Archiv für 9. August 2016

Kulturförderung 2016: Mehr Geld für Kinder- und Jugendkunstschulen

Minister Brodkorb: Kulturelle Kinder- und Jugendbildung soll von zusätzlichen Mitteln profitieren

Zoofest in Rostock 2014, Foto: Joachim Kloock

Tanz im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

Die Kinder- und Jugendkunstschulen in Mecklenburg-Vorpommern erhalten in diesem Jahr mehr Geld. Das Land fördert im Jahr 2016 Projekte in diesem Bereich mit insgesamt 895.940 Euro mit Mitteln der Allgemeinen Kulturförderung. „Kinder- und Jugendkunstschulen sind wichtige Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche ihre künstlerischen Talente entfalten können“, sagte Bildungs- und Kulturminister Mathias Brodkorb. „Seit diesem Jahr stehen zwei Millionen Euro mehr für die Kulturförderung zur Verfügung. Das Land hat damit die Allgemeine Kulturförderung im Doppelhaushalt 2016/2017 auf jährlich 11,5 Millionen Euro aufgestockt. Von den zusätzlichen Mitteln soll auch die kulturelle Kinder- und Jugendbildung profitieren“, betonte Brodkorb. Der Landesverband der Kinder- und Jugendkunstschulen erhält Fördermittel für Projekte in Höhe von 6.500 Euro. Kinder- und Jugendkunstschulen vereinen viele Künste unter einem Dach. Dazu zählen die Bildende Kunst, Tanz, Theater, Zirkus oder das mediale Gestalten. Neben der Talentförderung fördern Kinder- und Jugendkunstschulen mit ihren Angeboten die Persönlichkeitsentwicklung.

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Oberbürgermeisterin würdigt Arbeit des Schweriner Kunst- und Museumsvereins

In 25 Jahren mehr als 130 Künstlerinnen und Künstler ausgestellt

Biene Feld Magellan

Biene Feld, Magellan

Mit der Gemeinschaftsausstellung „Zusammen zwei“  des Kunstvereins Wiligrad und des Schweriner Kunst- und Museumsvereins feiern Kunstbegeisterte  aus Schwerin und dem Umland am Sonnabend das 25-jährigen Bestehen ihrer beiden Vereine. Schwerins Oberbürgermeisterin und Kulturdezernentin Angelika Gramkow nimmt das doppelte Vereinsjubiläum zum Anlass, den Aktiven beider Vereine für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu danken. „In zweieinhalb Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit sind beide Vereine zu kulturellen Institutionen herangewachsen. Sie können sich einer eigenen Tradition rühmen und gehören zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Mecklenburg-Vorpommern und in der Landeshauptstadt.“ Der Schweriner Kunst- und Museumsverein mit seinen fast 200 Mitgliedern hat sich der Förderung des Staatlichen Museums Schwerin und der zeitgenössischen bildenden Kunst verschrieben, unterstützt den Ankauf von Kunstwerken für das Museum, die museumspädagogische Arbeit mit Kindern und verleiht seit 2013 den Friedrich-Schlie-Preis für Zeichnungen, benannt nach dem ersten Direktor des heutigen Staatlichen Museums.Der frühere Sozialminister Dr. Klaus Gollert und die Kunsthistorikerin Dr. Hela Baudis leiten den Verein seit seiner Gründung im Jahr 1991. In den vergangenen 25 Jahren hat der Verein, der keine eigenen Ausstellungsräume besitzt, 130 Künstlerinnen und Künstlern Gelegenheit gegeben, ihre Arbeiten vorzustellen. Gerade läuft im Schleswig-Holstein-Haus eine große Retrospektive über die auf Rügen lebende Malerin und Grafikerin Annelise Hoge. Sie kam auf Initiative des Schweriner Kunst- und Museumsvereins zustande und wurde von Dr. Hela Baudis kuratiert. Seit 2005 organisiert der Verein in Kooperation mit der Theatergesellschaft jährlich im Frühjahr und Herbst im Staatstheater vielbeachtete Ausstellungen und trägt damit auf besondere Weise zur Verbindung der Künste bei.

