Archiv für 11. März 2016

Seniorentourismus im Fokus – internationales Projekt „CUBITUS“ gibt Handreichungen für Touristiker

Spezielle Angebote für Senioren notwendig – Kooperationen von Wissenschaft und Tourismus nutzen

Senioren im IGA-Park, Foto: Joachim Kloock

Senioren, Foto: Joachim Kloock

11.3.2016 – Das Thema Seniorentourismus stand im Mittelpunkt des internationalen Netzwerkprojektes „CUBITUS“ („Curriculum for sustainaible University Business Corporation in the Tourism Sector“). Mit einer Fachkonferenz fand das Projekt am Freitag in Schwerin seinen Abschluss. „Die Menschen werden älter, haben eine höhere Lebenserwartung und damit im Ruhestand mehr Zeit für Freizeitaktivitäten, wie etwa das Reisen. Die touristischen Dienstleister müssen sich auf die speziellen Bedürfnisse, Ansprüche und Wünsche dieser Zielgruppe noch besser einstellen. Im Ergebnis des internationalen Projektes CUBITUS sind Handreichungen für Touristiker entstanden, auch das Konzept für die Ausbildung der Berater steht. Nun geht es um die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft durch die Bildung langfristiger Partnerschaften und die Umsetzung der Erkenntnisse“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Tourismus-Berater unterstützt kleine und mittlere Unternehmen mit individuellem Programm

Im Rahmen des vor drei Jahren gestarteten Projektes wurde ein Trainingsprogramm zum sogenannten „Cubitus-Coach“ erarbeitet: Der zertifizierte „Berater im Tourismus“ soll dazu ausgebildet werden, in kleineren und mittleren Tourismus-Unternehmen vor Ort ein auf das Unternehmen zugeschnittenes Beratungsprogramm durchzuführen. Das Modell wurde bereits in Pilot-Coachings in verschiedenen Partnerländern getestet (Deutschland, Rumänien, Estland, Wales) und die Ergebnisse evaluiert. Weitere Ergebnisse des Projektes sind die Erstellung eines Handbuchs zum Seniorentourismus, eine Zertifizierungsmatrix sowie eine Evaluierung des Projektes. „Ich sehe in dem Thema großes Potential für die Touristiker. Senioren haben die Möglichkeit, ihre Urlaubszeiten selbst festzulegen. Mit der Schaffung von speziellen Angeboten für die älteren Reisenden können bessere Auslastungen auch außerhalb der Hochsaisonzeiten erreicht werden“, betonte Glawe.

Schweriner Fachhochschule des Mittelstandes leitet internationales Projekt

Projektpartner waren Hochschulen und Unternehmen aus Rumänien (Universität Suceava), Estland (Universität Tartu), Wales (Coleg Llandrillo Cymru), Portugal (Sociedade Portuguesa de Inovacao), Österreich (SystemCERT), Italien (Florence Planet) und der Türkei (Industrie- und Handelskammer Istanbul). Die Fachhochschule des Mittelstandes aus Schwerin hatte die Leitung des Projektes übernommen. „Mit den internationalen Partnern können neue Potenziale im Tourismus definiert und entwickelt werden, die nicht zuletzt gewinnbringend für das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern sind. Ein zu erwartender Nebeneffekt kann die Steigerung der Gäste aus dem Ausland sein“, sagte Glawe.

Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern

Nach Angaben des Statistischen Amtes wurden 2015 rund 375.000 ausländische Gäste (+1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) gezählt, die in der amtlichen Statistik mit knapp mehr als eine Million Übernachtungen (+2,0 Prozent) zu Buche schlagen. Insgesamt sind 2015 knapp 29,5 Millionen Übernachtungen verzeichnet worden. Im Vergleich zum Vorjahr (28,7 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs von 2,6 Prozent und damit das beste Ergebnis seit 1990. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,4 Millionen Übernachtungen um zwei Prozent über dem Vorjahresergebnis. Das CUBITUS-Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission im Rahmen des Erasmusprogramms für lebenslanges Lernen finanziert.

