Jugendarrestvollzugsgesetz beschlossen – In M-V ist Vollzugsgesetzgebung somit komplett

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU): „Erziehung steht im Vordergrund. Jedem straffällig gewordenen Jugendlichen wird der richtige Weg aufgezeigt“

Grafik - Paragraph20.4.2016 – „Der Landtag hat heute das Jugendarrestvollzugsgesetz beschlossen. Die Vollzugsgesetze von Mecklenburg-Vorpommern, die im Rahmen der Föderalismusreform wie in allen Bundesländern neu erarbeitet werden mussten, sind damit komplett“, sagte Justizministerin Kuder am Mittwoch am Rande der Landtagssitzung. „Die besondere Herausforderung besteht in der relativ kurzen Zeit des Jugendarrests von bis zu vier Wochen. Die Zeit muss von den Jugendlichen dazu genutzt werden, sich mit ihren Problemen und Defiziten zu befassen und an Lösungen zu arbeiten. Der Arrest soll ihnen vor Augen führen, dass bei weiterer Straffälligkeit der geschlossene Vollzug droht. Darum müssen wir es in der Arrestzeit schaffen, so auf die Jugendlichen einzuwirken, dass sie sich für ihr Handeln verantwortlich fühlen und die Fähigkeit entwickeln, zukünftig ohne Straftaten leben zu können“, sagte die Justizministerin weiter. „In der Jugendarrestanstalt Neustrelitz ist das erfahrene und motivierte Team spezialisiert in den Bereichen der Sucht-, Schulden- und Gewaltproblematik. Besonders eng arbeitet es mit Behörden, Gemeinden, Schulen, der Jugendrechtshilfe, der Bewährungshilfe und freien Trägern zusammen, um jedem im Arrest zu zeigen, wie er in ein straffreies Leben zurückkehren kann“, so Ministerin Kuder. Der Jugendarrest mit seinen 14 Plätzen ist vor den Mauern der Jugendanstalt Neustrelitz eingerichtet. Im Jahr 2015 waren insgesamt 242 Jugendliche arrestiert, gut jeder Dritte davon für jeweils zwei Wochen. Das Durchschnittsalter der Jugendlichen im Arrest betrug 18,35 Jahre.

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