Radweg im Lieper Winkel wird Etappe des Usedom Rundweges

Radwegenetz im ganzen Land muss zügig ausgebaut werden – gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten nötig

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

22.3.2016 – Die Gemeinde Rankwitz (Landkreis Vorpommern-Greifswald) plant den Ausbau des Radrundwegenetzes im Lieper Winkel auf der Insel Usedom. Der Lieper Winkel ist eine Halbinsel zwischen Achterwasser und Peenestrom. „Der neue Radweg in Rankwitz ist Bestandteil stetiger Investitionen in eine hochwertige touristische Infrastruktur auf der Insel Usedom. Wir müssen insgesamt das Radwegenetz im ganzen Land zügig und bedarfsgerecht ausbauen. Dafür ist gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen aller Beteiligten nötig – von zügigen Verwaltungsentscheidungen über Umweltschutz mit Augenmaß bis zu den Bürgern, die Flächen zur Verfügung stellen. Nur gemeinsam können wir Sorge tragen, dass wir den Anschluss als beliebtes Radwegeland nicht verlieren“, forderte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph. Der Staatssekretär übergibt am Mittwoch einen Fördermittelbescheid vor Ort.

Radurlaube liegen im Trend – touristisches Radwegenetz im Land weiter ausbauen

Der Radweg soll vom Ortsausgang Rankwitz bis zur Zufahrt Rankwitz-Hafen auf einer Länge von 1.029 Metern und einer Breite von zwei Metern neu ausgebaut werden. Die Etappe ist Bestandteil des Usedom Rundweges. „Rad- und Aktivurlaube liegen im Trend. In Rankwitzwird mit dem Ausbau die Infrastruktur für Radfahrer deutlich aufgewertet. Unser Ziel ist, ein gut ausgebautes touristisches Radwegenetz im ganzen Land anzubieten. Dafür werden wir weiter gezielt Fördermittel einsetzen“, betonte Rudolph. Die Radreiseanalyse 2016 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs e.V. (ADFC) sagt aus, dass im Jahr 2015 rund 4,5 Millionen Deutsche (6,6 Prozent) eine Radreise mit mindestens drei Übernachtungen unternommen hatten. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um 11 Prozent (2014: vier Millionen, 5,8 Prozent).

Saisonverlängernde Maßnahmen und Qualitätsverbesserung sind Schwerpunktthemen beim Ausbau der touristischen Infrastruktur

Seit 1990 bis 2015 wurden aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) einschließlich EFRE-Mittel und ELER-Mittel insgesamt 1.585 Fördervorhaben der touristischen Infrastruktur gefördert. Die Gesamtinvestitionen betrugen rund 1,38 Milliarden Euro, das Wirtschaftsministerium hat diese mit rund 920 Millionen Euro unterstützt. Im gewerblichen Tourismus wurden in der Zeit von 1990 bis heute insgesamt 3.257 Förderfälle aus der GRW gefördert. Die Gesamtinvestitionen betrugen dabei rund 5,3 Milliarden Euro; die Zuschüsse rund 1,5 Milliarden Euro. Daraus sind 15.293 neue Arbeitsplätze entstanden und 16.632 Jobs wurden gesichert. „Die Schwerpunkte im Ausbau des touristischen Angebotes im Land liegen für uns weiterhin in saisonverlängernden Maßnahmen und der Qualitätsverbesserung. Dazu gehören neben dem Ausbau des Radwegenetzes auch die Unterstützung für touristische Einrichtungen und Hotels, Wasserwanderrastplätze, Strandpromenaden sowie zoologische Einrichtungen“, sagte Rudolph.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtkosten der Ausbaumaßnahme in Rankwitz belaufen sich auf rund 425.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von knapp 367.000 Euro.

Fahrradtourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Der Usedom Rundweg gehört zu den 21 Rundtouren in Mecklenburg-Vorpommern und ist insgesamt 156 Kilometer lang. Er verläuft unter anderem über WolgastPeenemündeZinnowitzKoserowBansinHeringsdorfAhlbeck – Korswandt- MellenthinGrüssow – Warthe –RankwitzLiepeUsedomLassanHohendorf – Wolgast. In Mecklenburg-Vorpommern stehen insgesamt neun Radfernwege mit etwa 2.300 Kilometern Länge sowie 21 Rundrouten zwischen 100 und 400 Kilometern Länge zur Verfügung. Insgesamt können die Radfahrer im Nordosten rund 5.100 Kilometer touristisch ausgeschilderte Radrouten und 1.900 Kilometer straßenbegleitende Radwege des überörtlichen Verkehrs nutzen.

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