25 Jahre Agrarberatung – „wichtiger Partner für Land und Berufsstand“

Ernte, Foto: Joachim Kloock

Ernte, Foto: Joachim Kloock

18.7.2016 – „Dem Land und dem Berufsstand einen zuverlässigen, handlungsfähigen und unabhängigen Berater an die Seite stellen.“ – So beschrieb Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus heute auf einer Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens der LMS Agrarberatung in Rostock das 1991 zur Gründung erklärte Ziel der GmbH. „Heute können wir bilanzieren, dass der eingeschlagene Weg, die Landwirtschaftsberatung unter marktwirtschaftlichen Bedingungen zu etablieren, der richtige war.“ Demnach konnte sich die LMS mit Erfolg am Markt behaupten: im Bereich des Beratungsgeschäfts nimmt sie mit 40% der Landwirtschaftsbetriebe in Mecklenburg-Vorpommern eine marktführende Stellung ein, so der Minister. Hauptaufgabe der LMS Agrarberatung, so Backhaus, ist die Förderung der ländlichen Wirtschaft – der Landwirtschaft, des Garten-, Obst- und Gemüsebaus, der Baumschulen, der Imkerei und Fischerei, aber auch der Entwicklung des ländlichen Tourismus. In diesem Sinne berät die LMS Unternehmen bei der Erzeugung oder Vermarktung ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie bei der Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen oder landwirtschaftlichen Untersuchungen. „Insbesondere die soziökonomische Beratung der LMS erwies sich als wichtiges Instrument, um die landwirtschaftlichen Unternehmen in Zeiten von Marktpreiskrisen zu unterstützen“, betonte der Minister. Das Landwirtschaftsministerium bezuschusst die sozioökonomische Beratung mit rund 450.000 Euro jährlich. Angesichts anhaltend niedriger Milchpreise hat es die Zuwendung auf 551.000 € in 2016 und 595.000 € in 2017 erhöht. Auch außerhalb des Agrarbereichs habe sich die LMS durch fachliche Kooperationen und Kompetenz hohe Anerkennung – insbesondere im Umweltschutz – erarbeitet, so Backhaus. Der guten Zusammenarbeit mit der Landesforschungsanstalt und dem LUNG sei es beispielsweise zu verdanken, dass Mecklenburg-Vorpommern jährlich moderate Stickstoffbilanzüberhänge von ca. 60 Kilogramm pro Hektar (kg/ha) in der Landwirtschaft zu verzeichnen hat. Dieser Wert hat sich in den vergangenen Jahren signifikant verbessert: 2003 lag der Stickstoffüberschuss im Durchschnitt in MV noch bei 74,5 kg/ha.

„Wenn die landwirtschaftliche Fachbehörde dafür sorgt, dass Düngemittel von den Landwirten ordnungsgemäß eingesetzt werden, dann handelt sie auch im unmittelbaren Interesse des Verbrauchers, der hochwertige Lebensmittel von der Landwirtschaft erwartet“, kommentierte der Minister. Zu den elementaren Erfolgen der Agrarberatung zählt laut Backhaus beispielsweise die erfolgreiche Begleitung von Betriebsumwandlungen nach der Wende hin zu leistungs- und wettbewerbsfähigen Unternehmen. Auch dieser Weg war von Erfolg gekrönt: „Mittlerweile hat M-V mit 45.660 Euro pro Arbeitskraft nach Sachsen-Anhalt die bundesweit höchste Arbeitsproduktivität in der Landwirtschaft erreicht“, unterstrich er. Doch auch für die Zukunft sei die LMS gut aufgestellt. Vergleichsweise junge Beratungsfelder, wie die „ökologische Landwirtschaft“ oder die „Energieberatung“, erwiesen sich innerhalb kürzester Zeit als kostendeckend. Backhaus: „Es ist schön zu sehen, wenn neue Ideen auch wirtschaftlich funktionieren.“ Gleichzeitig verwies Backhaus auf die Bedeutung der zur LMS zugehörigen LUFA, die heute bereits ihr 140 jähriges Bestehen feiert. Der Export von Saat-und Pflanzengut ist ein regelrechter Exportschlager aus MV – hieran habe die LUFA mit ihrem umfangreichen Untersuchungswesen einen erheblichen Anteil, so der Minister.  Abschließend sprach Backhaus den Mitarbeitern seinen ausdrücklichen Dank aus und betonte, dass eine unabhängige Beratung mit dem Ziel eines verbesserten Betriebsmanagements in jeder Hinsicht nachhaltiger ist, als es eine staatliche Förderung sein kann.

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