Archiv für 14. September 2016

Oskar und Silas heißen die jungen Seehunde im Zoo Rostock

OSPA und Flossenschwimmerin Carolin Haase tauften die beiden jungen Seehunde

Sie ist zwar Flossenschwimmweltmeisterin und Weltrekordlerin von 2015, aber im Meer hätte sie absolut keine Chance gegen die megaflinken Seehunde, die es auf 37 Kilometer pro Stunde bringen. Erfolgreiche Monoflossenschwimmer wie Carolin Haase vom Tauchsportclub TSC Rostock 1957 e.V. kommen auf maximal 13 Kilometer pro Stunde Spitzengeschwindigkeit. Die Rostocker Leistungssportlerin, die von der Sportstiftung der OstseeSparkasse Rostock (OSPA) gefördert wird, hat heute gemeinsam mit OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt und Zoodirektor Udo Nagel die beiden im Sommer geborenen Robbenbabys getauft. Am 11. Juli und 7. August kamen zwei männliche Jungtiere zur Welt, die ab sofort auf die Namen Oskar und Silas hören. In einer öffentlichen Abstimmung hatten sich die Vorschläge von Lisa Plöger aus Schwerin und Ute Glaß aus Graal-Müritz durchgesetzt, die nun bei der Taufe dabei waren und mit ihren Familien zum großen Zoofest am 18. September eingeladen sind. „An Eleganz und Schnelligkeit im nassen Element haben Robben und Flossenschwimmer viel gemeinsam“, sagte Karsten Pannwitt von der OstseeSparkasse Rostock. „Das hat uns auf die Idee gebracht, dass die erfolgreiche Rostocker Flossenschwimmerin die perfekte Taufpatin für die beiden jungen Wilden wäre.“ Der legendäre Seehund Flossi ist bereits seit 1994 als Patentier und offizielles Maskottchen der OstseeSparkasse im Einsatz. „Das zeigt auch, wie lange wir schon eng mit dem Rostocker Zoo zusammenarbeiten“, betonte Pannwitt. Zoodirektor Udo Nagel bestätigte, dass die OSPA zu den längsten und wichtigsten Förderern des Zoos zählt und diesen in vielfältiger Form unterstützt, so unter anderem als Premiumpartner der Gemeinschaft „Natur- und Artenschutz“, aber auch bei der Klassik-Nacht oder Tierpatenschaften. „Die OstseeSparkasse hat einen großen Anteil daran, dass wir viele zusätzliche Projekte realisieren konnten, so auch im 2012 eröffneten DARWINEUM“, so Nagel.

Tierpfleger können Oskar und Silas gut unterscheiden Zwei Jungtiere kurz hintereinander geboren, sind die Seehundbabys überhaupt auseinanderzuhalten? „Kein Problem“, meinte Kuratorin Antje Zimmermann. Lillys Baby Oskar hat ein dunkles Fell wie seine Mutter, während Susis Kleiner silbern schimmert wie sie selbst. Beide sind sehr aufgeweckt und neugierig“, so Antje Zimmermann. Bei der Geburt haben die beiden jeweils ungefähr 10 kg gewogen. Jetzt wiegt das jüngere der beiden Tiere, Silas, ca. 30 kg, das ältere nur noch ca. 20 kg. Das ältere der beiden Jungtiere ist leichter, da es inzwischen schon wieder etwas abgenommen hat. Der Grund dafür: Es wird nicht mehr von seiner Mutter gesäugt. Seehunde werden nur etwa sechs Wochen mit der sehr fetthaltigen Muttermilch ernährt. Danach müssen sie lernen, Fisch zu fangen und zu fressen. „In dieser Übergangsphase zehren sie von ihren Reserven und nehmen unter Umständen auch etwas ab“, erläuterte die Kuratorin. „Die Baby-Phase ist bei Seehunden sehr kurz.“ Inzwischen hat sich Oskar schon an seine tägliche Fischportion gewöhnt und Silas wird ihm schon bald nacheifern. Die gesamte Gruppe verspeist am Tag etwa neun bis zwölf Kilogramm Fische, bevorzugt Hering, Lodde und Sprotte. Seehunde leben vor allem an den Küsten der arktischen und subarktischen Regionen, aber auch an den deutschen und dänischen Küsten der Nordsee und westlichen Ostsee.

