Archiv für 22. September 2016

Herbstliche Hochgenüsse beim Usedomer Musikfestival

23. Auflage der Reihe feiert Musik Schwedens

Eric Ericssons Kammerkör, Foto: L. Di Nozzi

Eric Ericssons Kammerkör, Foto: L. Di Nozzi

Rund 30 Konzerte, Lesungen und Ausstellungen an 21. Veranstaltungsorten stehen während des 23. Usedomer Musikfestivals vom 24. September bis zum 14. Oktober 2016 auf dem Programm, das den Bogen von der Klassik, gewürzt mit Jazz, bis hin zur Folklore schlägt. Die Musik Schwedens, dessen Geschichte eng mit der des Eilandes verbunden ist, steht im Mittelpunkt der Darbietungen. International erfolgreiche Künstler spielen dafür in atmosphärischen und teilweise historischen Spielstätten wie Kirchen, Schlössern und Konzerthäusern, in denen bis zu 14.000 Besucher erwartet werden. Dazu Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Das Usedomer Musikfestival hat sich zu einer der wichtigsten Veranstaltungen in der Herbstsaison entwickelt. Usedom setzt auf Kultur, Qualität und den internationalen Austausch.“ Zwei Stars des Ostseeraums eröffnen am 24. September im Kraftwerk des Museums in Peenemünde das Usedomer Musikfestival: der Geiger Gidon Kremer aus Lettlands Hauptstadt Riga und der Dirigent Kristjan Järvi aus Estlands Hauptstadt Tallinn. Gespielt werden Werke unter anderem von Peter Tschaikowsky und Wilhelm Stenhammar. Weitere Höhepunkte sind ein Konzert mit der schwedischen Mezzo-Sopranistin Ann Hallenberg gemeinsam mit dem EnsembleIl pomo d’oro und Krimi-Autorin Donna Leon als Konzertpatin in Zinnowitz oder eine musikalische Lesung mit Schauspieler Johann von Bülow und dem Boulanger Trio in der Benzer Kirche. Mit von der Partie ist auch der Eric Ericson Kammerchor, der seit 70 Jahren zu den besten Chören Europas zählt. Gemeinsam mit dem Elbipolis Barockorchester Hamburg ist er unter der Leitung von Olof Boman am 1. Oktober im Maritim Hotel Kaiserhof zu erleben.

Zudem können sich Gäste auf die Peenemünder Konzerte freuen, die ein Zeichen für Frieden und grenzübergreifende Zusammenarbeit setzen möchten. Mit dem Baltic Sea Philharmonic eröffnet ein Ensemble, das mit Musik Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Biografien in einer ehemals durch Krieg und Politik geteilten Region zusammenbringen und eine gemeinsame soziale und kulturelle Bewegung für die Ostseeregion initiieren will. Gemeinsam mit dem Kremerata Baltica und dem Geiger Gidon Kremer spielen sie Werke von Stenhammar, Weinberg, Pärt und Tschaikowsky. Wer sich tiefer mit der schwedischen Vergangenheit Vorpommerns auseinandersetzen möchte, hat dazu am 26. September bei einer geführten Tour im Rahmen des Usedomer Musikfestivals die Gelegenheit. Unter dem Titel Auf den Spuren der Schweden in Vorpommern  führt Ivo Asmus von der Universität in Greifswald über die Insel. Stationen auf der Bustour sind unter anderem Pudagla, Mellenthin, Relzow, Anklam und Griebenow. Seit mehr als zwanzig Jahren präsentiert das Festival Gewinner der Wettbewerbe der New Yorker Stiftung Young Concert Artists. In diesem Jahr spielt der israelische Pianist Tomer Gewirtzman mit Liszts h-Moll-Sonate und Schumanns C-Dur-Fantasie zwei Ausnahmewerke der Klavierliteratur im Hotel Esplanade im Seebad Heringsdorf. Zudem lobt die Achterkerke-Stiftung für Kinder gemeinsam mit der Stiftung der Sparkasse Vorpommern für Wissenschaft, Kultur, Sport und Gesellschaft den Achterkerke-Musikpreis aus. Er ist auf 5.000 Euro dotiert und richtet sich an Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Zum Abschluss des Usedomer Musikfestivals mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Thomas Hengelbrock gibt es Mozart, Strauss und Szymanowski mit einem Solisten, der das Inselpublikum schon 2014 zu Begeisterungsstürmen hingerissen hat: Jan Lisiecki. Das gesamte Programm ist unter www.usedomer-musikfestival.denachzulesen. Inselinformationen gibt es unter http://www.usedom.de.

