Alte Sprachen, Niederdeutsch und MINT: Land will Profilgymnasien und Profilgesamtschulen einrichten

Minister Brodkorb: Wir bauen Begabtenförderung an Gymnasien und Gesamtschulen aus

Schule, Foto/Quelle: shutterstock

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20.6.2016 – 14 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern stärken ihr Profil und entwickeln sich zu Schwerpunktgymnasien bzw. Schwerpunktgesamtschulen in den Bereichen Humanistische Bildung/Alte Sprachen, Niederdeutsch und Mathematik/ Naturwissenschaften (MINT) weiter. In jedem der vier Schulamtsbereiche soll jeder Profilschwerpunkt einmal vertreten sein. Das Land stellt dafür insgesamt zusätzlich eine Mio. Euro bereit. Diese ergänzen 35 Lehrerstellen für Begabtenförderung, von denen alle Gymnasien und Gesamtschulen zum Schuljahr 2016/2017 profitieren. Das entspricht weiteren 2,7 Mio. Euro. „Wir bauen mit den Schwerpunktschulen die Begabtenförderung an den Gymnasien und Gesamtschulen aus“, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Unser Ziel ist es, engagierten und leistungsstarken Schülerinnen und Schülern besondere Bildungsangebote zu machen. Die ausgewählten Gymnasien und Gesamtschulen erhalten für die Umsetzung eine Lehrerstelle zusätzlich. Außerdem will das Land den Schulen ein Budget für Sachkosten zur Verfügung stellen, damit sie besondere Aktivitäten finanzieren können“, erläuterte Brodkorb. Die Profilbildung soll nach einem landesweiten Konzept erfolgen, das in den kommenden Monaten durch ein Netzwerk aus Lehrerinnen und Lehrern erarbeitet wird. Der Schwerpunkt „Humanistische Bildung“ soll die Sprachen Latein und Altgriechisch umfassen. In Niederdeutsch soll das „Abitur up Platt“ (Plattinum) möglich sein. An den MINT-Schulen liegt der Schwerpunkt auf Mathematik oder auf den naturwissenschaftlichen Fächern. „Neben dem vertieften Unterricht in den jeweiligen Fächern sollen weitere Aktivitäten zum Schulalltag gehören“, erläuterte Bildungsminister Brodkorb. „Ich gehe davon aus, dass beispielsweise die MINT-Schwerpunktschulen Schülerinnen und Schüler soweit fördern, dass sie an Wettbewerben wie ‚Jugend forscht‛ oder den Mathe- und Chemie-Olympiaden teilnehmen können. Ich wünsche mir außerdem, dass die Schulen besondere Angebote am Nachmittag öffnen, damit auch Schülerinnen und Schüler anderer Schulen aus der Region daran teilnehmen können“, sagte Brodkorb. Geplant ist, dass die Profilschulen im Schuljahr 2017/2018 an den Start gehen. Die Lehrerstellen stehen ab sofort bereit. Das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur wird mit jeder Schule eine Zielvereinbarung über die Ausgestaltung unterzeichnen.

Schulen mit dem Schwerpunkt Humanistische Bildung/Alte Sprachen:

1.) Jahngymnasium Greifswald

2.) Gymnasium Carolinum Neustrelitz

3.) Friderico-Francisceum Gymnasium zu Bad Doberan

4.) Gymnasium Fridericianum Schwerin

Schulen mit dem Schwerpunkt Niederdeutsch:

1.) Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz

2.) Geschwister-Scholl-Gymnasium Wismar

3.) Gymnasium „Am Sonnenberg“ Crivitz

4.) RecknitzCampus Laage

5.) Reuterstädter Gesamtschule Stavenhagen (KGS)

6.) Goethe-Gymnasium Demmin (Musikgymnasium)

Schulen mit dem Schwerpunkt MINT:

1.) Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald

2.) Albert-Einstein-Gymnasium Neubrandenburg

3.) Gymnasium Fridericianum Schwerin/Goethe-Gymnasium Schwerin

4.) Musikgymnasium Käthe Kollwitz Rostock

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