27.7.2016 – 36 Schulen und Kitas in M-V können sich bei der Anlage und Pflege eines Gartens über finanzielle Unterstützung des Landes freuen. Sie haben im Rahmen des von Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus initiierten Wettbewerbs „Schul- und Kinder-Gärten – Lernstätte für Natur und Umwelt“ mit interessanten Projektideen überzeugt. Der Kita „Sonnenblume“ in Krembz (LK Nordwestmecklenburg) überreichte der Minister heute einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 5.000 € für die Umsetzung eines Kita-Gartens. Insgesamt stellt das Land 140.000 € zur Verfügung.

Garten, Foto: Joachim Kloock

Garten, Foto: Joachim Kloock

Mit den Händen in der Erde wühlen, säen, winzige Keimlinge heranziehen, Schmetterlinge, Regenwürmer, Insekten beobachten, den Verlauf der Jahreszeiten spüren, unterschiedliche Gerüche wahrnehmen, Tomaten, Kartoffeln, Radieschen ernten, vor Ort naschen, gemeinsam ein leckeres Gericht zubereiten, die Vielfalt jenseits der Supermarktregale kennenlernen – „in Schulgärten sind Erlebnisse möglich, die kein Klassenzimmer dieser Welt vermitteln kann“, betonte Minister Dr. Backhaus. Umso wichtiger sei es, Schulgärten als besondere Lernorte wieder zu entdecken. In Schulgärten, ist sich der Minister sicher, können Kinder fürs Leben lernen: „Im sensiblen Umgang mit Pflanzen, Tieren und anderen Menschen entwickeln sie Empathie und Verantwortungsbewusstsein für die Welt, die sie umgibt. Gärtnern verlangt aber auch handwerkliches Geschick, Körperkraft, Genauigkeit und Geduld. Es wird geplant, gerechnet, beobachtet, dokumentiert und optimiert. Damit ein Vorhaben gelingt, müssen alle Sinne Hand in Hand gehen.“ Auch die Liebe zur eigenen Heimat, so der Minister, beruht nicht zuletzt auf positiven Erfahrungen, die wir draußen in der freien Natur gesammelt haben. Überwältigt zeigte sich Minister Backhaus deshalb von der Reaktion auf den Wettbewerb. 154 Einrichtungen aus dem ganzen Land haben sich daran beteiligt. „Die hohe Teilnehmerquote signalisiert, dass gärtnerisches Wissen in der frühkindlichen Bildung nach wie vor gefragt ist, es hier und da aber an den notwendigen Ressourcen fehlt, um Projekte in diesem Bereich zu realisieren“, kommentierte er. Mit dem Wettbewerb möchte das Land engagierten Einrichtungen helfen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen und Schulgärten wieder zur Blüte verhelfen. Die Kita in Krembz konnte unter anderem mit einer beachtlichen Gartenfläche von rund 2.000 qm punkten, von denen 800 qm in Kooperation mit einem Gartenbauunternehmen und den Eltern umgestaltet werden sollen. In den Boden kommen mediterrane Kräuter und einheimische Gewächse wie Zwiebeln, Möhren, Kürbis, Kohlrabi, Erbsen Porree, Sellerie und Tomaten. Gedüngt wird nur mit dem eigenen Kompost. Auch naturnahe Gartenelemente wie Hecken, Stauden und Gehölze sollen Berücksichtigung finden. Die 5.000 € vom Land werden zudem in kindgerechte Gartengeräte und Hochbeete investiert. Eine vollständige Liste der 36 Gewinner-Einrichtungen finden Sie im Anhang dieser Pressemitteilung.

Advertisements