Archiv für 21. September 2016

Pfundiger Pflichttermin für Isabela Frieda, Elvida, Estrella und Espanola im Zoo Rostock

WIRO-Chef packt mit an – das Quartett wiegt zusammen 242,2 kg

20.9.2016 – Schwerstarbeit, aber Ehrensache! Beim öffentlichen Wiege-Termin der vier Galapagos-Riesenschildkröten im Zoo Rostock packte der Vorsitzende der Geschäftsführung der WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH, Ralf Zimlich, heute tatkräftig mit an. Gemeinsam mit den Tierpflegern wurde eine nach der anderen behutsam auf die Waage gehoben. Ein Pflichttermin für die vier genügsamen „Empfangsdamen“ Isabela Frieda, Elvida, Estrella und Espanola im DARWINEUM, um ihr Gewicht und ihren gesundheitlichen Zustand zu checken. Zusammen bringen die vier Riesenschildkröten 242,2 kg auf die Waage. Im Mai 2014 waren es 221,6 kg. „Wir werden auch künftig den Rostocker Zoo unterstützen“, kündigte WIRO-Chef Ralf Zimlich an. „Der Rostocker Zoo ist nicht nur die größte Freizeiteinrichtung im Land, sondern hier kann auch Natur- und Artenschutz authentisch und hautnah erlebt werden. Auch die vielfältigen Aktivitäten des Zoos in der Jugend- und Bildungsarbeit sind lobens- und unterstützenswert. Uns liegt sehr viel daran, unseren Beitrag zur Weiterentwicklung des Zoos zu leisten“, so Zimlich. Die WIRO unterstützt den Rostocker Zoo als Premiumpartner in der langjährigen Kooperationsgemeinschaft „Natur- und Artenschutz“. Neben den Schildkröten gehört auch Orang-Utan-Nesthäkchen Surya zu den Patentieren der Wohnungsgesellschaft. Zoodirektor Udo Nagel begrüßte die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der WIRO. „Langfristige Patenschaften wie mit der WIRO helfen uns enorm, viele zusätzliche und nachhaltige Projekte im Zoo umzusetzen und uns gemeinsam für bedrohte Tierarten einzusetzen. Sowohl die Galapagos-Riesenschildkröten als auch die Orang-Utans sind akut vom Aussterben bedroht“, machte Nagel deutlich. „Wir stehen hier alle in der Verantwortung, auf die Probleme aufmerksam zu machen und uns für die Arterhaltung stark zu machen.“

Eine Chefin gibt es nicht, nur eine kleine Diva

Sie gehören von Anfang zum DARWINEUM, die vier Schweizer Riesenschildkröten aus dem Zoo Zürich. Sie sind jeden Tag als Empfangskomitee im lebendigen Evolutionsmuseum im Einsatz, absolut zuverlässig, wenn auch nicht sehr bewegungsfreudig. Aber das liegt ja in der Natur der Schwergewichte, die allerdings recht flink Tempo aufnehmen, wenn die Tierpfleger mit Salat und weiteren Leckereien im Anmarsch sind. „Eine Chefin gibt es nicht“, sagte Tierpflegerin Jana Wohlfahrt, „da die Tiere keine Sozialstruktur untereinander ausbilden. Die drei jüngeren jeweils 12 Jahre alten Schildkröten Elvida, Estrella und Espanola sind etwas aktiver als die 21-jährige Isabela. Elvida ist allerdings manchmal schon eine kleine Diva und legt besonders viel Wert auf Streicheleinheiten der Tierpfleger. Alle vier sind sehr zahm und lassen sich besonders gern am Hals kraulen.“ Beim Essen gibt es übrigens keine besonderen Vorlieben. Es wird mit großer Begeisterung genommen, was ins Gehege kommt. Das sind vor allem Gras, Heu und Laub. Vielleicht werden Schildkröten ja so alt, weil sie sich so gesund und rein vegan ernähren? Harriet, die berühmteste Schildkröte der Welt, lebte bis 2006 in einem australischen Zoo. Charles Darwin brachte sie 1835 als fünfjähriges Tier von den Galapagosinseln mit. Sie starb also mit 176 Jahren. Das Zuchtbuch für die Galapagos-Riesenschildkröten wird durch den Zoo Zürich geführt, der auch als einziger Tierpark auf die Zucht spezialisiert ist. Das Zuchtprogramm überwacht den Bestand von aktuell 65 Tieren in 17 Einrichtungen in Europa. Der Bestand der noch lebenden Unterarten wird auf 12.000 bis 15.000 Tiere geschätzt. Der Erhalt der Galapagos-Riesenschildkröten ist Teil des Washingtoner Artenschutzabkommens. Zusammen bringen die vier Riesenschildkröten 242,2 kg auf die Waage. Im Mai 2014 waren es 221,6 kg.

