Umfangreiche Baumaßnahmen im Schloss Griebenow

Beeindruckendes Baudenkmal der Region ist touristisches und kulturelles Ausflugsziel für Gäste und Bewohner

Schloss Griebenow, Quelle: http://www.schloss-griebenow.de/

Schloss Griebenow, Quelle: http://www.schloss-griebenow.de/

Das Schloss Griebenow in der Gemeinde Süderholz (Landkreis Vorpommern-Rügen) soll grundhaft erneuert werden, um eine stärkere touristische Nutzung möglich zu machen. „Das Barock-Schloss Griebenow ist mit dem Gutspark und der Kirche ein beeindruckendes Baudenkmal der Region. Es ist vor allem den Mitgliedern des Vereins Barockschloss zu Griebenow e.V. zu verdanken, dass sich die gesamte Anlage zu einem touristischen und kulturellen Ausflugsziel entwickelt hat, das von Besuchern gut angenommen wird. Jetzt soll umfassend erneuert werden, um den Gästen weitere attraktive Angebote zu bieten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe. Wirtschaftsminister Harry Glawe hat vor Ort im Beisein von Dr. Angela Merkel einen Fördermittelbescheid an die GemeindeSüderholz übergeben.

Fassade, Außentreppe, Ausstellungsräume und Touristeninformation – umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant

Das Griebenower Schloss wurde 1709 errichtet und gilt als eines der größten nichtköniglichen Schlösser der spätkarolinischen Zeit. Es zählt zu den bedeutendsten baulichen Zeugnissen der schwedischen Zeit im Norden Deutschlands. Die Gemeinde Süderholz plant, in Zusammenarbeit mit dem Verein das Schloss umfassend zu erneuern. Die Maßnahmen betreffen unter anderem die Fassade, die Außentreppe, das Portal, die Touristeninformation, die Ausstellungsräume, die Heizungsanlage und diverse Brandschutzmaßnahmen. „Teilbereiche der Anlage sollen behutsam baulich verändert und erweitert werden, um langfristig mehr Besucher für das Schloss zu gewinnen. Das Vorhaben trägt dazu bei, das touristische, saisonverlängernde Angebot in der Region zu stärken“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben betragen rund drei Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Innenministerium des Landes stellt weitere 263.000 Euro Kofinanzierungsmittel zur Verfügung. „Unseren Förderschwerpunkt setzen wir in Maßnahmen der Qualitätsverbesserung und der Saisonverlängerung, um unseren Gästen ein attraktives Urlaubserlebnis zu bieten“, sagte Glawe.

Förderung der touristischen Infrastruktur in Mecklenburg-Vorpommern

Im Zeitraum von 1990 bis Ende Juli 2016 sind aus Mitteln der GRW, EFRE und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums“ (ELER) sowie außerhalb der Gemeinschaftsaufgabe (aGA) insgesamt 1.593 touristische Infrastrukturmaßnahmen gefördert worden. Das Gesamtkostenvolumen betrug rund 1,4 Milliarden Euro; das Wirtschaftsministerium hat die Vorhaben mit rund 957 Millionen Euro unterstützt. Bei den geförderten Maßnahmen handelte es sich um Investitionen in touristische Infrastruktureinrichtungen, wie beispielsweise touristische Radwege, Errichtungen und Erweiterungen von Wasserwanderrastplätzen, Strandpromenaden, Häuser des Gastes und zoologische Einrichtungen.

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