Zahnrettungsboxen für alle Grund- und Förderschulen

Zahn, shutterstock.deSchwerin, 7. 4. 2016 – In Mecklenburg-Vorpommern erhalten alle Grund- und Förderschulen in den nächsten Tagen eine Zahnrettungsbox von der Techniker Krankenkasse (TK). Als erste Schule im Land bekommt die Heinrich-Heine-Grundschule in Warnemünde heute eine Zahnrettungsbox. Die offizielle Übergabe erfolgt im Beisein von Bildungsminister Mathias Brodkorb, der die Schirmherrschaft für die Aktion übernommen hat. Insgesamt sollen rund 500 Zahnrettungsboxen verteilt werden. Die Techniker Krankenkasse lässt ihre Kampagne damit neu aufleben. Bereits 2010 wurden die Grund- und Förderschulen und zwei Jahre später rund 500 Sportvereine mit Zahnrettungsboxen versorgt. Manon Austenat-Wied, Leiterin der TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern erklärt: „Der Verlust von Zähnen kann eine erhebliche Beeinträchtigung der Aussprache, Kaufunktion und Ästhetik bedeuten. Vor allem für Kinder hat das weitreichende Folgen.“ Meist sind Zahnersatzbehandlungen erst mit Abschluss der Wachstumsphase möglich. Zudem sind sie oftmals sehr kostenaufwendig. Provisorien müssen oft jahrelang getragen werden. „Die Zahnrettungsbox verringert zwar nicht die Unfallgefahr, sie minimiert aber entscheidend die Folgen der Verletzung. Ich freue mich sehr, dass Minister Brodkorb die Schirmherrschaft übernommen hat“, so Austenat-Wied. „Am besten ist es natürlich, wenn es erst gar nicht zu Zahnunfällen kommt“, betonte Bildungsminister Mathias Brodkorb. „Aber bei Schülerinnen und Schülern passieren sie leider häufiger vor als wir annehmen. Nach einem Unfall leistet die Zahnrettungsbox erste Hilfe für den Zahn, weil dadurch die Chance erhöht wird, dass ein Zahnarzt ihn wieder einsetzen kann. Ich danke der Techniker Krankenkasse daher für die Initiative, die Grund- und Förderschulen mit den Zahnrettungsboxen erneut zu versorgen“, so Brodkorb.  Wo Kinder spielen und toben bleiben kleine Unfälle nicht aus. Statistisch gesehen erleidet jedes dritte bis vierte Kind noch vor dem 16. Lebensjahr einen Zahnunfall. Die ersten Minuten nach einer solchen Verletzung sind entscheidend für das weitere Schicksal der verletzten Zähne. In der Zahnrettungsbox befindet sich eine spezielle Nährlösung, um den ausgeschlagenen Zahn oder das Zahnstück bis zu 48 Stunden feucht und steril zu halten. Wenn sie richtig versorgt werden, heilen die herausgeschlagenen Zähne sehr häufig wieder ein und bleiben noch viele Jahre im Kiefer. Die Haltbarkeitsdauer der Nährflüssigkeit beträgt ca. drei Jahre, eine Kühlkette wie etwa bei Impfstoff ist nicht notwendig. Die Kosten für die Zahnrettungsboxen trägt die TK.

Für Rückfragen

Henning Lipski, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern, Pressesprecher, Mail: h.lipski@bm.mv-regierung.de, Tel.: 03 85- 588-70 03 

Heike Schmedemann, Techniker Krankenkasse, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Mail: heike.schmedemann@tk.de, Tel: 03 85 – 76 09-567, mobil: 01 51-14 53 50 40

 

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