Archiv für 2. September 2016

Stadthafen in Waren (Müritz) umfangreich erweitert

Stadt ist um eine Perle an der Müritz reicher – Grundlage für eine weitere ökonomische und touristische Wirtschaftsentwicklung geschaffen

Boote im Hafen von Waren/Müritz, Mecklenburgische Seenplatte, Foto:  TMV

Boote im Hafen von Waren/Müritz, Foto: TMV

2.9.2016 – In Waren (Müritz) ist der Abschluss der Um- und Ausbauarbeiten am Stadthafen feierlich begangen worden. „Die Infrastruktur wurde vor Ort kräftig ausgebaut. Der Stadthafen gehört zu den Aushängeschildern von Waren und auch für die gesamte Müritz-Region. Zudem ist er zu einem zentralen Anlaufpunkt für Einheimische und Gäste geworden, von dem auch die einheimische Wirtschaft profitiert. Die Stadt ist um eine Perle an der Müritz reicher“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Investitionen in die Infrastruktur

Vor Ort wurde unter anderem die Liegeplatzkapazität für Sportboote von 180 auf ca. 250 Liegeplätze erweitert, der Schiffsanleger für Fahrgastschiffe neu errichtet, ein bestehender Anlegekai für Fahrgastschiffe erneuert sowie neue leistungsfähige Serviceeinrichtungen für einen Sportboothafen mit einer Tankstelle, eine stationären Krananlage und ein standsicherer Bekranungsplatz für schwere Mobilkrane geschaffen. Darüber hinaus sind die Einrichtung von Freiflächen mit ufernahen Sitzplätzen und die Fortführung des durch das Hafengebiet verlaufenden Uferwanderweges sowie die Ausstattung der befestigten Flächen mit Versorgungspollern für Elektro- und Wasseranschlüsse erfolgt. „Die starke Nachfrage nach entsprechenden Wassersportangeboten ist ein Grund, warum die Erweiterung des Hafens erfolgte. Davon profitieren der Fahrgastschiffsverkehr und der Sportbootverkehr. Es wurde die Grundlage für eine weitere ökonomische und touristische Wirtschaftsentwicklung geschaffen“, so Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt Hafenerweiterung

Die Investitionen für den Umbau und die Erweiterung des Stadthafens betragen insgesamt rund 9,98 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro. Weitere Fördermittel für das Vorhaben sind beantragt.

350 Wasserwanderrastplätze, über 20.000 Liegeplätze

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 350 Wasserwanderrastplätze, Marinas und Sportboothäfen mit 14.000 Liegeplätzen an der Küste und 7.725 Liegeplätzen im Binnenland. „Der Wassertourismus ist einer der Hauptmärkte der touristischen Entwicklung im Land. Er ist eine Wachstumsbranche mit überdurchschnittlich gestiegenen Bruttoumsätzen“, sagte Glawe. In den vergangenen untersuchten zehn Jahren haben sich die Bruttoumsätze auf 494 Millionen Euro verdreifacht. 1.400 Anbieter sind mit rund 7.000 Beschäftigten in diesem Bereich tätig. Der Anteil des Wassertourismus in der Tourismuswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern beträgt ca. zehn Prozent. „Dauerhafter Erfolg beruht auf der stetigen Weiterentwicklung gewerblicher Investitionen in touristische Einrichtungen im Wassertourismus (z. B. Marinas) und auch Investitionen in die touristische Infrastruktur“, so Glawe. Hierzu gehören Investitionen in Schiffsanleger, Wasserwanderrastplätze, Anlegestellen, Strandpromenaden, Badestellen, Rettungstürme und barrierefreie Strandabgänge. „Diese werden im Land rege genutzt und besucht. Um neue Urlauber zu gewinnen, muss auch in die Infrastruktur investiert werden. Wir werden Projekte auch künftig weiter unterstützen“, sagte Wirtschaftsminister Glawe.