40 Jahre Seehunde im Zoo Rostock

Seit 1976 „Flossi“, ein Wildfang aus der Ostsee, in den Rostocker Zoo kam, können die Zoobesucher die kleinste Robbenart im größten Tierpark an der Ostseeküste hautnah erleben. Flossi, das Aushängeschild der OstseeSparkasse, lebte bis 2002 im Zoo Rostock. Sein Nachfolger ist Seehundchef und siebenfacher Vater Gizmo. Für die beiden „Schulkinder“ Oskar und Silas, aber auch für die anderen Tiere der Gruppe, steht ein tägliches Training auf dem Programm. Es ist dabei von Vorteil, dass die jungen Robben, die noch viel lernen müssen, sich nun an ihren Namen gewöhnen können. Die beliebten Trainingseinheiten finden jeweils nach der Schaufütterung um 11 und 14 Uhr statt und können von den Zoobesuchern beobachtet werden.

Fotos: Flossenschwimmerin Carolin Haase brachte ihre Flosse als Glückbringer mit, hier mit Zoodirektor Udo Nagel (li.) und OSPA-Vorstandsmitglied Karsten Pannwitt. Bei der Taufe mussten die Tierpfleger Tina Kwapil und Lars Purbs mit anpacken, da die Kleinen schon recht flink sind. Aber gemeinsam hat alles gut geklappt und zum Schluss gab es sogar ein Küsschen für die Taufpatin.

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Beim Breitbandausbau in M-V ein gutes Stück vorangekommen

Perfekte Zusammenarbeit mit dem Computer gif13.9.2016 – Nachdem der Bund im zweiten Call des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau im ländlichen Raum 53 weitere Anträge aus Mecklenburg-Vorpommern bewilligt hat, werden derzeit im Infrastrukturministerium die Förderbescheide zur Kofinanzierung des Bundesprogramms erstellt, damit die Kreise zügig die Projekte ausschreiben und damit zur Umsetzung bringen können. Infrastrukturminister Christian Pegel: „Mit den Förderzusagen aus dem ersten und dem zweiten Call des Bundes sowie der Kofinanzierung durch das Land sind zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro an Investitionen in eine neue zukunftsfeste Breitbandinfrastruktur in den kommenden Jahren gesichert.“

Von den 98 gebildeten Projektgebieten, mit denen das gesamte Land Mecklenburg-Vorpommern flächendeckend für den Breitbandausbau überplant worden war, erhielten in den beiden Förderrunden insgesamt 77 Projektgebiete den Zuschlag vom Bund. „Durch den Ausbau der Breitband-Infrastruktur in den 77 Projektgebieten wird die Versorgung mit schnellem Internet ab 50 Mbit pro Sekunde von knapp über 50 Prozent auf 79 Prozent erhöht. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern verbessern wir uns damit vom 13. auf den vierten Platz“, so Infrastrukturminister Christian Pegel. Hoch erfreut zeigte sich der Minister angesichts der erneut großen Zahl an Förderzusagen durch den Bund. „Hier zeigt sich abermals, dass das konsequente gemeinsame Arbeiten der Verantwortlichen in den Gemeinden, Landkreisen, dem Breitbandkompetenzzentrum, dem Energieministerium und der Landesregierung der richtige Weg war. Auf diese Weise konnte in beiden Förderdurchläufen – oder neudeutsch: Calls – jeweils knapp die Hälfte der Bundesmittel nach Mecklenburg-Vorpommern geholt werden“, so Christian Pegel. Ganz besonders profitieren werden von den Mitteln die ländlichen Regionen. Der Infrastrukturminister: „Aktuell verfügen dort knapp 15 Prozent der Haushalte über schnelles Internet. Durch den Ausbau der Infrastruktur allein in den bereits sicher finanzierten 77 Projektgebieten werden es 82 Prozent sein.“ Zielstellung sei weiterhin, dem Ziel der Bundesregierung, mindestens 50 Megabit pro Sekunde an jeder Hauswand und in jedem Unternehmen bis Ende 2018, möglichst nahe zu kommen. Deshalb wolle das Land gemeinsam mit den Landkreisen das Mögliche tun, um in allen Bereichen, in denen Fördermittel fließen dürfen, auch weiterhin erfolgreiche Anträge zu stellen.