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Faltschachtelwerk der Schur Pack Germany in Gallin eröffnet

Ansiedlung stärkt das Verarbeitende Gewerbe in Mecklenburg-Vorpommern – 130 Arbeitsplätze entstehen

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TL2 Product Handling, Foto: http://www.schur.com

21.9.2016 – In Gallin (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hat am Mittwoch Wirtschaftsminister Glawe das neu errichtete Faltschachtelwerk der Schur Pack Germany GmbH eröffnet. Das Unternehmen hat sich auf die Produktion und den Vertrieb von Faltschachteln aus Papier, Karton und Kunststoffen spezialisiert. „Mit der Ansiedlung entstehen 130 neue Arbeitsplätze im Bereich des Verarbeitenden Gewerbes. Das stärkt die Wirtschaft im Land insgesamt, denn aufgrund seiner enormen Wertschöpfung gehört das Verarbeitende Gewerbe zu einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche und Konjunkturmotoren im Land“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Neuansiedlung stärkt Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Das Unternehmen Schur Pack Germany GmbH hat sich neu im Gewerbegebiet „Businesspark A24“ angesiedelt und dort auf einer Fläche von 28.000 Quadratmetern eine Betriebsstätte errichtet. Neben den Gebäuden wurde unter anderem in Bogen-Offset-Druckmaschinen, Stanzautomaten und Faltschachtel-Klebemaschinen investiert. Die Verpackungen werden auch für Betriebe der Lebensmittelbranche in Mecklenburg-Vorpommern hergestellt. „Von der neuen Produktion der Schur Pack Germany profitieren auch die Unternehmen der Ernährungswirtschaft im Land. Mit der Herstellung von Verpackungen vor Ort wird die Wertschöpfungskette in Mecklenburg-Vorpommern verlängert“, sagte Glawe.

Daten zur Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

Die Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern erwirtschaftete im Jahr 2015 einen Jahresumsatz in Höhe von rund 4,4 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2016 wurde ein Umsatz in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro verzeichnet. Der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des Verarbeitenden Gewerbes betrug im ersten Halbjahr 2016 mehr als ein Drittel. Dabei waren in den 87 Betrieben des Landes mit mehr als 50 Beschäftigten im ersten Halbjahr 2016 im Durchschnitt über 14.400 Personen tätig. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Backwarenindustrie, die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung, die Fischverarbeitung und die Getränkeherstellung. In der Region Ludwigslust-Parchim haben sich unter anderem die Dr. Oetker Tiefkühlprodukte GmbH in Wittenburg, die SWEET TEC GmbH in Boizenburg/Elbe, die Block Menü GmbH (Restaurantzulieferer) in Zarrentin und das Unternehmen SternMaid GmbH (Herstellung von pulvrigen Lebensmittelzusatzstoffen und Nahrungsergänzungsmitteln) in Wittenburg angesiedelt. „Unsere Ernährungsindustrie im Land ist gekennzeichnet durch leistungsfähige Unternehmen mit hochwertigem und vielfältigem Produktsortiment“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestition der Schur Pack Germany GmbH am Standort Gallin beträgt knapp 69 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium hat das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 16,3 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt wurden seit 2011 im Landkreis Ludwigslust-Parchim 193 Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) gefördert. Bei Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 553,1 Millionen Euro wurden Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium in Höhe von insgesamt rund 116,9 Millionen Euro bewilligt. Durch die Investitionsvorhaben konnten 1.704 neue Arbeitsplätze geschaffen und 9.567 Arbeitsplätze gesichert werden.