Brückenschlag der Generationen setzt sich nach 15 Jahren fort

Die Ausstellung „Zusammen zwei“ auf Schloss Wiligrad mit Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen von Edgar Knobloch, Matthäus Thoma, Ulrike Bunge, Jörg Ernert, Biene Feld und  Ev Pommer schließt an ein Projekt an, das die beiden freundschaftlich  verbundenen Vereine vor 15 Jahren an gleicher Stelle begonnen haben. Damals wurden sechs international geschätzte Mitglieder der Akademie der Künste Berlin, darunter der Grafiker Joachim John, der Bildhauer Professor Werner Stötzer und die Maler Hans Vent, Lothar Böhmeund Professor Marwan – gebeten, Gäste bzw. Schüler einzuladen, deren künstlerische Entwicklung sie besonders schätzen. Die Ausstellung „Zusammen Zwei“ will nun zeigen, was aus den damals jungen Künstlern geworden ist. Haben sie sich im komplizierten Dschungel des Kunstmarktes behauptet? Sind sie noch aktiv? Hat sich ihre Kunstsprache weiter entwickelt oder gewandelt? Die Ausstellungskuratoren Dr. Hela Baudis und Klaus J. Albert sind dazu auf Spurensuche gegangen. „Unsere  Recherchen und Atelierbesuche haben ergeben, dass von den einst jungen Zeichnern, Malern, Bildhauern, Objektkünstlern einige heute selbst Lehrende mit einem reichen Erfahrungsschatz geworden sind“, berichten sie.

Der exzellente Zeichner Edgar Knobloch gehört dazu wie auch der einstige Meisterschüler Matthäus Thoma mit seinen fantastischen hölzernen Raumkörpern, ebenso die Berliner Malerin Ulrike Bunge. Sie wurden eingeladen, den Brückenschlag der Generationen fortzusetzen, indem sie ihrerseits den Fokus auf faszinierende Vertreter der jüngeren Künstlergeneration richten, um mit ihnen zusammen auszustellen. Dazu gehören zum Beispiel die Bildhauerin Ev Pommer mit ihren fragilen Skulpturen , der Leipziger Maler Jörg Ernert mit farbstarken, raumgreifenden Malereien und die spannungsvollen Landschaftsbilder von Biene Feld. In dieser Konstellation und Konfrontation ergeben sich für den Betrachter reizvolle wie spannungsvolle Verbindungen zwischen Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und Installation. Zugleich garantiert das überraschende Zusammentreffen von differenzierten Ausdrucksformen und individuellen Kunstsprachen mit Gewissheit Einblicke und Teilhabe an generationsübergreifendem  künstlerischen Reichtum.

Eröffnung: Samstag, 6. August um 15 Uhr im  Kunstverein Wiligrad e.V.,Wiligraderstrasse 17, 19069 Lübstorf / Schloss Wiligrad

Geöffnet bis 25. September 2016, Dienstag bis Samstag 10-18 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr

Tel.: 03867-8801, Fax: 03867-7450, kunstverein_wiligrad@t-online.de, http://www.kunstverein-wiligrad.de

Rostocker Festival „See more Jazz“ vom 19. bis 21. August

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De-Phazz, Foto: Jazzclub Rostock e. V.

Jazzgrößen in der Hansestadt: Vom 19. bis zum 21. August findet das Festival „See more Jazz“ zum achten Mal in Rostock statt. An drei Spielstätten, dem Klostergarten, dem Zoo und der Kunsthalle Rostock, stellen nationale und internationale Größen die Vielfalt  des Genres unter Beweis. Einen Höhepunkt bildet am Samstag der Auftritt der Band De-Phazz, die als Wegbereiter der sogenannten Lounge-Musik bezeichnet wird, im Zoo. Im Grünen und umringt von mittelalterlichen Mauern können Gäste am Freitag die polnische Bassistin Kinga Głyk im Klostergarten erleben. Der Solopianist Jacob Karlzon aus Schweden beschließt das Festival am Sonntag in der Kunsthalle mit einem Stil, der Einflüsse von Metal über Elektro bis hin zu schwedischen Volksweisen vereint. Karten sind im Pressezentrum Rostock oder online unter www.mvticket.deerhältlich. Weitere Informationen: www.seemorejazz.de

26. Landesweite Kunstschau des Künstlerbundes Mecklenburg-Vorpommern

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Walter Hinghaus, „O.T.“

Der Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern lädt vom 13. August bis 11. September zur 26. Landesweiten Kunstschau in die „RWN-Art Galerie“ auf dem Gelände des „Reparaturwerkes Neubrandenburg“ ein. In der jährlich stattfindenden Ausstellungsreihe stellt der Künstlerbund die Bandbreite der Gegenwartskunst in Mecklenburg-Vorpommern vor. In diesem Jahr steht die Gruppenausstellung unter dem Thema „Art & Entertainment/Kunst & Unterhaltung“ und lotet die Grenzen und Gemeinsamkeiten zwischen beiden Bereichen aus. Im interaktiven Rahmenprogramm können Gäste eine Ausstellungsführung mit Boxkampf erleben oder eine Fahrt mit einem Chevrolet durch die Stadt unternehmen. Zu den 41 beteiligten Künstlern gehören unter anderem die Grafikerin und Illustratorin Claudia Burmeister, die Installationskünstlerin Sabine Egelhaaf sowie der Fotograf Walter Hinghaus. Die Ausstellungseröffnung findet am 12. August um 19.00 Uhr in der „RWN-Art Galerie“ statt. Weitere Informationen: www.kuenstlerbund-mv.org