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Land legt Ergebnisse aus Imker-Umfrage vor – „Bienengesundheit sichern“

11.3.2016 – Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) hat heute in Schwerin Ergebnisse aus einer Umfrage zur aktuellen Situation der Imkerschaft in Mecklenburg-Vorpommern vorgelegt, an der sich über 1.200 Imker beteiligt haben. Das Projekt wurde unter Leitung des LALLF von der Firma BioMath aus Rostock durchgeführt.

Biene bei der Futtersuche, Foto: Joachim Kloock

Biene, Foto: Joachim Kloock

„Ich freue mich sehr, dass uns dank dieser Umfrage nun repräsentative Ergebnisse und damit belastbare Daten zur Bienenhaltung, Bienengesundheit und zum Verbandsleben in MV vorliegen. Die Befragung zeigt auch das große Interesse und die Wertschätzung, die das Land den Imkern und ihrer Arbeit entgegenbringt, denn die gesellschaftliche Bedeutung von Honigbienen liegt nicht allein im Honigertrag. Als blütenbestäubendes Insekt sichern Bienen das Heranreifen von Äpfeln, Kirschen und anderen Obstsorten. Unsere heimische Flora ist zu 80 % auf die Insektenbestäubung angewiesen,  75 % davon erfolgt durch die Bienen. Damit leisten sie einen unerlässlichen Beitrag zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts“, betonte Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz. Anstoß zur Umfrage gaben die Pläne der Tierseuchenkasse MV einen Bienengesundheitsdienst zu etablieren, der den Imkern im Land als fachlicher Berater zur Seite stehen soll. „Mit Hilfe der Ergebnisse aus der Fragebogenaktion können nun Aufgabenschwerpunkte formuliert werden, die sich konkret an den aktuell bestehenden Probleme der Imkerschaft ausrichten“, sagte der Minister weiter. Insgesamt wurden rund 1.900 Imker angeschrieben, über 1.200 haben an der Befragung teilgenommen. „Mit einer Rücklaufquote von 66 % sind die Ergebnisse repräsentativ und für den verfolgten Zweck sehr gut dienlich“, so Dr. Backhaus.

Gegenstand der Umfrage waren unter anderem die Struktur der Bienenhaltung (Beginn der Haltung, Bienenart, Anzahl der Bienenstände), die Bienengesundheit, der Bezug von Fachinformationen sowie das Verbandsleben. In die Erstellung des Fragebogens wurden der Landesverband der Imker in Mecklenburg und Vorpommern, der Landesverband der Buckfastimker MV sowie das Institut für Bienenkunde Celle fachlich eingebunden. Insbesondere aus den Antworten zu Bienenkrankheiten lässt sich ableiten, dass der Befall der Völker mit Varroamilben von 80 % der Imker als größtes Problem eingestuft wird. Weiterhin spielen Durchfallerkrankungen (22 %), die Kalkbrut (21 %) und die amerikanische Faulbrut (20 %) eine Rolle. „Die kontinuierlichen und flächendenkenden Bekämpfung der Varroose werden wir deshalb künftig noch stärker ins Visier nehmen“, sagte Dr. Backhaus. Nach den Angaben der befragten Imker betrug der durchschnittliche Verlust an Bienenvölker im Winter 2014/2015 rund 29 %. Erfreut zeigte sich der Minister über den überdurchschnittlich starken Zuwachs an Neuimkern in den letzten 5 Jahren. So hat ein Viertel aller heute in MV aktiven Imker erst nach 2010 mit der Bienenhaltung begonnen, in einem durchschnittlichen Alter von 52 Jahren. „Dieser erfreuliche Anstieg darf uns aber auch nicht Blick darauf verschleiern, dass der Altersdurschnitt bei Imkern mit circa 65 Jahren immer noch sehr hoch ist. In den nächsten 5 bis 10 Jahren befürchten wir sogar einen Rückgang der Imker- und Bienenvölkerzahlen um bis zu      25 %. Deshalb ist es unser aller Aufgabe, noch stärker als bisher für dieses traditionelle Handwerk zu werben, um noch mehr junge Menschen für die Imkerei zu begeistern.“

Die rund 1.900 bei der Tierseuchenkasse gemeldeten Imker haben im Januar 2014 insgesamt etwa 18.500 Völker gemeldet. Drei Viertel von ihnen halten Carnica, rund 20 % Buckfast und etwa 2 % die Dunkle Biene. Etwa 66 % der Imker sind Mitglied in einem Verein. Von den Vereinsmitgliedern nehmen über 84 % an Versammlungen teil. Der aus den Ergebnissen der Imker-Umfrage erstellte Bericht wird im März zum Nachlesen auf den Internetseiten des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz und des LALLFeingestellt.