Zuckerrübenkampagne in M-V eröffnet – Bauern erwarten sehr gute Erträge

In der Hansestadt Anklam eröffnete Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute die Zuckerrübenkampagne 2016/17

Zuckerrübe, Foto gemeinfrei

Zuckerrübe

13.9.2016 – „In diesem Jahr erwarten die 385 Zuckerrübenanbauer im Land einen sehr guten Ertrag von 730 dt/ha“, prognostizierte der Minister. In 2016 wurden hierzulande Zuckerrüben auf einer Fläche von 19.300 ha angebaut. Es könne demnach mit Anlieferungen von rund 1,4 Mio. t Zuckerrüben gerechnet werden. Das sind ca. 100.000 t mehr als im Vorjahr. Für die Landwirtschaft und die Region Anklam ist die Rübenverarbeitung von enormer Bedeutung. „Seit über 130 Jahren sichert sie Arbeitsplätze, landwirtschaftliches Einkommen und gesunde Fruchtfolgen“, betonte Minister Backhaus. Derzeit sind 207 Mitarbeiter, davon 18 Auszubildende, in der Zuckerfabrik Anklam beschäftigt. Auch leistet die Zuckerrübe, so Backhaus, einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und damit zum Schutz von Boden und Wasser. Als Tiefwurzler erschließt sie Stickstoffmengen aus tieferen Bodenschichten und sorgt für ausgeglichene Stickstoff-Salden. Die Eröffnung der Zuckerrübenkampagne nahm der Minister auch zum Anlass, um an den Bioethanol-Unfall und das Fischsterben in der Peene vor einem Jahr zu erinnern: „Die Natur, insbesondere der Naturpark Flusslandschaft Peenetal, hat einen großen Schaden erlitten. Ich hätte mir gewünscht, dass wir ein Jahr nach dem Vorfall Klarheit über konkrete Ursachen und Auswirkungen haben. Ich freue mich, dass die Zuckerfabrik Anklam dennoch vielfältige Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt hat, um solche Ereignisse künftig zu verhindern.“ Der EU-Binnenmarktpreis für Zucker, der über die Zuckermarktordnung reguliert wird, liegt mit derzeit durchschnittlich 436 €/t Weißzucker unter dem Weltmarktpreis von rund 480 €/t. Letzterer war in der Vergangenheit enormen Schwankungen (100 bis 600 €/t Weißzucker) ausgesetzt. Rund zwei Drittel des weltweit erzeugten Zuckers werden direkt in den Erzeugerländern verbraucht. Nur ein Drittel des Zuckers wird auf dem Weltmarkt gehandelt. Mit Auslaufen der Zuckermarktordnung muss sich die europäische Zuckerwirtschaft ab Oktober 2017 den Anforderungen des Weltmarktes stellen.

Beihilfen für eine Mengenreduzierung bei Milch jetzt beantragen

Kühe, Foto: Joachim Kloock

Kühe, Foto: Joachim Kloock

13.9.2016 – Landwirte können ab sofort Anträge auf Entschädigungszahlungen für eine Mengenreduzierung bei der Milchproduktion stellen. „In den vergangenen Wochen wurde die Umsetzung des zweiten EU-Hilfepakets mit Hochdruck vorbereitet. Ich freue mich, dass das Programm nun anläuft“, kommentierte Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Der Beihilfe-Antrag ist formgebunden und wird für jeden Milcherzeuger in der HIT/ZID-Datenbank erstellt. Antragsteller melden sich dazu mit Ihrer InVeKos-Nr. und individuellem PIN in der Datenbank an. Unter dem Menüpunkt „Milchverringerungsbeihilfenverordnung 2016“ kann der Antrag digital ausgefüllt werden. Auch finden sich hier wichtige Erläuterungen zum Verfahren. Nach vollständigem Ausfüllen ist der Antrag zu speichern, auszudrucken und zu unterschreiben. Das Dokument stellt mit den Milchgeldabrechnungen der Monate Oktober bis Dezember 2015 und Juli 2016, oder alternativ den Molkereibescheinigungen über die vollständigen Milchlieferungen in diesen Monaten, den einzureichenden Beihilfe-Antrag dar. Der Antrag ist bis zum 21.09.2016, 12 Uhr, vollständig im örtlich zuständigen StALU einzureichen. Ein Nachbearbeiten des Antrages oder der Antragsunterlagen ist danach nicht mehr möglich. !! Ein Merkblatt zur Milchverringerungsbeihilfe und zum Antragsverfahren kann auf der Homepage des Agrarministeriums heruntergeladen werden.

