Betriebliches Gesundheitsmanagement im Handwerk

Gesundheitsprävention gewinnt an Bedeutung – Projekt unterstützt Handwerksbetriebe

Durchstarten in der Gesundheitswirtschaft MV - Ideenwettbewerb -, Foto/Quelle: WM M-V

Gesundheitswirtschaft MV, Foto: WM M-V

23.6.2016 – In Rostock hat am Donnerstag die Landesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften M-V (LAG M-V) zu ihrer Mitgliederversammlung getagt. EinThema war das Projekt „GabeGe Handwerk M-V“ (Ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement im Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern). In dem Projekt werden Kleinst- und Kleinbetriebe bei der Einführung von Maßnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements unterstützt. „Auch wenn im Alltag oft die Zeit fehlt: Gesundheitsprävention gewinnt gerade in Zeiten älter werdender Belegschaften immer mehr an Bedeutung. Entscheidend ist, dass sich noch mehr Betriebe aus dem Handwerk für eine nachhaltige Gesundheit am Arbeitsplatz stark machen. Es sind oft nur Kleinigkeiten, die aktiv etwas bewegen können“, appellierte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe anlässlich der Halbzeitbilanz des Projektes am Donnerstag in Schwerin. An der Veranstaltung nahm vom Wirtschaftsministerium der Abteilungsleiter Handwerk, Berufliche Bildung, Immissionsschutz, Abfallwirtschaft Dr. Arnold Fuchs teil

Projekt „GabeGe Handwerk M-V“

Das Projekt „GabeGe Handwerk M-V“ zeigt Wege auf, die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter langfristig zu erhalten. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Ziel ist es, die Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu stärken und zu erhalten sowie Rahmenbedingungen für gesunde, zufriedenere und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen. Träger des Projektes ist der Verein zur Förderung der Betrieblichen Eingliederung im Handwerk M-V e.V. Partner ist die Krankenkasse IKK Nord. Das Projekt ist im März 2015 gestartet und läuft bis 2017. Rund 60 Betriebe werden zurzeit in Mecklenburg-Vorpommern betreut. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von 150.000 Euro.

Stimmen zur Halbzeitbilanz des Projektes

Wirtschaftsminister Harry Glawe: „Ein vernünftiges Gesundheitsmanagement im Handwerk ist eine Investition, die sich durchaus lohnt. Wichtig ist, die richtigen Zugangswege hinein in die Kleinstbetriebe zu finden. Das Projekt ´GabeGe Handwerk M-V´ zeigt auf, wie es gehen kann.“ 

Eckard Gauer, Kreishandwerksmeister aus NWM/Wismar und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften M-V: „Kleinst- und Kleinbetriebe suchen händeringend Fachpersonal. Darüber hinaus wollen wir Ausfallzeiten senken. Deshalb bieten wir im Handwerk verschiedene Maßnahmen an, um attraktiv zu bleiben – und natürlich auch, um Fachkräfte zu binden. Wir setzen verstärkt auf Gesundheit im Betrieb. Im Übrigen lebt das Projekt davon, mit wenig Verwaltung auszukommen: Jeder investierte Euro kommt an der Basis an.“

Ralf Hermes, Vorstand der IKK Nord und Gastgeber: „Rückenerkrankungen durch Fehlbelastungen und psychische Erkrankungen durch Stress gehören zu den häufigsten und gleichzeitig vermeidbaren Ausfallursachen. Seit über 15 Jahren unterstützt die IKK Nord mit professionell aufbereiteter betrieblicher Gesundheitsförderung vor Ort. Als Krankenkasse des Handwerks sind wir nah dran, flexibel und eng vernetzt.“

Marlies Händschke, verantwortliche Projektmanagerin und Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Müritz-Demmin: „Wir konnten bisher über 60 Kleinst- und Kleinbetriebe für Gesundheit und Prävention gewinnen mit dem Ziel, diese Themen dauerhaft zu sichern. Sie können damit Teil einer gelungenen Betriebskultur werden. Der Bedarf sei da, das zeige diese erfreuliche Entwicklung.“

Link: www.esa-mv.de  und  Link: www.ikk-nord.de/arbeitgeber-service/gesundheitsfoerderung

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