„Öko-Betriebe bereits heute bei der Vergabe von Landesflächen privilegiert“

11.3.2016 Zum Antrag von Bündnis 90/Die Grünen „Vergabe landeseigener Flächen ökologisch ausrichten“ nahm Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, heute im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin wie folgt Stellung:

Ernte, Foto: Joachim Kloock

Ernte, Foto: Joachim Kloock

„Im Prinzip beschäftigen uns die Vergabekriterien für die Verpachtung landeseigener Flächen hier im Landtag seit ich Minister bin. Dieser Diskussion habe ich mich immer gestellt. Und nehmen wir zur Kenntnis: Nicht etwa auf Initiative der Grünen hin, sondern auf Antrag der Regierungskoalition wurde vom Landtag im April 2012 die Evaluierung der Vergabekriterien beschlossen. Die Grünen haben damals – wie so häufig – viele Forderungen aufgemacht, was aus ihrer Sicht verbessert werden müsste, auf einen substanziellen Änderungsantrag warte ich bis heute.“ Nach den Vorstellungen der Grünen soll ein auslaufender Pachtvertrag mit dem bisherigen Pächter immer fortgesetzt werden, wenn er ökologischen Landbau betreibt oder auf den ökologischen Landbau umstellt. Dazu Dr. Backhaus: „Erklären Sie mir doch bitte mal, was daran neu ist! Auch bisher werden die auslaufenden Pachtverträge mit Ökobetrieben regelmäßig fortgesetzt. Ökobetriebe haben wegen Erfüllung der Kriterien Anspruch auf Pachtverlängerung oder fallen unter die Schutzklauseln.“ Auch die Auffassung der Grünen, dass andere Betriebe nur auf eine Fortsetzung des Pachtverhältnisses hoffen dürfen, wenn sie auf regionale Kreisläufe setzen, wies der Minister ausdrücklich zurück: Da frag ich mich, was heißt das? Sollen nach Ihren Vorstellungen nur solche konventionell wirtschaftende Betriebe auf Pachtverlängerung hoffen dürfen, die Saatgut und Futtermittel selbst herstellen, Pflanzenbau, Tierhaltung und Düngung im eigenen Kreislauf in der Region durchführen? Ich frage mich auch, sind Kunstdünger und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel erlaubt? Dürfen Kraftfutter oder Jungtiere zugekauft werden? Und wer soll das Ganze im Vergabeverfahren kontrollieren? Das ist doch völlig am Leben vorbei!“ Als drittes Vergabekriterium forderten die Grünen Pachtverträge mit konventionell wirtschaftenden Betrieben nur zu verlängert, wenn sie nachweisbar einen langfristigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen leisten. Dr. Backhaus stellte dazu fest: „Sie nehmen mit diesem Antrag ganz bewusst die Existenzgefährdung konventioneller Landwirtschaftbetriebe in Kauf und gefährden Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Vor allem aber ignorieren Sie die Bemühungen der konventionellen Landwirtschaft, hohe Ertragsleistung mit umweltschonender Bewirtschaftung zu erzielen. Die Gesellschaft verlangt nach einer tier- und ressourcenschonenden Landbewirtschaftung, ob Öko oder konventionell ist dabei erst einmal nachrangig.“

