Bilanz Unternehmerdelegationsreise in den Iran

Spürbare Aufbruchstimmung – Wirtschaftstag 2017 in MV prüfen – Gesundheitswirtschaft, duale Ausbildung, Industrie, Logistik, Handwerk und Tourismus aus Norddeutschland sind gefragt – jetzt handeln! – Aufbruchstimmung im Iran und wirtschaftliche Stärken Mecklenburg-Vorpommerns passen zusammen

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

Windkraftanlage, Foto: Joachim Kloock

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat am Ende der sechstägigen Reise in den Iran eine positive Bilanz gezogen. „Es war eine spürbare Aufbruchstimmung vor Ort. Der Auftakt ist gelungen. Es bewegt sich viel und wir haben eine Menge Hausaufgaben im Gepäck. Wir konnten mit dem Know-how der heimischen Wirtschaft aus unserem Land absolut punkten. Die Tür für wirtschaftliche Kontakte ist weit aufgestoßen. Jetzt muss alles daran gesetzt werden, auch durch diese Tür zu gehen. Ich bin mir sicher, die Aufbruchstimmung im Iran und die wirtschaftlichen Stärken Mecklenburg-Vorpommerns passen zusammen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph. „Es wird auch darauf ankommen, vermeintliche Vorurteile abzubauen, die Interessen und Ziele des jeweils anderen besser zu kennen und gegenseitig notwendiges Vertrauen zu rechtfertigen.“

Anregung eines gemeinsamen Wirtschaftstages in MV

Auf Anregung der Gouvernementverwaltung Isfahan wurde Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph gebeten, die Durchführung eines Wirtschaftstages Iran – Mecklenburg-Vorpommern im Sommer 2017 zu prüfen. „Das ist eine Riesenchance für unser Land und im Besonderen für die heimische Wirtschaft, die neuen Kontakte in konkrete Geschäftsbeziehungen umzumünzen. Gleichzeitig lernen sich neue Unternehmen kennen. Das iranische Handwerk aus der Region Isfahan wird mit seiner fünftausendjährigen Handwerkskunst aufwarten. Iranische Tourismusdestinationen stellen sich vor. Gleichzeitig lernen die Touristiker Isfahans die Expertise unseres Landes im Bereich der Tourismuswirtschaft, einschließlich unserer Zertifizierungen und Qualifizierungssysteme kennen“, so Rudolph weiter. Der Wirtschaftsstaatssekretär regte an, den Wirtschaftstag gemeinsam mit interessierten Wirtschaftskammern und heimischen Unternehmen zu organisieren. Das Wirtschaftsministerium M-V und die IHK Schwerin könnten dabei aufgrund der vor Ort gesammelten Kontakte die Leadpartnerschaft übernehmen. Erforderliche Gespräche mit Präsident Hans Thon und Geschäftsführer Siegbert Eisenach haben begonnen.

Iran auf dem Weg zu mehr eigener Wertschöpfung

Wirtschaftsstaatssekretär Rudolph sagte zum Abschluss der Reise: „Der Iran ist auf dem Weg zu mehr eigener Wertschöpfung und Wohlstand. Das Land setzt dabei auf Produkte, Dienstleistungen und Investitionen aus Deutschland. An die Qualitätsarbeit und Zuverlässigkeit erinnert man sich gerne aus der Zeit vor den Sanktionen. Die Iraner sind bereit, für Produkte und Dienstleitungen aus Deutschland auch einen höheren Preis zu bezahlen.“

Iran baut Gesundheitswirtschaft zielgerichtet aus

Auch das Know-how aus Mecklenburg-Vorpommern auf dem Gebiet der Gesundheitswirtschaft ist im Iran sehr willkommen. „Vor allem Medizintechnik, Biomedizin, Pharmaprodukte, Gesundheitsdienstleistungen, insbesondere auf dem Gebiet der Diabetesbekämpfung und Herz-Kreislauferkrankungen, einschließlich Gesundheitstourismus, sowie Krankenhausbau und -management sind gefragt. Eine detaillierte Übersicht über die Struktur, Expertise und die Stärken unserer Unternehmen der Gesundheitswirtschaft wird bereits marktgerecht erarbeitet und dem Gesundheitsministerium Irans als Grundlage weiterer verabredeter konkreter Gespräche zur Verfügung gestellt“, so Rudolph weiter. Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Rudolph hat Repräsentanten des Gesundheitsministeriums Irans zur Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft im Juli 2016 nach Mecklenburg-Vorpommern eingeladen.

Duale Ausbildung stößt auf großes Interesse

Darüber hinaus äußerten die Iraner den Wunsch, das System der Dualen Berufsausbildung in Mecklenburg-Vorpommern noch näher kennenzulernen. „Das deutsche Ausbildungssystem hat vor Ort beeindruckt. Hier werden wir prüfen, ob angehende iranische Fachkräfte, die die iranische Berufsausbildung weiter entwickeln sollen, über Stipendien die Möglichkeit erhalten können, sich bei uns weiterzubilden. Ziel ist es, die Funktions- und Wirkungsweise unserer dualen Berufsausbildung, einschließlich der Berufsfrühorientierung, iranischen Fachleuten zu erläutern, besser zu verstehen und im Iran aufzubauen. Das sichert Wohlstand und qualifizierte Fachkräfte für gute Geschäfte vor Ort“, betonte Rudolph. Die Reise fand unter der Leitung von Energieminister Christian Pegel statt. An der rund 100-köpfigen Delegationsreise waren Vertreter aus Politik, Verwaltung und Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt beteiligt.

Folgende Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern haben die Reise in den Iran unternommen

  • Airsense Analytics GmbH
  • BayWa Agrarhandel GmbH
  • bmp GmbH
  • DB Schenker AG Gs. Güstrow
  • Ecovis Grieger Mallison Köster
  • Fisch Domke
  • HERO Rostock GmbH
  • Ingenieurplanung Ost GmbH
  • Inros Lackner SE
  • JB German Oil GmbH
  • Maplan GmbH
  • Medicare GmbH
  • MWO GmbH
  • Pro Balticum
  • Rosoma GmbH
  • RST Rostock System Technik GmbH
  • Saphir Radiochirurgie Norddeutschland GmbH
  • Ing. Siegmund Henning Anlagentechnik GmbHTeterower Wohnungsgesellschaft GmbH
  • Viela Export GmbH
  • Windbauer GmbH
  • WME GmbH
  • zWe GmbH
  • W2E Wind to Energy GmbH
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