Stadthafen in Waren (Müritz) umfangreich erweitert

Stadt ist um eine Perle an der Müritz reicher – Grundlage für eine weitere ökonomische und touristische Wirtschaftsentwicklung geschaffen

Boote im Hafen von Waren/Müritz, Mecklenburgische Seenplatte, Foto:  TMV

Boote im Hafen von Waren/Müritz, Foto: TMV

2.9.2016 – In Waren (Müritz) ist der Abschluss der Um- und Ausbauarbeiten am Stadthafen feierlich begangen worden. „Die Infrastruktur wurde vor Ort kräftig ausgebaut. Der Stadthafen gehört zu den Aushängeschildern von Waren und auch für die gesamte Müritz-Region. Zudem ist er zu einem zentralen Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste geworden, von dem auch die einheimische Wirtschaft profitiert. Die Stadt ist um eine Perle an der Müritz reicher“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Investitionen in die Infrastruktur

Vor Ort wurde unter anderem die Liegeplatzkapazität für Sportboote von 180 auf ca. 250 Liegeplätze erweitert, der Schiffsanleger für Fahrgastschiffe neu errichtet, ein bestehender Anlegekai für Fahrgastschiffe erneuert sowie neue leistungsfähige Serviceeinrichtungen für einen Sportboothafen mit einer Tankstelle, eine stationären Krananlage und ein standsicherer Bekranungsplatz für schwere Mobilkrane geschaffen. Darüber hinaus sind die Einrichtung von Freiflächen mit ufernahen Sitzplätzen und die Fortführung des durch das Hafengebiet verlaufenden Uferwanderweges sowie die Ausstattung der befestigten Flächen mit Versorgungspollern für Elektro- und Wasseranschlüsse erfolgt. „Die starke Nachfrage nach entsprechenden Wassersportangeboten ist ein Grund, warum die Erweiterung des Hafens erfolgte. Davon profitieren der Fahrgastschiffsverkehr und der Sportbootverkehr. Es wurde die Grundlage für eine weitere ökonomische und touristische Wirtschaftsentwicklung geschaffen“, so Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Hafenerweiterung

Die Investitionen für den Umbau und die Erweiterung des Stadthafens betragen insgesamt rund 9,98 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro. Weitere Fördermittel für das Vorhaben sind beantragt.

350 Wasserwanderrastplätze, über 20.000 Liegeplätze

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. „Der Wassertourismus ist einer der Hauptmärkte der touristischen Entwicklung im Land. Er ist eine Wachstumsbranche mit überdurchschnittlich gestiegenen Bruttoumsätzen“, sagte Glawe. In den vergangenen untersuchten zehn Jahren haben sich die Bruttoumsätze auf 494 Millionen Euro verdreifacht. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten in diesem Bereich tätig. Der Anteil des Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt ca. zehn Prozent. „Dauerhafter Erfolg beruht auf der stetigen Weiterentwicklung gewerblicher Investitionen in touristische Einrichtungen im Wassertourismus (z. B. Marinas) und auch Investitionen in die touristische Infrastruktur“, so Glawe. Hierzu gehören Investitionen in Schiffsanleger, Wasserwanderrastplätze, Anlegestellen, Strandpromenaden, Badestellen, Rettungstürme und barrierefreie Strandabgänge. „Diese werden im Land rege genutzt und besucht. Um neue Urlauber zu gewinnen, muss auch in die Infrastruktur investiert werden. Wir werden Projekte auch künftig weiter unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Über eine halbe Milliarde Euro für den Wassertourismus

Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis heute (Stand Ende Juni 2016) 343 wassertouristische Infrastrukturmaßnahmen gefördert. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 527,6 Millionen Euro, die Förderung betrug rund 370 Millionen Euro. Im Bereich des Gewerbes wurde in 150 Sportboothäfen und Marinas rund 252 Millionen Euro investiert. Sie wurden mit 90,6 Millionen Euro an Investitionsförderung unterstützt. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Laut der vom Wirtschaftsministerium beauftragten Landeswassertourismuskonzeption Seen- und Flusslandschaft Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahr 2014 belaufen sich die wirtschaftlichen Effekte auf einen Umsatz von 199 Millionen Euro pro Jahr, 98 Millionen Euro Einkommenseffekte pro Jahr und rund 3.000 Vollzeitarbeitskräfte sind beschäftigt. Download der Studie: „Landeswassertourismuskonzept Seen- und Flusslandschaft MV 2014“ unter Service->Publikationen->Tourismus. www.wm.mv-regierung.de.

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