Hintergrund

Die EU hat mit Beschluss des Agrarrates vom 18.07.2016 ein zweites Hilfspaket über 500 Mio. € insbesondere für die krisengebeutelten Milchbauern aufgelegt. Mit 150 Mio. € aus diesem Gesamtpaket wird ein EU-weites Milchreduktionsprogramm umgesetzt werden, das in Mecklenburg-Vorpommern von den Staatlichen Ämtern für Landwirtschaft und Umwelt (StÄLU) koordiniert wird. Das geplante Programm sieht Entschädigungszahlungen für eine Mengenreduzierung vor. Nach derzeitigem Stand sollen Landwirte für jeden nicht erzeugten Liter Milch 14 Cent erhalten. Auf diese Weise soll die Milchproduktion in der EU um ca. 1 Mio. t Milch reduziert und der Milchmarkt wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Teilnahme ist freiwillig. Ab dem Zeitpunkt, an dem die geplante Verrringerungsmenge erreicht ist, werden keine weiteren Antragsrunden durchgeführt. Wird bereits beim ersten Antragstermin die vorgesehene Reduktionsmenge überschritten, werden alle angemeldeten Reduktionsmengen einheitlich gekürzt.

Ökostromproduktion steigt erneut – 70 Prozent der Stromerzeugung aus EE

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Ökostrom-Erzeugung im Vorjahr erneut gewachsen. Wie das Statistische Landesamt am Montag, 12. 9. 2016, mitteilte, stieg die Ökostrom-Produktion im Land im vergangenen Jahr um 26 Prozent. Damit stammen inzwischen 70 Prozent des gesamten im Nordosten produzierten Stroms aus Windkraft, Sonnenenergie oder Biogasanlagen. Dazu Energieminister Christian Pegel: „Nach dem Anstieg der Ökostrom-Erzeugung im Jahr 2014 um 14 Prozent können wir auch im letzten Jahr einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Indem wir Strom aus erneuerbaren Energien produzieren, leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Ziele der Energiewende.“ Laut Amt für Statistik übersteigt die Ökostromproduktion mit einem Anteil von 70 Prozent an der gesamten Bruttostromerzeugung mittlerweile den Strombedarf im Land um mehr als 40 Prozent. Das Ziel der Bundesregierung, den Bruttostromverbrauch bis zum Jahr 2050 zu mindestens 80 Prozent mit Ökostrom zu decken, sei in Mecklenburg-Vorpommern damit bereits erreicht. Im Bundesdurchschnitt wurden im Jahr 2015 nach vorläufigen Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e. V. lediglich 32 Prozent des Bruttostromverbrauchs mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern gedeckt. „Die Zahlen zeigen, dass Mecklenburg-Vorpommern in Sachen Energiewende Vorreiter ist. Wir müssen nun erreichen, dass der in unserem Land produzierte Strom durch den Ausbau von Netzen auch in anderen Bundesländern zu einer sicheren und sauberen Energieversorgung beitragen kann“, so Christian Pegel. Dabei tragen die Erneuerbaren immer mehr zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Erhöhung der Wertschöpfung bei. Energieminister Pegel: „Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien sind spürbar Jobs entstanden. Derzeit arbeiten bereits rund 15.000 Menschen in der Branche, die fürs Land überdurchschnittliche Bruttojahreslöhne beziehen. Damit kann der Ausbau der erneuerbaren Energien auch der Abwanderung entgegen wirken, indem er den Menschen im Land eine reale Perspektive auf dem Arbeitsmarkt bietet.“ Am stärksten zugenommen hat die Strombereitstellung aus Windkraft (+ 39 Prozent). „Damit die Wertschöpfung aus dieser Form der Stromerzeugung vor Ort gesteigert werden kann, hat die Landesregierung ihr Bürger- und Gemeindenbeteiligungsgesetz erarbeitet. Es sorgt dafür, dass Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft von Windenergieanlagen leben, die Möglichkeit bekommen, finanziell zu profitieren“, so der Minister abschließend.

Jetzt bewerben für den „VR-Innovations­preis Handwerk 2016“

Innovative Leistungen des heimischen Handwerks in MV besonders hervorheben

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Handwerk, Foto: Joachim Kloock

Bis zum 30. September können sich Unternehmen um den diesjährigen „VR-Innovationspreis Handwerk“ bewerben. „Mit dem Preis wollen wir die innovativen Leistungen unseres heimischen Handwerks besonders hervorheben. Die Auszeichnung würdigt die Leistungen der Handwerksbetriebe für die Entwicklung marktfähiger technischer und technologischer Produkte. Davon brauchen wir noch mehr im Land, denn das Innovationspotential unseres Handwerks ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag in Schwerin. Der Wirtschaftsminister hat die Schirmherrschaft des Wettbewerbs übernommen.