Informationen zum Unternehmen

Die Schur Pack Germany GmbH gehört zum familiengeführten Schur Konzern. Der dänische Konzern besteht aus zwölf internationalen Unternehmen, die Verpackungen, Verpackungsmaschinen und Verpackungslösungen anbieten. Schur beschäftigt nach eigenen Angaben rund 800 Angestellte in Betrieben in Dänemark, Schweden, Deutschland, Frankreich und den USA.

Touristische Neuigkeiten aus Mecklenburg-Vorpommern im September 2016

Schlosspark Ludwigslust mit Europäischem Gartenpreis ausgezeichnet

Schloss Ludwigslust mit Park, Foto: Peter Frischmuth

Schloss Ludwigslust, Foto: Peter Frischmuth

Der Schlosspark Ludwigslust, mit 127 Hektar der größte Park in Mecklenburg-Vorpommern, ist mit dem Europäischen Gartenpreis ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Beste Weiterentwicklung eines historischen Parks oder Gartens“ erreichte er den zweiten Platz. Prämiert wurden die denkmalgerechte Parkpflege sowie die Umsetzung beispielhafter Restaurationsmaßnahmen. So wurden seit 1997 Bauwerke und Gebäude denkmalgerecht rekonstruiert und saniert, wie etwa die Mausoleen der Herzogin Luise und der Erbprinzessin Helena Pawlowna, die barocken Wasserspiele oder die 70 Meter lange „Große Kaskade“, die den Park in einer Querachse durchzieht. Zudem wurde im Schlosspark wieder ein Blumengarten nach Vorbild des herzoglichen Gartens von 1850 angelegt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat als Eigentümer in den vergangenen 20 Jahren 5,6 Millionen Euro in die Restauration und Sanierung investiert. Weitere Informationen: www.mv-schloesser.de

Erster barrierefreier Angelplatz in Mecklenburg-Vorpommern

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Angelplatz, Foto: TMV

Am Flussufer der Recknitz zwischen Marlow und Semlowkönnen ab sofort auch Petrijünger mit Handicap barrierefrei Fische fangen. Angler mit Rollator oder im Rollstuhl gelangen auf einem befestigten Weg bis an die Wasserkante. Im Zuge der Bauarbeiten wurde das Ufer gesichert und eine Plattform aus Naturwasserbausteinen errichtet. Diese ist in der Mitte leicht abgesenkt, sodass es Anglern leichter fällt, ihre Ruten auch im Sitzen auszuwerfen. Um den Fang ungehindert einholen zu können, führt eine Fischrutsche zur Plattform hinauf. Die barrierefreie Angelstelle ist die erste dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern. Sie kann von allen Angelfreunden genutzt werden, jedoch haben diejenigen mit körperlichen Behinderungen stets Vorrang. Initiiert wurde das Bauvorhaben vom Landesanglerverband Mecklenburg-Vorpommern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 40.000 Euro. Weitere Informationen: www.lav-mv.de

Ausstellung über den Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné

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Ölgemälde von Lenné um 1850

Mit der Wanderausstellung „Das Wirken Peter Joseph Lennés in Mecklenburg-Vorpommern“ wird vom 23. September bis zum 5. Oktober in der Rathaushalle von Rostock das Lebenswerk des Gartenkünstlers (1789-1866) geehrt. Mehr als 30 Schautafeln, zwei Modelle sowie ein umfangreicher Katalog zeigen sein landschaftsprägendes Schaffen in Mecklenburg-Vorpommern.

Lenné zählt zu den bedeutendsten Gartenkünstlern des 19. Jahrhunderts und hat unter anderem die großherzoglichen Gärten in Schwerin, Neustrelitz und Ludwigslust gestaltet. Die Ausstellung wurde anlässlich des 150. Todesjahres des Gartenkünstlers vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten in Mecklenburg-Vorpommern in Zusammenarbeit mit der Hochschule Neubrandenburg konzipiert. Sie ist montags bis freitags jeweils von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sehen. Weitere Informationen: www.rostock.de