Backhaus wies in seiner Rede darauf hin, dass sich die bisherige Vergabepraxis bewährt habe. So haben die Landwirtschaftsbetriebe im Zusammenhang mit der Verpachtung der Landesflächen in den Jahren 2004 bis 2011 rund 57 Mio. € Investitionen ausgelöst, davon ca. 45 Mio. € in die Tierhaltung. In den 4 Jahren von 2012 bis 2015 wurden weitere 41,3 Mio. € Investitionen ausgelöst, davon 40,4 Mio €. in die Tierproduktion. Auch Öko-Betriebe dabei würden nicht benachteiligt – im Gegenteil: „Mit der jetzigen Verfahrensweise bei der Verpachtung schneiden die Öko-Betriebe deutlich besser ab als konventionell wirtschaftende Betriebe. Nicht umsonst haben die ökologisch wirtschaftenden Betriebe einen Anteil von 6,5% an den landeseigenen Pachtflächen. Im Jahr 2015 hatten Ökobetriebe einen Anteil von 11% an der Anzahl der Bewerbungen auf Landespacht. Sie haben mit 25% Anteil an den Losen und 23% Anteil an der Fläche mehr als doppelt so viele Zuschläge erhalten.“ Im Jahr 2015 gab es im Ökobereich einen Flächenzuwachs von rund 3.500 ha. Bereits jetzt verfügen die Ökobetriebe mit 37 ha je Pachtbetrieb im Durchschnitt über mehr Fläche als der Durchschnitt konventioneller Betriebe mit 34,3 ha je Pachtbetrieb. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend weiterhin fortsetzt. Wir werden mit unserer Politik auch weiterhin für die Stärkung des Öko-Landbaus eintreten. Mit der ‚Öko-Kompetenz 2020‘ haben wir bereits wichtige fachliche Grundlagen erarbeite und erste praktikable Lösungswege aufgezeigt. Ich habe aber nicht vor, mich auf diesen Lorbeeren auszuruhen oder meine Zeit mit realitätsfernen Parolen zu vergeuden. Denn ein „alles Öko“ kann und wird es beim besten Willen nicht geben! Die konventionelle Landwirtschaft hat genauso ihre Berechtigung. Schließlich gibt es auch noch so etwas wie Selbstbestimmung des Unternehmers und das Ganze muss sich unterm Strich auch wirtschaftlich rechnen.“

25 Jahre Campingverband in Mecklenburg-Vorpommern

Campingplätze zeigen Natur und moderne Infrastruktur im Einklang – Verband ist Teil des touristischen Erfolgs – Camping ist Wirtschaftsfaktor

Camping-Touristikmesse, Foto Joachim Kloock

Camping, Foto Joachim Kloock

11.3.2016 – Jubiläum auf den Tag genau: Heute vor 25 Jahren ist der Verband der Campingplatzhalter Mecklenburg-Vorpommern e.V. gegründet worden. Wirtschafts- und Tourismusminister Harry Glawe dankte dem Verband für sein langjähriges Engagement. „Der Verband hat mit seinem Engagement maßgeblich zum Aufbau der Branche im Land beigetragen. Er ist Teil des touristischen Erfolges von Mecklenburg-Vorpommern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Verbandes. Seit 2007 trägt der Verband den Namen „Verband für Camping- und Wohnmobiltourismus in Mecklenburg-Vorpommern e.V.“.

Camping: Natur und moderne Infrastruktur im Einklang

Nach Angaben des Statistischen Amtes gibt es 200 Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern. „Camping ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie der Ausbau einer modernen Infrastruktur mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort im Einklang steht. An vielen Plätzen im Land sind in den vergangenen Jahren hochmoderne Campingplätze in der Natur entstanden“, betonte Glawe weiter. „Die Branche hat sich wettbewerbsfähig aufgestellt. Die Campingunternehmen haben kräftig investiert und viele Quereinsteiger qualifiziert, um sich den Anforderungen des Marktes erfolgreich zu stellen.“ Seit 1990 wurden 182 Investitionsmaßnahmen mit einer Gesamtinvestition von rund 124 Millionen Euro mit einem Zuschuss vom Wirtschaftsministerium in Höhe von knapp 37 Millionen Euro unterstützt. Dadurch konnten fast 1.100 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden. Unterstützt wurden in den vergangenen Jahren auch Maßnahmen von Qualifizierungs- und Entwicklungsprojekten, z. B. im Qualitäts- und Umweltmanagement, Bildungsmaßnahmen zur Nachhaltigkeit auf Campingplätzen, ECOCAMPING zur Verbesserung der unternehmerischen Leistungsfähigkeit in den Bereichen Umweltschutz, Sicherheit und Qualität, Erarbeitung von Kriterien für klimafreundliche Betriebe sowie Naturerlebnis auf Campingplätzen.