Jetzt am Wettbewerb teilnehmen

Bewerben können sich Unternehmen, die technische und technologische Innovationen oder zukunftsorientierte Unternehmenskonzepte entwickelt haben. Der Preis ist von den Volks- und Raiffeisenbanken in Mecklenburg-Vorpommern mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Die Jury setzt sich zusammen aus Vertretern der Handwerkskammer Schwerin, der VR-Bank eG, des Wirtschaftsministeriums, des Technologie- und Beratungsinstituts Schwerin, der Kreishandwerkerschaft Westmecklenburg-Süd und der Hochschule Wismar. „Jeder Mitgliedsbetrieb der Handwerkskammer Schwerin kann sich bewerben – und die Betriebe sollten die Chance nutzen, ihre Innovation einem breiten Publikum vorzustellen“, so Glawe weiter.

Teilnahmebedingungen für den VR-Innovationspreis Handwerk

Teilnahmeberechtigt sind alle Betriebe, die in der Handwerksrolle und im Verzeichnis der handwerksähnlichen Gewerbe der Handwerkskammer Schwerin eingetragen sind. Der Sitz des Unternehmens muss sich im Bezirk der HandwerkskammerSchwerin befinden. Weitere Informationen zu den Bewerbungsunterlagen können auf der Internetseite des Wirtschaftsministeriums (www.wm.mv-regierung.de) oder unter www.hwk-schwerin.de oder www.vr-bank.deheruntergeladen werden. 

Auswahlkriterien der Jury:

  • Technische und technologische Neuerungen
  • Überzeugende Gestaltung neuer handwerklicher Produkte
  • Erfolgreiche unternehmerische Entwicklungskonzepte
  • Umsetzung innovativer Lösungen auf dem Gebiet des Klimaschutzes innerhalb und außerhalb des Unternehmens
  • Kooperative Leistungen handwerklicher Unternehmen mit wissenschaftlicher Einrichtung zur Stärkung ihrer Wettbewerbsposition
  • Einzigartige Marketingkonzepte
  • Netzwerke mit innovativer Struktur und Ausrichtung

Die Preisträger werden am 07. Dezember in Schwerin ausgezeichnet.

 

„Durchstarten in MV sagt Danke!“ und 89 beste Absolventen geehrt

Grundstein für Berufsweg gelegt – Jugendliche während Ausbildung Anreize bieten – Ausbilder aus Wismar und Gallin ausgezeichnet

Zeugnis, Grafik/Quelle: experto.deZweifache Ehrungen in Schwerin: Am Montag, 12. 9. 2016, wurden die Zeugnisse an die besten Absolventinnen und Absolventen der Sommerprüfung der Industrie- und Handelskammer zu Schwerin übergeben. „Die jungen Frauen und Männer haben mit Ausbildungsabschlüssen den Grundstein für ihren Berufsweg gelegt. Das war harte Arbeit, die sich nun auszahlt. Sie haben die besten Voraussetzungen, ihren beruflichen Weg in Mecklenburg-Vorpommern zu gehen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag. Darüber hinaus wurden im Rahmen der landesweiten Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ zwei Ehrungen vorgenommen. „Zwei Ausbilder aus Wismar und Gallin haben sich besonders engagiert und ideenreich für einen erfolgreichen Start junger Menschen ins Berufsleben eingesetzt“, so Wirtschaftsminister Glawe weiter. 

89 Zeugnisse an Absolventen übergeben

Ausgezeichnet wurden im Rahmen einer Feierstunde 89 beste Absolventen (weiblich: 57, männlich: 32) der jeweiligen Berufsgruppen. Wirtschaftsminister Glawe warb dafür, die Chancen für das berufliche Weiterkommen in Mecklenburg-Vorpommern zu nutzen. „Viele Unternehmen stehen vor den Herausforderungen von älter werdenden Belegschaften, der Sicherung der Unternehmensnachfolge oder fehlender geeigneter Bewerber“, so Glawe weiter. Unter den Geehrten sind unter anderem Bankkauffrauen und -männer, Fachkräfte im Gastgewerbe Restaurant, Industriekauffrau/ Industriekaufmann sowie Mechatroniker/Mechatronikerin.