Über eine halbe Milliarde Euro für den Wassertourismus

Insgesamt hat das Wirtschaftsministerium in Mecklenburg-Vorpommern von 1990 bis heute (Stand Ende Juni 2016) 343 wassertouristische Infrastrukturmaßnahmen gefördert. Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 527,6 Millionen Euro, die Förderung betrug rund 370 Millionen Euro. Im Bereich des Gewerbes wurde in 150 Sportboothäfen und Marinas rund 252 Millionen Euro investiert. Sie wurden mit 90,6 Millionen Euro an Investitionsförderung unterstützt. Die Mittel der Zuschüsse vom Wirtschaftsministerium stammen aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und unter anderem aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Laut der vom Wirtschaftsministerium beauftragten Landeswassertourismuskonzeption Seen- und Flusslandschaft Mecklenburg-Vorpommern aus dem Jahr 2014 belaufen sich die wirtschaftlichen Effekte auf einen Umsatz von 199 Millionen Euro pro Jahr, 98 Millionen Euro Einkommenseffekte pro Jahr und rund 3.000 Vollzeitarbeitskräfte sind beschäftigt. Download der Studie: „Landeswassertourismuskonzept Seen- und Flusslandschaft MV 2014“ unter Service->Publikationen->Tourismus. www.wm.mv-regierung.de.

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Linie 34: Die neue Buslinie durch den Fischereihafen in Rostock

Zukünftig ist auch der Rostocker Fracht- und Fischereihafen an den Öffentlichen Personennahverkehr in Rostock angebunden

1.9.2016 – Ab 5. September 2016 wird die neue Buslinie 34 das Gebiet der Carl-Hopp-Straße und den Fracht- und Fischereihafen erstmalig erschließen. Die Linie führt vom Holbeinplatz durch die Carl-Hopp-Straße direkt in den Fracht- und Fischereihafen an der Warnow zum S-Bahnhof Marienehe, einige Fahrten werden bis zur Industriestraße in Schmarl verlängert. Die Buslinie verkehrt von Montag bis Freitag zwischen 6:00 und 18:00 Uhr, in Spitzenzeiten alle 40 Minuten, sonst stündlich. Vorerst ist ein einjähriger Probebetrieb vorgesehen. Die Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH wird sich finanziell an den Betriebskosten der Linie 34 beteiligen. Der Fischereihafen verzeichnet seit Jahren eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Für die hier ansässigen Unternehmen, deren Mitarbeiter und Gäste können wir mit Unterstützung der Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH nun ein attraktives ÖPNV-Angebot bereitstellen. Wir hoffen, dass der Bus von den Fahrgästen gut angenommen wird, damit sich die Linie über das Probejahr hinaus positiv entwickeln kann“, zeigt sich RSAG-Vorstand Jan Bleis optimistisch. Ronald Schulz, stellvertretender Geschäftsführer und Leiter Hafenwirtschaft der Rostocker Fracht- und Fischereihafen GmbH, hebt hervor, dass „mit der neuen Buslinie 34 der Rostocker Fracht- und Fischereihafen als eines der größeren maritimen Gewerbegebiete in Mecklenburg-Vorpommern zusätzlich an Attraktivität gewinnt“. Arbeitnehmern, Kunden und Besuchern sei es jetzt möglich, den Hafen bequem und schnell zu erreichen. „Wir freuen uns, dass es uns gemeinsam mit der RSAG gelungen ist, dieses Angebot zu realisieren und setzen darauf, diesen Service zu einer dauerhaften Einrichtung machen zu können.“ Die Mitarbeiter der RSAG-Angebotsplanung haben in den vergangenen Monaten gemeinsam mit dem Fracht- und Fischereihafen und dem Amt für Verkehrsanlagen der Hansestadt Rostock als zuständigem Aufgabenträger für den Öffentlichen Personennahverkehr die Linienführung, Haltestellenstandorte und den Fahrplan der neuen Linie abgestimmt. Mehr als 160 Unternehmen haben sich inzwischen im Fracht- und Fischereihafen angesiedelt. Für Beschäftigte und Kunden bestehen nun neue Umsteigemöglichkeiten an den S-Bahnhöfen Bramow, Marienehe und Holbein-platz. Für eine optimale Erschließung wurden insgesamt acht provisorische Haltestellen neu errichtet. Die alte Buswendeschleife in Marienehe wurde reaktiviert. Für die neue Linie 34 ist ein Informationsflyer erschienen, der in allen Bussen und Bahnen der RSAG, in den Kundenzentren sowie unter www.rsag-online.de erhältlich ist. Die neuen Haltestellenfahrpläne sind ebenfalls online abrufbar.