Camping ist ein Wirtschaftsfaktor

Der Brutto-Umsatz im Campingtourismus liegt bei rund 212 Millionen Euro. „Camping ist ein Wirtschaftsfaktor im Land. Campinggäste unterstützen vor allem auch die regionale Wirtschaft. Sie kurbeln beispielsweise die Bereiche Gastgewerbe, Einzelhandel und Dienstleistungsbereiche an“, betonte Glawe. In manchen Regionen sorgt ein Campingplatz maßgeblich für die Gewerbesteuereinnahmen des Ortes. Die Einkommenseffekte betragen 93,5 Millionen Euro und das Steueraufkommen für Mehrwert- und Einkommenssteuer 20,8 Millionen Euro. In der Branche sind ca. 5.500 Personen beschäftigt. Angaben aus der Studie „Entwicklungschancen des Campingtourismus in Mecklenburg-Vorpommern“ stehen als Download unter www.wm.mv-regierung.de in der Rubrik „Service“ – „Publikationen“ – „Tourismus“ zur Verfügung.

Deutlich Zuwächse im Campingsegment

Camping ist ein Wachstumstreiber der gesamten Branche in Mecklenburg-Vorpommern. „Wir können weiterhin deutliche Zuwächse im Campingsegment verzeichnen. Mecklenburg-Vorpommern hat es geschafft, sich eine Spitzenposition im Campingtourismus in Deutschland aufzubauen. Moderne, umweltbewusste Anlagenringen zusätzlich Urlauber ins Land“, betonte Glawe. Animationsangebote, Indoor-Spielbereiche, Einkaufsmöglichkeiten sind häufig bei größeren Anlagen Standard-Ausstattung. Nach Angaben des Statistischen Amtes gab es im vergangenen Jahr im Campingbereich rund 995.000 Ankünfte (+8,0%) und über 4,6 Millionen Übernachtungen (+10,4%). Die Aufenthaltsdauer liegt bei 4,6 Tagen.

ITB 2016: Gästezufriedenheit in Mecklenburg-Vorpommern überdurchschnittlich hoch

OSV-Barometer sieht hohes Potenzial in der Entwicklung der ländlichen Räume / Nordosten büßte dritten Platz bei der Radreiseanalyse ein

In der Gästezufriedenheit legt  Mecklenburg-Vorpommern noch einmal leicht zu. Dies ergab das heute auf der Internationalen Tourismusbörse Berlin (ITB) vorgestellte Tourismusbarometer des Ostdeutschen Sparkassenverbandes, das die Tourismusentwicklung in den ostdeutschen Bundesländern widerspiegelt. Der so genannte Trust You-Score, welcher die Zufriedenheit auf Basis von 30 Online-Bewertungsportalen misst, weist für den Nordosten überdurchschnittliche 82,5 Punkte von 100 möglichen Punkten aus. Damit liegt Mecklenburg-Vorpommern hinter Bayern und Schleswig-Holstein bundesweit auf dem dritten Rang. Der Wert der Gästezufriedenheit liegt in Gesamtdeutschland bei 81,7 Punkten. Die westdeutschen Bundesländer haben beim Trust You-Score gegenüber den lange führenden ostdeutschen Ländern inzwischen aufgeschlossen. Zurückzuführen ist dies zum Teil auf die inzwischen merklich höhere Investitionsbereitschaft in den westlichen Ländern, während diese in Ostdeutschland laut Tourismusbarometer weiter stagniert. Überproportional gewachsen ist hingegen in den vergangenen Jahren der Tourismus in den ländlich geprägten Gebieten – stärker beispielsweise als der Tourismus in den Küsten- und Seengebieten. Der ländliche Raum weist dem OSV-Barometer zufolge ein hohes Potenzial insbesondere für Rad-, Wander-, Natur- und Aktivtourismus auf, welches trotz erfreulicher Zuwächse in den immer noch strukturschwachen Regionen abseits touristischer Zentren noch lange nicht ausgeschöpft ist. Dabei kann und sollte Tourismus laut OSV gerade im ländlichen Bereich stärker die Rolle eines Stabilisators für die Regionalentwicklung einnehmen. „Mit der seit einigen Jahren deutlich verstärkten Hinwendung zu ländlichen Räumen und mit unseren Appellen zu Erneuerungen und Investitionen streben wir in die richtige Richtung. In den nächsten Jahren kommt es darauf an, dass wir unsere hier noch reichlich vorhandenen Möglichkeiten nutzen, um im Wettbewerb zu bestehen“, erklärte Jürgen Seidel, Präsident des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern. Schon heute liegt der Nordosten beim Anteil der Beschäftigten im Tourismus an der Spitze aller Bundesländer und auch bei den touristischen Einkommen im vorderen Feld.