Persönliches Kennenlernen ist wichtig

Glawe appellierte auch an die Unternehmen sich aktiv über potentielle Auszubildende am Markt zu informieren. „Es ist wichtig, stärker für junge Menschen zu werben, die ihr Studium abgebrochen haben, die gerade Abitur machen und noch keine Pläne haben sowie leistungsschwächere Bewerber stärker ins Boot zu holen und auch Spätstarter für eine Ausbildung zu gewinnen. Das persönliche Kennenlernen von Unternehmen und Bewerbern kann wichtiger sein als der alleinige Blick auf Zeugnisnoten“, forderte Glawe weiter. „Erfreulich ist, dass die Zahl der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätze um neun Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf rund 10.900 gestiegen ist. Allerdings sind der Bundesagentur für Arbeit nur 8.700 Bewerber gemeldet.“ 

Jugendliche während Ausbildung Anreize bieten

Wirtschaftsminister Glawe machte deutlich, dass es wichtig ist, Jugendlichen bereits während ihrer Ausbildung neue Anreize zu bieten. „Zusatzqualifikationen während der Ausbildung wie zum Beispiel Fremdsprachen, die Abkürzung der Ausbildungszeiten oder das Aufzeigen von Karrieremöglichkeiten sowie die Teilnahme an Projektarbeiten sind Möglichkeiten, junge Menschen neu zu motivieren. Das erhöht auch die Perspektiven nach der Ausbildung im Unternehmen zu bleiben. Kreative Ansätze sind gefragt und hierzu möchte ich die Unternehmen ausdrücklich ermuntern“, betonte Glawe.

„Durchstarten in MV sagt Danke!“ – Zwei Ehrungen für Ausbilder

Das Wirtschaftsministerium und die drei Industrie- und Handelskammern des Landes werben gemeinsam mit der Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ (www.durchstarten-in-mv.de) bei jungen Menschen für eine Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern. Geehrt wurden im Rahmen von „Durchstarten in MV sagt Danke!“ die Ausbilder Mirko Gaitzsch und Thomas Blume. Mirko Gaitzsch ist Ausbilder bei Egger Holzwerkstoffe Wismar GmbH & Co.KG. Er ist Prüfer für die IHK zu Schwerin. Egger ist TOP-Ausbildungsbetrieb 2016. „Mirko Gaitzsch ist erster Ansprechpartner für Interessen auf allen Berufsorientierungsmessen. Er versteht es, die Jugendlichen in den Bann zu ziehen und die Berufsausbildung im Unternehmen interessant zu präsentieren und später auch zu gestalten“, so Wirtschaftsminister Glawe. Thomas Blume ist Ausbilder, Lernprozessbegleiter in berufsbegleitender Ausbildung (Seiteneinsteiger) und Abteilungsleiter für den gewerblichen Bereich im Logistikzentrum DS Produkte GmbH in Gallin. Darüber hinaus ist er Prüfer für die IHK zu Schwerin. Das Unternehmen gehört zu den TOP-Ausbildungsbetrieben 2016. „Insbesondere als Ansprechpartner auf Berufsorientierungsmessen der Region hat sich Thomas Blume einen Namen gemacht. Das Engagement trägt dazu bei, junge Menschen frühzeitig auf Ausbildungsmöglichkeiten in der Heimat aufmerksam zu machen“, sagte Glawe.

Last Minute-Aktion für Ausbildungsplätze nutzen – Durchstarten in MV mit Azubi-Atlas

Die „Last Minute-Aktion“ für freie Ausbildungsplätze im Rahmen der Fachkräftekampagne Durchstarten in MV (www.durchstarten-in-mv.de) wurde bis zum 30. September verlängert. Rund 160 Unternehmen im Land nehmen an der Aktion teil. 19 neue Firmen haben sich seit dem Aktionsstart angemeldet. Rund 300 Last Minute-Angebote sind aufwww.durchstarten-in-mv.de eingestellt. Firmen, die noch einen freien Ausbildungsplatz haben, sind mit dem Last Minute-Symbol, einem roten Wecker, markiert. Der „Azubi-Atlas“ ist das Herzstück der Kampagne „Durchstarten in MV“. Im Azubi-Atlas sind derzeit 1.386 Unternehmen mit über 3.100 Ausbildungsangeboten in 316 Berufen vertreten. „Die Umkreissuche ermöglicht die gezielte Suche in meiner Heimatregion, bei der Informationen zu den Unternehmen angezeigt werden“, sagte Wirtschaftsminister Glawe abschließend.