Neuansiedlung in Waren (Müritz) – Steinofen-Meister GmbH & Co. KG eröffnet Betriebsstätte

Bäcker49 neue Arbeitsplätze entstehen im verarbeitenden Gewerbe – Firma besetzt mit Produkten eine Marktnische – Ernährungswirtschaft in MV ist verlässliche Wirtschaftsgröße

In Waren (Müritz) hat die Steinofen-Meister GmbH & Co. KG feierlich ihre Betriebstätte eröffnet. „Es startet ein Unternehmen mit innovativen Produkten in der Ernährungsindustrie, welches eine Marktlücke bedient. 49 Arbeitsplätze entstehen im verarbeitenden Gewerbe. Umso mehr freue ich mich über die Neuansiedlung. Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort und vor allem auch für Investoren im Bereich der Ernährungswirtschaft“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag vor Ort.

Modernes Blockheizkraftwerk spart Energie

Die Steinofen-Meister GmbH & Co. KG wurde im August 2015 in Waren gegründet. Unternehmensgegenstand ist die Produktion und der Vertrieb von Frisch- und Tiefkühlbackwaren im In- und Ausland. Auf insgesamt 2.700 Quadratmetern ist ein moderner Betrieb entstanden. Allein 2.000 Quadratmeter sind dabei der Herstellung der Frisch- und Tiefkühlbackwaren vorbehalten. Zudem wurde das neu entstandene Werk mit einem Blockheizkraftwerk kombiniert. „Über Wärmerückgewinnung können etwa 60 Prozent der Energie eingespart werden“, so Glawe weiter.

Qualitativ hochwertige Tiefkühlbackwaren

Für die Errichtung der Betriebsstätte wurde ein Grundstück in Waren im Gewerbegebiet Rothegrund erworben. Neben dem Bau des Produktions- und Verwaltungsgebäudes wurden bauliche Investitionen in ein Tiefkühllager und Außenanlagen sowie Investitionen in Maschinen, Einrichtung und Ausstattung realisiert. Der Schwerpunkt der Produktion liegt dabei auf qualitativ hochwertigen Tiefkühlbackwaren. Zudem soll die traditionelle Backkunst mit „Steinofenqualität“ mit den Anforderungen internationaler Produkte verbunden werden. Die Produktpalette des Unternehmens wird überwiegend spezifische Produkte (Clean-Label-Produkte und Bio-Produkte) enthalten. „Der Trend auf dem Lebensmittelmarkt ist unübersehbar. Viele Kunden legen heute besonderen Wert auf Erzeugnisse ohne Zusatzstoffe und wollen auch Bio-Produkte essen. Die Steinofen-Meister GmbH will damit eine Nische im hart umkämpften Wettbewerb besetzen“, betonte Glawe weiter. Beispiele sind Produkte wie Pizzaschnecken, Flammkuchen-Snacks oder Honig-Krustis.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Investitionen der Steinofen-Meister GmbH & Co. KG belaufen sich auf insgesamt rund 8,3 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln der „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Verbindung mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit circa 2,1 Millionen Euro.

Ernährungswirtschaft in MV ist verlässliche Wirtschaftsgröße

Auch die Ernährungsindustrie nimmt bei uns im Land einen großen Stellenwert ein. Sie zeichnet sich durch eine große Zahl leistungsfähiger mittelständischer Unternehmen sowie ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Produktsortiment aus. „Die Ernährungsindustrie ist innerhalb des verarbeitenden Gewerbes sowohl gemessen an der Zahl der Beschäftigten als auch nach dem Umsatz der größte Industriezweig des Bundeslandes. Das Erfolgsrezept der Ernährungswirtschaft liegt auch in der gesunden Mischung aus traditionellen Unternehmen, Global Playern und Neuansiedlungen“, sagte Glawe. Hierzu zählen international bekannte Größen wie Dr. Oetker inWittenburg, Nestlé in Schwerin, Trolli in Boizenburg oder auch Pfanni in Stavenhagen. Zu den neueren Ansiedlungen zählen unter anderem die ProLupin GmbH (Herstellung von rein pflanzlichen Lebensmittelzutaten aus den Samen der Blauen Süßlupine), biosanica im Gewerbegebiet Pommerndreieck (Produktion von Trockenobst) sowie die Firma Anklam Extrakt. Das Unternehmen stellt Kräuterextrakte her. Zu den bedeutendsten Produktionsbereichen gehören die Fleischverarbeitung, die Milchverarbeitung und die Backwarenindustrie. Die Branche erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2016 einen Gesamtumsatz von rund 2,2 Milliarden Euro.Damit beträgt der Anteil der Ernährungsindustrie am Gesamtumsatz des verarbeitenden Gewerbes ca. 33 Prozent. Über 14.000 Mitarbeiter sind in Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten tätig. „Wir haben die Rohstoffe im Land, die uns heimische Landwirte zur Verfügung stellen, wir haben hervorragende Unternehmen, welche diese zu hochwertigen Produkten veredeln“, so Glawe abschließend.