Radreiseanalyse 2016: MV auf Rang sieben abgerutscht

Im Bereich des wachsenden Bereiches Radtourismus büßte der Nordosten indessen seine Spitzenposition ein: Das Urlaubsland rutschte von Platz drei auf Platz sieben der beliebtesten Radreiseregionen Deutschlands ab. Das ergab die aktuelle Radreiseanalyse 2016, die heute vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) auf der ITB vorgestellt wurde. Demnach ist Bayern beliebteste Radreiseregion, auf Platz zwei liegt das Münsterland vor der Ostsee auf Rang drei. Die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg sowie Brandenburg rangieren nunmehr ebenfalls vor Mecklenburg-Vorpommern, das sich den siebenten Platz mit dem Ruhrgebiet teilt. Dazu Jürgen Seidel: „Dies ist ein Dämpfer für das Radreiseland Mecklenburg-Vorpommern. Radverkehr funktioniert dann am besten, wenn die Anforderungen Einheimischer und Urlauber in Einklang gebracht werden. Um alle Möglichkeiten des Ausbaus und der Erhaltung auch touristischer Wege zu nutzen, brauchen wir ein noch stärkeres Denken und Handeln über einzelne Zuständigkeiten hinweg.“ Am 26. April laden der ADFC und der Landestourismusverband die zuständigen Ministerien, Kreise, Kommunen sowie Tourismusakteure zu einer Radkonferenz nach Rostock ein, um Probleme und Chancen auszuloten. Gute Chancen in der weiteren Entwicklung hat unter anderem der Ostseeküstenradweg: 7,1 Prozent, und damit die meisten der vom ADFC  Befragten, gaben an, in der Saison 2016 diesen Radweg befahren zu wollen. Schon jetzt belegt der Ostseeküstenradweg den fünften Rang bei der Frage nach den beliebtesten Radfernwegen.

Kommunikationsabteilung des Landestourismusverbandes unter den Top 10 in Europa

Gute Pressearbeit: Bei der Bewertung der Arbeit der Pressestellen von europäischen Tourismusorganisationen durch 200 Reisejournalisten aus dem deutschsprachigen Raum konnte sich die Kommunikationsabteilung des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern 2016 zum zehnten Mal in Folge als bestes deutsches PR-Büro in den Top 10 (Platz acht) platzieren. Erneut platzierte sich der Landestourismusverband dabei als einzige deutsche und als einzige regionale Organisation.

Mecklenburg-Vorpommern mit an der Spitze der beliebtesten Urlaubsziele in Deutschland

Reiseanalyse 2016: Nordosten liefert sich Kopf-an-Kopf-Rennen mit Bayern – Stiftung für Zukunftsfragen wiederum sieht MV vorn

Im Kopf-an-Kopf-Rennen um das beliebteste deutsche Urlaubsziel landete Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr knapp hinter Bayern auf dem zweiten Platz. Das geht aus der Reiseanalyse 2016 hervor, die von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) am ersten Tag der 50. Internationalen Tourismusbörse in Berlin veröffentlicht wurde. Demnach verzeichnet der Nordosten einen Marktanteil von 5,2 Prozent an allen 2015 angetretenen Urlaubsreisen der Deutschen (ab fünf Tagen Dauer) und liegt damit 0,1 Prozentpunkte hinter Bayern, behauptet aber den im Vergleich deutlichen Abstand zu den Küstenländern Niedersachsen mit 4,3 Prozent und Schleswig-Holstein mit 3,8 Prozent. Die FUR-Reiseanalyse wird seit 46 Jahren durchgeführt und gilt als eine der detailliertesten Untersuchungen des deutschen Urlaubsreisemarktes. Die zweite, langjährig profilierte Studie zum Urlaubsverhalten sieht im Zweikampf um die Spitze unterdessen Mecklenburg-Vorpommern vorn: Laut der vor wenigen Wochen veröffentlichten 32. Deutschen Tourismusanalyse der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen zieht der Nordosten mit einem Anteil von 7,9 Prozent an den Haupturlaubsreisen mehr deutsche Urlaubsgäste an als jede andere Region in Deutschland. Es folgen Bayern mit 6,4 Prozent, Schleswig-Holstein mit 5,1 Prozent und Niedersachsen mit 3,8 Prozent. Zudem liegt Mecklenburg-Vorpommern der Deutschen Tourismusanalyse zufolge im 10-Jahresvergleich vorn und hat seinen Anteil an Urlaubsreisen zwischen 2005 bis 2015 von 4,3 Prozent auf den aktuellen Wert von 7,9 Prozent erhöht.

