unternehmen heute aus eigener Kraft, schafft zusätzlich sechs neue Arbeitsplätze und sichert insgesamt 40 Jobs an beiden Standorten. Eine gute Entwicklung und beispielgebend für andere Unternehmen“, betonte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph.

Unternehmen wandeln den Mukran Port zum Industriehafen und attraktiven Wirtschaftsstandort

Um die Umschlagsleistung der Güter zu erhöhen, hatte die VIELA Export GmbH die ehemaligen „EUROS“-Hallen erworben und umgebaut sowie eine bereits bestehende Halle von 1.750 Quadratmeter auf rund 3.400 Quadratmeter erweitert. Zusätzlich baut die VIELA Export GmbH derzeit gemeinsam mit der BayWa AG und der Fährhafen Sassnitz GmbH den Hafen zu einem Tiefseehafen für den internationalen Agrarhandel aus. Ziel ist, künftig sogenannte Panamax-Schiffe mit einer Beladung von bis zu 80.000 Tonnen komplett am Standort abzufertigen. „Der Hafen richtet sich neu aus, von einem speziell für den Eisenbahnbreitspurfährverkehr konzipierten und gebauten Hafen hin zu einem Industriehafen und Wirtschaftsstandort, in dem der Fährverkehr lediglich einen Teilbereich der wirtschaftlichen Aktivitäten darstellt. „Diese Entwicklung des Hafens begrüße ich sehr. Attraktive Wirtschaftsflächen an der Kaikante im Land werden knapp. Wir brauchen mehr, um Unternehmensansiedlungen und Unternehmenserweiterungen zukünftig nicht zu erschweren oder gar zu verhindern“, so Rudolph vor Ort.

Standortvorteile des Hafens überzeugen

Jüngste Ansiedlung ist die Deutsche BOGENN GmbH mit einem Werk, das Kunststoffrohre und Verbindungselemente unter anderem für die Bereiche Trinkwasser, Abwasser und Bewässerung landwirtschaftlicher Flächen produziert und vertreibt. Die Deutsche BOGENN GmbH ist ein Tochterunternehmen der Dizayn Group, die zur MIR Technology Holding Co. Ltd. gehört. Das Unternehmen investiert knapp 31 Millionen Euro in den Standort; es sollen 65 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Wirtschaftsministerium hat die Ansiedlung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von neun Millionen Euro unterstützt. In den vergangenen Jahren haben sich weitere Unternehmen im Hafen angesiedelt oder Projekte durchgeführt wie beispielsweise die Euro-Baltic Fischverarbeitungs GmbH, das Betonelementewerk Mobil Baustoffe, die Rotorblatt Prototypenfertigung EUROS, die EUPEC Pipeline Services und das Projekt Nord Stream.

Seit 1990 wurden in der Region Vorpommern 24.405 neue Arbeitsplätze geschaffen und 40.287 Jobs gesichert

Das Wirtschaftsministerium hat seit 1993 im Hafen Sassnitz-Mukran über die Infrastrukturförderung bei Gesamtinvestitionen in Höhe von knapp 141 Millionen Euro mit rund 109 Millionen Euro den Ausbau und die Erweiterung unterstützt. Insgesamt wurden seit 1990 in der Region Vorpommern (Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald) 3.028 Investitionsvorhaben mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 5,1 Milliarden Euro mit Zuschüssen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro unter anderem aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ und dem „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) unterstützt. Dadurch wurden 24.405 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und 40.287 Dauerarbeitsplätze gesichert.

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