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Bilanz der DRK Wasserwacht Rostock zur Badesaison 2016

22.9.2016 – Die Bojen wurden eingeholt und die Wachtürme befinden sich auf dem Weg ins Winterquartier. Damit ist die Saison der DRK Wasserwacht Rostock beendet. Von Mai bis September überwachten 174 Rettungsschwimmer den Badebetrieb auf 12 Türmen in Rostock-Warnemünde und -Markgrafenheide. Am 14. Oktober startet nun ein neuer Ausbildungskurs für interessierten Nachwuchs.

Rettungsschwimmer Lars Hennig und Dr. Gladys Liehr beziehen Posten auf dem Wasserwacht-Turm 3 in Warnemünde, Foto: Joachim Kloock

Rettungsschwimmer Lars Hennig und Dr. Gladys Liehr, Foto: Joachim Kloock

Unterstützung erhielten die 63 Rostocker von Kollegen aus ganz Deutschland. Insgesamt waren die Rettungsschwimmer 22.200 Stunden ehrenamtlich im Einsatz, in denen sie 210 Mal Erste Hilfe leisteten. Sieben Mal retteten sie Menschen aus dem Wasser. Bei 28 Einsätzen musste der Rettungsdienst dazu gerufen werden. „In vier Fällen hat das Team Menschen reanimiert“, ergänzt Wasserwachtleiter Lars Hennig. In den meisten Fällen habe es sich bei den Erste Hilfe-Leistungen jedoch glücklicherweise um kleinere Wunden gehandelt, die schnell am Turm oder an Ort und Stelle versorgt werden konnten. Auch 2016 zählten gesundheitliche Beschwerden des Herz-Kreislauf-Systems, aber auch Leichtsinn, Überschätzung sowie die mangelnde Kenntnis der Baderegeln zu den Hauptursachen von Badeunfällen. „Zum Glück gab es in diesem Sommer weniger gefährliche Großwetterlagen“, resümiert Wasserwacht-Koordinator Manuel Brumme. „Aufklärungsarbeit stand aber auch in diesem Jahr wieder ganz oben auf dem Programm. Die großflächig am Turm angebrachten Informationstafeln zur Flaggenkunde kamen gut an und waren hier eine wertvolle Unterstützung.“ Neben der Besetzung der Türme sicherten die Rettungsschwimmer der Rostocker DRK-Wasserwacht auch einige Großereignisse, darunter die Warnemünder Woche und die Hanse Sail ab. „Auch in dieser Saison konnten wir stets auf den Einsatz der Rettungsschwimmer der DRK Wasserwacht zählen“, betont Matthias Fromm, Tourismusdirektor von Rostock und Warnemünde. „Die DRK Wasserwacht ist für uns jedoch nicht nur ein verlässlicher Partner in der Absicherung des Badebetriebes und der wasserseitigen Überwachung von Events sondern agiert auch als wichtiger Kooperationspartner bei der Sensibilisierung von Urlaubern und Strandgästen. So wurde als wichtiger Bestandteil unserer Zusammenarbeit die Veranstaltungsreihe ,Rette sich wer’s kann‘ zur Aufklärung über die Baderegeln fortgesetzt und das gemeinsame Engagement für den Umwelt- und Küstenschutz weiter verstärkt“, so Matthias Fromm. Obwohl die Wachtürme seit dem 18. September geschlossen sind, laufen die Planungen für die kommende Saison. Am 14. Oktober, um 20.00 Uhr, startet die DRK Wasserwacht in der Neptunschwimmhallte die neue Ausbildungssaison. Treffpunkt ist 19.30 Uhr. Anmeldungen bitte telefonisch unter 0381 / 24 27 9-83 oder per Mail an info@wasserwacht-rostock.de.