11. Internationaler Kongress Backsteinbaukunst in Wismar

Backstein ist ein zeitlos eingesetzter Baustoff – baukulturelle und touristische Bedeutung der Backsteinbaukunst stärker betonen

Anlage des Münster Bad Doberan, Foto: Joachim Kloock

Anlage des Münster Bad Doberan, Foto: Joachim Kloock

„Backsteinbaukunst – Substanz und Schein“ lautet das Kernthema des 11. Internationalen Kongresses Backsteinbaukunst, der noch bis Freitag in der Kirche St. Georgen in Wismar (Landkreis Nordwestmecklenburg) stattfindet. „Die Backsteinbaukunst findet sich in Mecklenburg-Vorpommern und im gesamten norddeutschen Ostseeraum in vielen Bauten wieder und wirkt prägend für die Regionen. Backstein ist ein Zeugnis für die Vergangenheit und Moderne gleichermaßen. Auch heute ist Backstein ein zeitlos eingesetzter Baustoff, der durch seine Witterungs-, Umwelt- und Energiebeständigkeit überzeugt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Donnerstag vor Ort. „Der Kongress trägt dazu bei, dass die baukulturelle und touristische Bedeutung der beeindruckenden Bauten stärker in das Licht der Öffentlichkeit gerückt wird.

Initiative Baukultur Mecklenburg-Vorpommern

Das Wirtschafts- und Bauministerium, die Architektenkammer sowie die Ingenieurkammer des Landes haben gemeinsam die Initiative „Baukultur Mecklenburg-Vorpommern“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, einen breiten Dialog zu baukulturellen Fragen zu initiieren. Dabei geht es um das öffentliche Bewusstsein für qualitätsvolle Architektur und den planerischen Umgang mit dem natürlichen und historischen Erbe im Land. „Regionale Baukultur hat eine doppelte Funktion – zum einen kann die touristische Attraktivität von Regionen gesteigert werden. Das zeigt beispielsweise eindrucksvoll die Europäische Route der Backsteingotik, die Touristen zu Klöstern, Rathäusern, Stadttoren, Mauern und Kirchen führt. Zum anderen stärkt die Baukultur die Tendenz zum qualitätsvollen Bauen“, sagte Glawe. Auf den Internetseiten www.baukultur-mv.de im Bereich Publikationen steht die Studie „Regionale Baukultur und Tourismus“ zum Download. Die Publikation zeigt, wie regionale Baukultur und Tourismus strukturiert und zielgerichtet zusammenarbeiten können, wie Baukultur gezielt als „Qualitätslabel“ einer Region genutzt werden kann, wie es die Tourismuswirtschaft unterstützen und die Lebensqualität in der Region insgesamt fördern kann.

Wirtschaftsministerium unterstützt die Sanierung von Backsteinbauten

Aus Bundes- und Landesmitteln wurden vom Wirtschaftsministerium seit dem Jahr 2011 rund 13 Millionen Euro für bauliche Maßnahmen an Kirchengebäuden bei einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 26 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Unter anderem wurden damit die Kirche in Vellahn (Landkreis Ludwigslust-Parchim), die Kirche St. Paul in Schwerin, die Dorfkapelle in Meetzen (Landkreis Nordwestmecklenburg), die Stadtkirche St. Peter und Paul in Teterow (Landkreis Rostock), die Kirche St. Petri in Wolgast(Landkreis Vorpommern-Greifswald) und die St. Marien Kirche in Kenz (Landkreis Vorpommern-Rügen) unterstützt. „Die Kirchen der Backsteingotik in den Städten und Gemeinden unseres Landes sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Die Unterstützung von baulichen Maßnahmen an den sakralen Gebäuden ist ein wichtiges Element, um die regionaltypischen und oftmals ortsbildprägenden Bauten für Einheimische als identitätsstiftend und für Gäste als touristisches Ausflugsziel zu erhalten“, sagte Glawe.

