POLO am sonnigen Ostseestrand in Warnemünde

Die Bilder entstanden am Strand des Ostseebades Warnemünde am 4. 6. 2016, Fotos: Joachim Kloock

Polo ist eine Mannschaftssportart, bei der die auf Pferden reitenden vier Spieler pro Mannschaft einen Ball mit einem langen Holzschläger in das gegnerische Tor schlagen müssen. Die Spieler tragen Helme und wechseln während des Spiels mehrfach die Pferde. Der anglo-indische Ausdruck Polo wird seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verwendet. Er stammt aus der Sprache der Balti und bedeutet „Ball“.

Die Anfänge des Polospiels (persisch tschougān) liegen im Iran, in Afghanistan, Kaschmir und Nordpakistan (Persien) um ca. 600 v. Chr. Das Spiel wurde mit der Zeit immer populärer und avancierte schließlich zum Nationalsport. So diente beispielsweise im 16. und 17. Jahrhundert der zentrale Platz der früheren persischen Hauptstadt Isfahan regelmäßig als Spielfläche. Hierbei beobachtete der Schah das Spiel vom Balkon des Ali-Qapu-Palastes. Aus früherer Zeit ist belegt, dass das Spiel sich unter beiden Geschlechtern großer Beliebtheit erfreute und auch gemeinsam gespielt wurde, so u. a. am sassanidischen Hof. Berichte zu diesem Sport finden sich bereits in Szenen der persischen Mythologie, z. B. im Epos Schahnameh. Im Zuge der islamischen Expansion breitete sich das Spiel nach Arabien und unter den Mogulkaisern nach Indien aus. Bereits in der Spätantike fand das Polospiel Einzug in das Römische Reich. Neben dem Kaiserpalast in Konstantinopel existierte ein Poloplatz, der bereits von Kaiser Theodosius II. angelegt worden sein soll, dem das Spiel durch seinen persischen Kämmerer Antiochos vermittelt worden sein könnte. Durch britische Kavallerie-Offiziere der Lancers (Ulanen), die in Indien stationiert waren, gelangte Polo im 19. Jahrhundert nach Großbritannien. 1859 wurde der erste britische Polo-Club gegründet. Polo war 1900, 1908, 1920, 1924 und 1936 olympische Disziplin. Die ersten drei Turniere gewann jeweils eine britische Mannschaft, die letzten beiden eine argentinische.

Varianten

Beim Polosport zu Pferde werden verschiedene Varianten gespielt, die sich durch Spieltaktik und Mannschaftszusammenstellung voneinander unterscheiden: Beach Polo, Arena Polo und Schneepolo. Zur Entspannung oder als touristische Attraktion werden häufig Varianten des Polo gespielt, die nicht auf Pferden gespielt werden. Hierzu gehören: Elefantenpolo, Kamelpolo, Radpolo, Kanupolo oder Segwaypolo. Steckenpferdpolo gibt es als Kinderspiel in den klassischen Poloregionen und wird ebenso, etwa in Mannheim und Düsseldorf als Teamsport mit einigen humorigen Aspekten gespielt. Die Polo-Weltmeisterschaft wurde 1987 erstmals ausgetragen. Zur Zeit findet sie alle drei Jahre statt. Das Team-Handicap ist auf 14 begrenzt, um genug teilnehmende Länder finden zu können und um allen Teilnehmern eine gerechte Chance auf den Sieg zu geben. Die erfolgreichsten Nationen waren bisher Brasilien und Argentinien mit jeweils sechs Medaillen, Deutschland konnte bisher noch keine Medaille erlangen. (Quelle: Wikipedia)

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