Spatenstich für das „Usedomer-See-Zentrum“ im Stadthafen Usedom

Stadthafen wird zum Ausflugsziel mit attraktiven, ganzjährig nutzbaren Freizeitangeboten – wassersportliches Alleinstellungsmerkmal entsteht

Gewässer Prerow-Zingst, Foto Joachim Kloock

Wasserwandern, Foto: Joachim Kloock

23.8.2016 – Der erste Spatenstich ist gesetzt: Am Dienstag hat der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph in der Stadt Usedom den offiziellen Auftakt für die Bauarbeiten des „Usedomer-See-Zentrums“ gegeben. „Der Stadthafen in Usedom soll zu einem Wasserwanderrastplatz mit touristischem Zentrum ausgebaut und weiterentwickelt werden. Das ist ein ambitioniertes Vorhaben. Wichtig ist, dass alle Beteiligten vor Ort gemeinsam bei der Umsetzung an einem Strang ziehen. Dann wird es gelingen, Urlaubern und Einheimischen den Stadthafen als Ausflugsziel mit attraktiven Freizeitangeboten zu präsentieren“, forderte Staatssekretär Rudolph vor Ort. „Die Stadt Usedom ist wie die gesamte Insel Usedom im regionalen Raumordnungsprogramm Vorpommern als Tourismusschwerpunktraum ausgewiesen. Die Ertüchtigung des Hafens zum Usedom-See-Zentrum ist für die Stadt, für ihre Gäste und für Gäste der ganzen Region von großer tourismuswirtschaftlicher Bedeutung. Es entsteht ein wassersportliches Alleinstellungsmerkmal, auf das Einwohner und Gäste gleichermaßen schon lange warten.“

Wasserwanderrastplatz mit 64 Liegeplätzen, Veranstaltungsfläche und Pontonbrücke entstehen vor Ort – maritimes Zentrum wird touristisches Angebot der Region bereichern

Das Gesamtvorhaben „Usedomer-See-Zentrum“ setzt sich aus einer Reihe von Einzelmaßnahmen zusammen. Unter anderem ist vorgesehen, umfangreiche Nassbaggerarbeiten im Hafen- und Fahrrinnenbereich durchzuführen, die vorhandenen wasserbaulichen Anlagen zurückzubauen, eine Pontonbrücke zur Verbindung der Usedomer und Pasker Uferseite des Usedomer Sees inklusive integrierter Klappbrücke zu installieren, einen Wasserwanderrastplatz mit 64 Liegeplätzen zu errichten, das bestehende Hafenbecken als Veranstaltungsfläche umzubauen und ein Bollwerk als Uferbefestigung anzulegen. Komplettiert wird die Gesamtmaßnahme durch eine Aufwertung der angrenzenden Infrastruktur. Neben dem Neubau der landseitigen Zufahrtstraßen und der Errichtung eines Sanitär- und Hafenmeistergebäudes ist auch der Bau einer Slipanlage und eines Bootsdrehkranes geplant. „Hier entsteht ein touristisches Zentrum für Kunst und Kultur mit maritimen Flair, dass das Angebot auf der gesamten Insel Usedom weiter bereichern wird. Der Ausbau des Usedomer Stadthafens zu einem Wasserwanderrastplatz mit touristischem Zentrum trägt erheblich dazu bei, dass wir unseren Gästen Urlaubsideen anbieten, die ganzjährig genutzt werden können“, betonte Rudolph.

Tourismusstatistik in der Region

Von Januar bis Juni 2016 wurden im Landkreis Vorpommern-Greifswald knapp 583.000 Ankünfte (+7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und mehr als 2,3 Millionen Übernachtungen (+7,3 Prozent) gezählt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag mit 4,1 Nächten über dem Landesschnitt von 3,7 Nächten. Auf der Insel Usedom gab es im gleichen Zeitraum rund 464.000 Ankünfte (+7,8 Prozent) und mehr als zwei Millionen Übernachtungen (+6,3 Prozent). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 4,5 Nächten. „Das war für die Region ein gelungener Auftakt in die touristische Saison“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Investitionen der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 15,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium plant – sobald alle notwendigen Unterlagen vorliegen – das Vorhaben mit rund 12,7 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zu unterstützen. Das Land gibt rund eine Million Euro aus dem Kofinanzierungsfonds dazu. Seit 1990 wurden in Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der touristischen Infrastrukturförderung im Rahmen der GRW in Zusammenhang mit dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) insgesamt 1.593 Maßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,4 Milliarden Euro mit rund 957 Milliarden Euro unterstützt.

105 Sportboothäfen und 45 Wasserwanderrastplätze

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es derzeit 105 Sportboothäfen und 45 Wasserwanderrastplätze. Die wassertouristisch nutzbare Seen- und Flusslandschaft umfasst insgesamt etwa 45.000 Hektar Seenfläche und 1.150 km Fließgewässerstrecke. Gästen stehen rund 400 wassertouristische Anlagen in verschiedenen Kategorien zur Verfügung – von der Marina bis zur einfachen Ein- und Ausstiegsstelle für Kanuten. Insgesamt 7.255 touristisch nutzbare Liegeplätze gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, davon 4.308 Dauerliegeplätze und 2.947 Gastliegeplätze.

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