Informationen zum 11. Internationalen Kongress Backsteinbaukunst

Veranstalter der Tagung sind die Hansestädte Rostock, Stralsund, Wismar und Lübeck sowie das Europäische Zentrum der Backsteinbaukunst und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD). Über 100 Teilnehmer informieren sich über die Anfänge des Backsteinbaus, die verschiedenen Epochen sowie um die Baukunst. Weitere Schwerpunkte sind beispielsweise Probleme der Restaurierung sowie der Einfluss des Klimawandels.

Ab Mitte September Jastram-Plastiken im Museumshafen Greifswald

Aufbereitung einer Jastram-Plastik (Foto Bronzegießerei Herweg Berlin)

Fischerhund-Jastram-Plastik wird in der Bronzegießerei Herweg aufbereitet, Foto F. Herweg

1.9.2016 – Bislang standen  vier Brunnenplastiken des Rostocker Künstlers Jo Jastram (1928 – 2011) im Greifswalder Rathausfoyer. Derzeit werden diese und drei weitere Kunstwerke, die im Pommerschen Landesmuseum zwischengelagert waren, in der Kunst- und Bronzegießerei F. Herweg, Berlin) aufbereitet und mit Halterungen versehen. Sie werden voraussichtlich ab Mitte September im Museumshafen aufgestellt. Die Kosten für die Aufbereitung und das Aufstellen der Kunstwerke, das gleichfalls in den Händen des Berliner Unternehmens liegt, belaufen sich auf ca. 3.500 Euro.  Jo Jastram hatte die Plastiken in den 1970er Jahren für einen Fischerbrunnen entworfen, der auf dem großen Markplatz auf einer Fläche von 140 m² aufgebaut werden sollte. Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes und des Fischmarktes 1998/99 einigten sich die Stadt und der Künstler auf eine kleinere Brunnenvariante auf dem Fischmarkt. Dafür wurden drei Figuren ausgewählt: der Fischer, die wartende Fischersfrau am Fenster und der Aalgreifer. Die sieben bis zu 150 Kilogramm schweren Plastiken Sonnenuhr mit Landkarte, Klabautermann, Fischerfrühstück, drei gestapelte Fischkisten, Poller mit Katze, Möwe auf kleinem Poller und Fischerhund werden die neu entstehende Nordpromenade des Museumshafens schmücken. Die Bauarbeiten in der Salinenstraße und Museumshafen werden bis Oktober 2016 fertiggestellt. Hinter den bereits Ende Juni fertiggestellten Promenaden entstehen noch Grünflächen und der Hafenspielplatz. Das gesamte Bauvorhaben, das auch die Umgestaltung der Salinenstraße einschließt, wird mit Hilfe von Städtebaufördermitteln finanziert, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro, davon rund 1,35 Millionen aus Städtebaufördermitteln.

Neues Unterrichtsfach „Darstellendes Spiel“ auf dem Stundenplan der Schulen in MV möglich

