Machbarkeitsstudie für Wasserburg Divitz

Wasserburg ist historisches Zeugnis der Landesgeschichte Pommerns – tragfähiges Gesamtkonzept notwendig

Schloss_Divitz_Sammlung_Duncker

Das Herrenhaus Divitz um 1860, Sammlung Alexander Duncker, gemeinfrei.

2.8.2016 – Der Landkreis Vorpommern-Rügen will mittels einer Machbarkeitsstudie prüfen, ob die mittelalterliche Wasserburg Divitz in der Gemeinde Divitz-Spoldershagen saniert und touristisch genutzt werden kann. „Die Wasserburg ist ein historisches Zeugnis der Landesgeschichte Pommerns. Mit der Machbarkeitsstudie soll geprüft werden, ob es die Möglichkeit für ein tragfähiges Gesamtkonzept zur Sanierung gibt“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe in Schwerin.

Schlösser, Guts- und Herrenhäuser mit neuen Nutzungen

Die Burg liegt auf einer von Gräben umgebenen Insel in der Nähe des Flusses Barthe. Neben einem Herrenhaus mit vier Bauteilen befinden sich dort das ehemalige Forsthaus und der Gutskindergarten sowie ein Torhaus. Alle Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Eigentümer der Wasserburg und dem rund 12 Hektar großen Landschaftspark ist der Verein „Kulturgüter Wasserburg Divitz e.V.“. Mit der Studie sollen eine Standort- und Bestandsanalyse, die Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für die Wasserburg, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und ein Finanzierungskonzept sowie die Entwicklung einer realisierbaren Sanierungskonzeption geprüft werden. „Die Schlösser, Guts- und Herrenhäuser in Mecklenburg-Vorpommern mit ihren prunkvollen Gärten und Parks werden heute vielfach genutzt. Sie sind touristische Ausflugsziele, Spielorte außergewöhnlicher Konzerte und beherbergen gastronomische Einrichtungen. Durch diese neuen Nutzungen ist es möglich, die historischen Gebäude zu erhalten“, sagte Glawe. Nach Angaben des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V. gibt es im Land mehr als 2.000 Schlösser, Guts- und Herrenhäuser; rund 300 davon werden touristisch genutzt.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Kosten für eine Erstellung der Machbarkeitsstudie für die nachhaltige Nutzung der Wasserburg Divitz betragen 50.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Erstellung mit Fördermitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von 37.500 Euro.

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