Erweiterung der RoweMed AG in Parchim

Technologiestandort Parchim wächst dank der RoweMed AG gewaltig – weitere Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation im Land vorantreiben

Medizinisches Zubehör, Quelle: rowemed.de

Medizinisches Spezialprodukt, Quelle: rowemed.de

3.8.2016 – Am Mittwoch wurde bei der RoweMed AG – Medical 4 Life aus Parchim der Neubau eines zertifizierten Reinraumes im Parchimer Innovations- und Technologiezentrum (PITZ) offiziell in Betrieb genommen. Das Unternehmen stellt Spezialprodukte für Medizintechnik her. „Der Technologiestandort Parchim wächst dank der RoweMed AG gewaltig. Mit der Errichtung eines weiteren Reinraumes kann das Unternehmen seinen Kunden weitere Produkte und Dienstleistungen anbieten und so die gestiegene Nachfrage nach medizinischen Spezialprodukten bedienen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Mittwoch vor Ort.

Wirtschaftsministerium unterstützt Unternehmensinvestitionen

Das Unternehmen hat seine Betriebsstätte erweitert, um vor allem bei Infusionszubehör und sogenannten OEM-Produkten (Original Equipment Manufacturer, Originalausrüstungshersteller) neue Fertigungskapazitäten aufzubauen. Auf einer Produktionsfläche von 115 Quadratmetern ist ein Reinraum der ISO-Klasse 7 entstanden. Weitere Investitionen wurden unter anderem in den Kauf einer Verpackungsanlage, Ultraschall-Schweißmaschinen und Werkzeuge getätigt. Die Gesamtinvestitionen für die Erweiterung betragen knapp 1,2 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) und aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 255.000 Euro. „Die RoweMed sichert und schafft Arbeitsplätze am Standort. Mehr als 100 Mitarbeiter sind am Standort tätig, entwickeln und produzieren Produkte, die weltweit exportiert werden“, sagte Glawe.

Forschung und Entwicklung sind Investitionen in die Zukunft des Landes

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist ein Schwerpunkt des Unternehmens. Die RoweMed AG entwickelt und produziert vorrangig Kunststoffprodukte wie beispielsweise Infusionsschläuche, Entnahme-Kanülen für Medikamente und Filtersysteme für die Medikamentenvergabe. Derzeit wird gemeinsam mit der Universität Rostock an der Gestaltung von Infusionssystemen geforscht, um Strömungs- und Filterungsvorgänge zu analysieren und darauf basierend neue Infusionsgeräte zu entwickeln. „Für Mecklenburg-Vorpommern sind Investitionen in Forschung und Entwicklung Investitionen in die Zukunft. Unser Fokus liegt dabei auf der Verbundforschung – gemeinsame Projekte von Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. So können noch mehr marktfähige Produkte aus Mecklenburg-Vorpommern entstehen“, sagte Glawe.

Unterstützung von Forschung, Entwicklung und Innovation in Mecklenburg-Vorpommern

Der Fokus des Wirtschaftsministeriums liegt in der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 unter anderem in der Weiterführung der erfolgreichen Verbundforschungsförderung, der Unterstützung von Schutzrechtsaktivitäten bis hin zur Konzentration der Technologiepolitik auf die Zukunftsfelder Maschinenbau, Information und Kommunikation, Energie, Ernährung, Mobilität und Gesundheit. Für die EU-Förderperiode 2014 bis 2020 stellt das Wirtschaftsministerium 168 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

Informationen zur RoweMed AG

Die RoweMed AG wurde im Jahr 2000 von Roland und Gerda Wex mit Sitz in Melsungen gegründet. Sie entstand aus dem Unternehmen R. Wex – Medical Device Consulting. Im Jahr 2002 wurde der Geschäftssitz nach Parchim verlegt. Nach Unternehmensangaben sind am Standort derzeit rund 110 Mitarbeiter beschäftigt. Die RoweMed AG hat sich zu einem weltweit tätigen Anbieter medizintechnischer Standard- und Spezialprodukte entwickelt. Die Kernkompetenz liegt in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Standard- und innovativen Medizinprodukten für Injektions-, Infusions- und Transfusionstechnik. Inzwischen werden nach Unternehmensangaben mehr als 150 Kunden in über 20 Ländern bedient.

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