Zusammenarbeit von Schulen mit den Theatern stärken

Traumzauberbaum 2016, Foto: Joachim Kloock

Traumzauberbaum, Foto: Joachim Kloock

31.8.2016 – Zum neuen Schuljahr führt das Land „Darstellendes Spiel“ als reguläres Unterrichtsfach wieder ein. Um den Aufbau des Faches zu gewährleisten und die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Theatern zu fördern, will das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur eine Koordinatorin/einen Koordinator einstellen. Die entsprechende Stellenausschreibung ist veröffentlicht. Bis zum 11. September 2016 können sich Lehrerinnen oder Lehrer bewerben, die eine theaterpädagogische Qualifikation oder Berufserfahrung an Theatern nachweisen können. „Für Schulen und Theater im Land gibt es viele Möglichkeiten zusammenzuarbeiten“, betonte Bildungs- und Kulturminister Mathias Brodkorb. „Bei der Koordinatorin bzw. dem neuen Koordinator sollen diese Fäden zusammenlaufen. Für die neue abwechslungsreiche Aufgabe wünschen wir uns Bewerbungen von interessierten Lehrerinnen und Lehrern, die sich in der Kooperation mit Theatern auskennen, mit Schülerinnen und Schülern Theaterinszenierungen auf den Weg gebracht haben oder selbst im Theater tätig waren“, so Brodkorb. „Darstellendes Spiel“ als reguläres Unterrichtsfach kann vom Schuljahr 2016/2017 an im Rahmen der künstlerischen Fächer im Umfang von bis zu zwei Wochenstunden in den Jahrgangsstufen 1 bis 10 angeboten werden. An einzelnen Schulen im Land wird „Darstellendes Spiel“ im Wahlpflichtbereich seit vielen Jahren bereits praktiziert. In der gymnasialen Oberstufe besteht weiterhin die Möglichkeit, „Darstellendes Spiel“ als Fach vorzuhalten. „Wer sich früh mit der Bühnenkunst beschäftigt, den lässt die Faszination vom Theater so schnell nicht wieder los“, sagte Bildungs- und Kulturminister Mathias Brodkorb. „Schülerinnen und Schüler können in andere Rollen schlüpfen und entwickeln Lust, selbst ins Theater zu gehen. Darüber hinaus wollen wir die Zusammenarbeit von Schulen mit den Theatern stärken, so dass auch Schauspielerinnen und Schauspieler direkt mit Kindern und Jugendlichen arbeiten“, erläuterte Brodkorb.

In Mecklenburg-Vorpommern hat das Unterrichtsfach „Darstellendes Spiel“ eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Das Land hat das Fach immer wieder ein- und ausgeführt. Vom Schuljahr 2016/2017 an ist es durch eine Regelung in der Kontingentstundentafel fest etabliert. Um die berufsbegleitende Ausbildung von Lehrkräften zu ermöglichen, hat die Hochschule für Musik und Theater Rostock eine zusätzliche Professur erhalten. Geplant ist außerdem, dass die Theater ab dem kommenden Jahr Schultheatertage veranstalten. Die Initiative dazu geht vom Theater Vorpommern aus. Das Land unterstützt das Angebot pro Jahr zusätzlich mit 10.000 Euro. Die Stellenausschreibung „Lehrkraft für die Koordination der Zusammenarbeit der Schulen mit den Theatern“ ist auf der Internetseite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur veröffentlicht unter www.bm.regierung-mv.de.

Saisonauftakt der ROSTOCK SEAWOLVES am 25. September um 17:00 Uhr

Logo: 2. Basketball-BundesligaDie ROSTOCK SEAWOLVES starten am Sonntag, den 25. September 2016, gegen die Baskets Akademie Weser-Ems / Oldenburger TB in die neue Spielzeit in der 2. Basketball-Bundesliga ProB Nord. Der Beginn der Partie wurde von 16:00 auf 17:00 Uhr verlegt, weil der F. C. Hansa Rostock an diesem Tag um 14:00 Uhr ein Heimspiel gegen Zwickau austrägt. „Wir sind dem Wunsch vieler Zuschauer nachgekommen, so dass sie nach dem Abpfiff beim Fußball noch ausreichend Zeit haben, um pünktlich zum Basketball in der Rostocker Stadthalle zu sein“, erklärt Jens Hakanowitz, Sportlicher Leiter der ROSTOCK SEAWOLVES, diese Entscheidung. Die ROSTOCK SEAWOLVES gehen in ihre dritte Spielzeit in der ProB. Bereits jetzt sind über 600 Dauerkarten für die neue Saison verkauft. Den letzten großen Test vor dem Saisonauftakt absolvieren die SEAWOLVES am 10. und 11. September beim 6. Internationalen HOTEL IBIS-Cup in der OSPA | Arena in Rostock-Reutershagen. Dann werden die Hamburg Towers (ProA), der niederländische Meister Donar Groningen und der dänische Club Team FOG Naestved in Rostock zu Gast sein. Tickets für den 6. Internationalen HOTEL IBIS-Cup und die Heimspiele in der StadtHalle Rostock gibt es auf http://tickets.seawolves.de.