Demografischer Wandel und Niedrigzins sind große Herausforderungen für Stiftungen

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) sagte anlässlich des Deutschen Stiftungtages 2016: „Kleine Stiftungen sollen sich künftig zusammenschließen können“

Familie Karen und Volker Hänze mit ihren Kindern Danny (6) und Leopold (1) aus Teterow schauten sich bei einem Zoobesuch die neue Ausstellung im Altweltaffenhaus an. Foto: Joachim Kloock

Familie im Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

„Stiftungen müssen sich nicht neu erfinden, sie müssen sich aber der Zeit anpassen. Der demografische Wandel und der Niedrigzins sind große Herausforderungen. Nicht nur Zustiftungen sind wichtig, auch versuchen Stiftungen mittlerweile mit Spenden, wirkungsorientierten Geldanlagen oder Kooperationen ihrem Stiftungszweck gerecht zu werden. Vor allem für kleine Stiftungen, wie wir sie hier in Mecklenburg-Vorpommern haben, ist es eine schwierige Zeit. Darum wollen wir die Möglichkeit der Zusammenschlüsse erleichtern. Bis zum Herbst wird dazu eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe Vorschläge vorlegen“, sagte Justizministerin Kuder anlässlich des Stiftungstages 2016, der am Mittwoch in Leipzig beginnt. Ministerin Kuder ist zuständig für die Stiftungsaufsicht und besucht derzeit Stiftungen in Mecklenburg-Vorpommern. „Im Stiftungsfrühling besuche ich Stiftungen, die kulturelles, kirchliches und alltägliches Leben verbinden. Wichtiges Thema ist dabei auch der demografische Wandel. Gut jede sechste Stiftung befasst sich damit und fördert derartige Projekte. Am Donnerstag besuche ich die Stiftung ‚Kirche mit Anderen‘, die sich ebenfalls um Gemeindeentwicklung und Gemeindeerneuerung kümmert“, so Ministerin Kuder. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 121 rechtsfähige und 45 kirchliche Stiftungen. Das Justizministerium hat in diesem Jahr eine neue Familienstiftung genehmigt, damit sind es jetzt 166 Stiftungen insgesamt. Justizministerin Kuder: „Es ist mir sehr wichtig, die Arbeit von Stiftungen im Land bekannter zu machen. Denn ihr Ziel ist es, unserer Gesellschaft Gutes zu tun.“

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