Jürgen Seidel, Präsident des Landestourismusverbandes, erklärte: „Das Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern behauptet sich im Wettbewerb. Schon seit einigen Jahren stehen wir mit Bayern an der Spitze der deutschen Urlaubsziele. Nachdem wir laut Reiseanalyse im Vorjahr einen Wimpernschlag vor Bayern lagen, können wir im Angesicht unserer positiven touristischen Entwicklung für dieses Jahr auch mit dem zweiten Rang gut leben.“ In der Tat folgt das Ergebnis der Reiseanalyse 2016 auf die Meldung des bisherigen Bestwertes der Tourismusbranche des Landes. Mit einem Ergebnis von knapp 29,5 Millionen Übernachtungen hatte diese das vergangene Jahr abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr (28,7 Millionen Übernachtungen) ist das ein Zuwachs von 2,6 Prozent und damit das beste Ergebnis seit 1990. Die Anzahl der Gästeankünfte lag mit 7,4 Millionen Übernachtungen um zwei Prozent über dem Vorjahresergebnis. Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Dr. Stefan Rudolph sagte zu den neuen Zahlen: „Mecklenburg-Vorpommern und Bayern bilden innerhalb Deutschlands die Klammer für touristischen Erfolg. Über Berge und Meer verfügen andere Wettbewerber auch. Mecklenburg-Vorpommern punktet neben unberührter Natur mit moderner Infrastruktur, vielfältigen touristischen Einrichtungen und genauso mit überzeugenden Angeboten auch in der Nebensaison.“

Zudem wurde der ADAC Reise-Monitor vorgestellt, der einmal im Jahr erhoben wird und über Trends zum geplanten Reiseverhalten der ADAC-Mitglieder informiert. Demnach bleibt Deutschland weiterhin unangefochten vorn in der Gunst der Befragten. Mit 34 Prozent liegt es bei den geplanten Haupturlaubsreisen 2016 weit vor Spanien (13,9 Prozent) und Italien (10,3 Prozent), der Türkei und Österreich mit jeweils 4,3 Prozent. Die drei am häufigsten genannten Urlaubsmotive sind „Ruhe finden“‚ „den Alltag hinter sich lassen“ und „schöne Landschaften“. Darüber hinaus bescheinigt die Studie Deutschland inzwischen die beste Eignung für Familien-, Erholungs- und Seniorenurlaub. „Diese Wünsche und Neigungen kann der Nordosten mit seinem Naturreichtum und seiner familienfreundlichen Infrastruktur bestens bedienen“, sagte Jürgen Seidel. Bei den Verkehrsmitteln ist der PKW neuer Spitzenreiter und überholt das Flugzeug. 50 Prozent (44 Prozent 2015) der vom ADAC für den Reisemonitor Befragten gaben an, dieses Jahr mit dem Auto in den Urlaub fahren zu wollen. Rund 90 Prozent der Gäste Mecklenburg-Vorpommerns reisen mit dem Auto an. Am Nachmittag des ersten Messetages lud Mecklenburg-Vorpommern überdies zu einem Empfang mit dem Titel „Seen & hören“ ein. Die Veranstaltung nahm rund 200 Gäste mit auf eine Genussreise durch Mecklenburg-Vorpommern, die Mecklenburgische Seenplatte, eines der beliebtesten Naturreiseziele im Urlaubsland, und in das Resort Land Fleesensee, das sich unter neuer Regie noch stärker in die Region, die Seenlandschaft und die Natur einbetten möchte.