Erste Antragsrunde für grenzüberschreitendes EU-Programm startet

31 Millionen Euro für grenzüberschreitende Kooperation sowie Verkehr und Mobilität

Seebrücke Ahlbeck, Foto: www.usedom.de

Seebrücke Ahlbeck, Fotoquelle: usedom.de

23.5.2016 – Ab sofort können Förderanträge für das grenzüberschreitende Kooperationsprogramm Interreg V A Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen eingereicht werden. Bis zum 15. Juli 2016 haben Interessierte die Möglichkeit, in den Themenbereichen „Grenzübergreifende Kooperation“ sowie „Verkehr und Mobilität“ Projektanträge zu stellen. „Die erste Antragsrunde startet. Mit dem Interreg-Programm werden grenzüberschreitende Kooperationen unterstützt, die im Alltag der Menschen eine Rolle spielen, beispielsweise im Verkehr, im Tourismus, in der Gesundheitswirtschaft und im Umweltschutz. Dabei steht die praktische Umsetzung konkreter Projekte im Vordergrund, zu denen sich Partner von beiden Seiten der Grenze zusammenfinden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Montag.

31 Millionen Euro stehen in der ersten Projekt-Antragsrunde zur Verfügung

Insgesamt stehen für das Programm in der EU-Förderperiode bis 2020 134 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Für den aktuell laufenden Programmaufruf ist der Bereich „Grenzübergreifende Kooperation“ mit 15 Millionen Euro, der Bereich „Verkehr und Mobilität“ mit rund 16 Millionen Euro ausgestattet. Es können unter anderem Maßnahmen zur Vernetzung von Institutionen, schwerpunktmäßig in den Bereichen Wirtschaft, Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft, Forschung, Zivil- und Katastrophenschutz, Bildung, Kultur, Justiz, Soziales, Sport, Tourismus, Umwelt, erneuerbare Energien und öffentliche Verwaltung/ Einrichtungen unterstützt werden. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, Maßnahmen zur Förderung grenzübergreifender Begegnungen insbesondere des sozialen und kulturellen Austausches zwischen den deutschen und polnischen Bürgern als Projekt einzureichen. Auch grenzübergreifende Kooperationen im Bereich des Gesundheitswesens zur Sicherstellung der Versorgung im ländlich geprägten Programmraum sowie Maßnahmen zur Gesundheitsaufklärung der Bevölkerung sind förderfähig. „Mit dem Interreg-Programm soll die Wirtschaft gestärkt, die Infrastruktur verbessert und vor allem das Miteinander der Bürger in den Grenzregionen intensiviert werden. Über die Projekte entsteht ein Stück gelebtes Europa“, sagte Glawe.

Informationen und Beratung

Weitere Informationen zu den Förderbedingungen gibt es unter http://www.interreg5a.info/de/.  Persönliche Beratung zu Förderanträgen bietet das Gemeinsame Sekretariat in Löcknitz, c/o Kommunalgemeinschaft Pomerania e.V., Ernst-Thälmann-Str. 4, 17321 Löcknitz, Tel. +49-39754-52915, an.

Informationen zum Programm Interreg V A

Das Interreg-Programm wird umgesetzt in der Wojewodschaft Westpommern in Polen, den Landkreisen Barnim,Uckermark und Märkisch Oderland in Brandenburg sowie in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Der thematische Mittelpunkt der Förderperiode ist die grenzübergreifende Zusammenarbeit von Landkreisen aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sowie der Wojewodschaft Westpommern in der Republik Polen. Das Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern leitet die Verwaltungsbehörde im Gesamtprogramm. Von September 2016 an können für die Programmschwerpunkte „Bildung“ sowie „Natur und Kultur“ weitere Projektanträge eingereicht werden.

Rückblick auf die Förderperiode 2007 – 2013

In der Förderperiode von 2007 bis 2013 wurden im Programm Interreg IV A insgesamt 69 Projekte mit rund 200 Projektpartnern mit einem Programmvolumen von 132,8 Millionen Euro EFRE-Mitteln umgesetzt.

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