Bundesumweltministerin Hendricks zeichnet Greifswald als Masterplan-Kommune für den Klimaschutz aus

Wildblumenfeld entlang der Anklamer Straße, Foto: Pressestelle Universitäts- und Hansestadt Greifswald

Wildblumenfeld an der Anklamer Straße, Foto: Presse HGW

13.7.2016 – Als einzige Stadt in Mecklenburg-Vorpommern hat Greifswald vom Bund den Zuschlag für einen „Masterplan 100% Klimaschutz“ erhalten. Die Universitäts- und Hansestadt gehört damit zu insgesamt 22 Städten bundesweit, die für dieses Projekt ausgewählt wurden.  Am Donnerstag, dem 14. Juli, findet in Berlin die Auftaktveranstaltung für die neue Kampagne statt, bei der Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks die ausgewählten Städte ausgezeichnet. Für Greifswald nimmt Bausenator Jörg Hochheim die Ehrung entgegen. „In Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz steht unsere Stadt auch im nationalen Vergleich gut da“, betonte Bausenator Jörg Hochheim. Die Aufnahme in das Förderprogramm ist deshalb auch eine Bestätigung für das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020. Dank der Unterstützung durch die Bundesregierung können wir unsere bisherigen Erfolge und Anstrengungen im Klimaschutz fortsetzen.“ Das Bundesumweltministerium selbst spricht von der „Königsdisziplin des kommunalen Klimaschutzes“. Mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ werden Kommunen gefördert, die ihre Treibhausgasemission bis 2050 um 95 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 senken wollen. Zudem wird überprüft, ob eine Senkung des Energiebedarfs in Greifswald um 50 % in dem gleichen Zeitraum möglich ist. „Um das ambitionierte langfristige Ziel erreichen zu können, ist es erforderlich, dass bereits heute die Weichen für diese Entwicklung gestellt werden und die Greifswalder Einwohner, Unternehmen und Organisationen dabei an einem Strang ziehen. Deshalb soll nach einer einjährigen konzeptionellen Phase mit der begleitenden Umsetzung des Masterplans begonnen werden.“, führte Jörg Hochheim weiter aus. Der Bund will mit den Masterplan-Kommunen Leuchttürme des nationalen Klimaschutzes schaffen, an denen sich andere Kommunen orientieren können. Das Vorhaben in Greifswald wird deshalb zu 95 Prozent aus Bundesmitteln finanziert, nur fünf Prozent der Kosten sind durch die Stadt selbst zu tragen. Die Förderung erstreckt sich über einen Zeitraum von vier Jahren. Greifswald erhält für die Aufstellung des Masterplans über vier Jahre verteilt insgesamt 389.000 Euro. Die Bürgerschaft der Universitäts- und Hansestadt Greifswald hatte 2010 ein Klimaschutzkonzept für Greifswald beschlossen. Darin setzte sich die Stadt das Ziel, den CO2-Ausstoß  bis zum Jahr 2020 um 14 Prozent gegenüber 2005 zu senken. Zur Umsetzung unterschiedlichster Aktivitäten wurde das Klimaschutzbündnis Greifswald 2020 gegründet, dem Unternehmen und Einrichtungen mit hohem Energieverbrauch angehören, darunter die Stadtverwaltung, die Universität und die beiden großen Wohnungsunternehmen, sowie der wichtigste ortsansässige Energieerzeuger, die Stadtwerke.

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