Schweriner Klinikclowns erfreuen seit zehn Jahren Kinder und Senioren

Bei Clownsvisiten bleibt ein Lächeln selten allein

Erfreuen Kinder und Senioren mit ihren „Clownsvisiten“: Ines Vowinkel, Katharina Glüer und Kerstin Daum. Foto: Presse Schwerin

Klinikclowns Ines Vowinkel, Katharina Glüer und Kerstin Daum. Foto: Presse Schwerin

Lachen schenken, wenn man eigentlich traurig ist. Aufmunterung geben, wenn man sich einsam fühlt. Freude bereiten. Mut machen. Der Krankheit eine Nase drehen. Das ist das Anliegen der Schweriner Klinikclowns „Die Nasen“. Schon seit zehn Jahren gehen sie in der Kinderstation der Schweriner Helios-Kliniken auf Clownsvisite. Auch in Seniorenheimen halten Kerstin Daum und Ines Vowinkel ihre Humor-Sprechstunden ab. In die Schweriner Kinderklinik kommen sie immer dienstags. „Wir sind keine Clowns im herkömmlichen Sinne. Wir haben kein fertiges Programm, sondern improvisieren, wenn wir von Zimmer zu Zimmer ziehen. Unsere Stärke ist es, mit Emotionen zu spielen, sie aufzunehmen und umzuwandeln. In Freude, in Ablenkung, in Streicheleinheiten für die Seele“, berichtet Ines Vowinkel. Sie ist im Hauptberuf Musikpädagogin und hat an der Clownsschule in Hannover ihre humoristische Zusatzqualifikation erworben. „Klinikclowns gehen immer zu zweit auf Visite, da können wir uns die Bälle besser zuspielen“, erzählt Kerstin Daum. Die frühere Kindergartenerzieherin ist heute ausschließlich als Clown unterwegs. Auch die Visite im Stadthaus absolvieren die beiden Klinikclowns zu zweit. Ohne Kostüm und Gitarre. Die roten Nasen haben sie aber dabei. Sie überbringen eine Einladung zum 10. Geburtstag der Schweriner Klinikclowns. Der wird am11. Oktober im Foyer der Helios-Kliniken gefeiert. An einem Dienstagnachmittag nach der Clownsvisite. Wissenschaftlich ist inzwischen belegt, dass Klinikclowns kranke Kinder glücklicher machen. Im  Sommer 2015 hat es dazu eine erste Pilotstudie von Greifswalder und Berliner Wissenschaftlern in der Kinderchirurgie des Greifswalder Universitätsklinikums gegeben. „Wir haben mit der Studie zeigen können, dass sowohl auf der körperlichen wie auch auf der seelischen Ebene positive Effekte nachweisbar sind“, meinte dazu der Arzt und Kabarettist Eckart von Hirschhausen. Die von ihm  gegründete Stiftung „Humor hilft heilen“ fördert derzeit bundesweit 50 Clowns-Vereine.  Denn leider gibt es den heilenden Humor nicht auf Rezept. Die Schweriner Klinikclowns werben daher auch selbst Spenden für die Clownsvisiten ein. Und sie erhalten nicht nur von den Kindern, sondern auch von den Eltern viel Zuspruch: „Hallo ihr lieben Nasen, vielen Dank für die tolle Aufmunterung während des Aufenthaltes meiner Tochter. Sie hatte den Mut schon verloren, doch eure Besuche an den Dienstagnachmittagen waren super“ bedankte sich zum Beispiel Familie Oeser/Krause bei ihnen. Wer ihre Arbeit unterstützen möchte, der kann dies über den Verein der Freunde und Förderer der Mecklenburgischen Schule für Körperbehinderte e.V. unter dem Stichwort „Clownsvisiten“ tun. Mehr Infos zu den Schweriner Klinikclowns unter http://www.klinikclowns-schwerin.de.