Ministerpräsident Erwin Sellering fordert Ende der Russlandsanktionen

20.6.2016 – Ministerpräsident Erwin Sellering hat sich dafür ausgesprochen, bei der anstehenden Entscheidung die Sanktionen gegen Russland nicht einfach zu verlängern. „Wir brauchen jetzt ein deutliches Signal des Westens, dass wir keine weitere Verschärfung des Konfliktes wollen, sondern die Rückkehr zur friedlichen Partnerschaft.“ Sellering kritisierte, dass die NATO stattdessen auf Eskalation setze. Der Regierungschef: „Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat Recht, das Säbelrasseln und die Rhetorik des kalten Krieges müssen ein Ende haben. Wer in einem solchen Konflikt darauf beharrt, zu 100 % im Recht zu sein, will in Wahrheit keine Lösung.“

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2. Unternehmertag: Russland in Mecklenburg-Vorpommern

Sellering spricht sich für ein baldiges Ende der Sanktionen aus

Ministerpräsident Erwin Sellering am Rednerpult bei der Eröffnung des 2. Russlandtages in Rostock<p></dt><dd class=

Ministerpräsident Erwin Sellering, © Thomas Häntzschel

25.5.2016 – Für ein baldiges Ende der wechselseitigen Sanktionen hat sich Ministerpräsident Erwin Sellering heute (25. Mai 2016) anlässlich der Eröffnung des 2. Russlandtages in Rostock vor über 600 Gästen ausgesprochen: Ich halte es für ein vordringliches politisches Ziel, dass Deutschland und Russland, dass die EU und Russland zu einer vertrauensvollen, guten Partnerschaft und zu einem Handelsaustausch ohne Sanktionen zurückkehren. Dies sei wichtig, um die Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen zu können. Gespräche dazu müssten auf nationaler Ebene geführt werden. Kontakte auf regionaler Ebene könnten aber zum besseren gegenseitigen Verständnis beitragen. Ich nehme wahr, dass es auf beiden Seiten den Wunsch nach einer Wiederannäherung zwischen Deutschland und Russland gibt. Vielleicht kann unser Russlandtag dazu einen kleinen Beitrag leisten. Ich würde mich sehr darüber freuen, sagte der Ministerpräsident. Als ostdeutsches Bundesland verbindet Mecklenburg-Vorpommern mit Russland ein ganz besondere Beziehung. Viele unserer Unternehmerinnen und Unternehmer sprechen die Sprache, kennen die Mentalität und die Strukturen, sagte der Ministerpräsident. Auch deshalb sei Russland nach der Deutschen Einheit schnell einer der wichtigsten Handelspartner des Bundeslandes geworden. Mit dem Leningrader Gebiet rund um die Stadt St. Petersburg sei eine enge Partnerschaft aufgebaut worden.

Land hat gute regionale Beziehungen weiter gepflegt und gestärkt 

Seit dem letzten Russlandtag haben wir gemeinsam alles getan, um unter schwierigen Bedingungen, die guten regionalen Beziehungen weiter zu pflegen und zu stärken, sagte Sellering. Dies habe sich ausgezahlt. Die Exporte aus Mecklenburg-Vorpommern nach Russland haben sich 2015 entgegen dem Bundestrend erhöht. Russland stand im letzten Jahr auf Platz 4 der wichtigsten Außenhandels­partner Mecklenburg-Vorpommerns. Das ist ein Beleg für unsere verlässlichen Handels­beziehungen, auch unter schwierigen Bedingungen.

„Gemeinsame Absichtserklärung“

Der Minister für Indus­trie und Handel der Russischen Föderation Denis Walentinowitsch Manturow bezeichnete in seiner Rede Deutschland als den wichtigsten europäischen Partner für sein Land. Die große Zahl an Teilnehmern am 2. Russlandtag verdeutliche das Interesse der Unternehmen beider Länder, die gegenseitigen Beziehungen weiter auszubauen. Minister Manturow und Ministerpräsident Sellering unterzeichneten anschließend die Gemeinsame Absichtserklärung über die Zusam­menarbeit zwischen dem Ministerium für Industrie und Handel der Russischen Föderation und der Regierung des Landes Mecklen­burg-Vorpommern der Bundesrepublik Deutschland im industriellen Bereich.

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