Archiv für März 2016

Ministerium lehnt Rankings von Schulen in MV zum Unterrichtsausfall ab

Landtagsopposition erfragt erneut schulgenaue Ausfallstatistik

Schule, Foto: Shutterstock

Schule, Foto: Shutterstock

31.3.2016 – In Mecklenburg-Vorpommern soll es seitens der Landesregierung keine schulgenaue Veröffentlichung der Daten zum Unterrichtsausfall geben. Das Bildungsministerium lehnt eine solche Veröffentlichung erneut ab. Die Landesregierung ist jedoch verpflichtet, kleine Anfragen zum schulgenauen Unterrichtsausfall zu beantworten. Die Grünen hatten in einer Kleinen Anfrage den Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht schulgenau im Schuljahr 2014/2015 abgefragt. „Rankings von Schulen zum Unterrichtsausfall und Vertretungsunterricht helfen niemandem weiter“, bekräftigte der Pressesprecher des Bildungsministeriums, Henning Lipski. „Das Ministerium sieht auch in diesem Jahr von einer Veröffentlichung ab, weil die Daten dazu geeignet sind, Missverständnisse auszulösen und einzelne Schulen in ein schlechtes Licht zu rücken“, so Lipski. Dies hätten die Lehrerinnen und Lehrer nicht verdient. Erziehungsberechtigte, Schüler- und Elternvertreter können selbstverständlich die Ausfallstatistik und Daten zum Vertretungsunterricht ihrer Schule erhalten. Die Weitergabe der Daten erfolgt durch das Bildungsministerium. Informationen bei aktuellem Ausfall erhalten Erziehungsberechtigte, Schüler- und Elternvertreter in gewohnter Weise durch die Schule. An den allgemein bildenden Schulen blieb der originäre Unterrichtsausfall im Schuljahr 2014/2015 mit 2,0 Prozent auf niedrigem Niveau. Er war damit genauso niedrig wie im Schuljahr 2012/2013. Dies ist der niedrigste Anteil an originär ausgefallenen Unterrichtsstunden seit Beginn der Erhebung. An den beruflichen Schulen lag der originäre Unterrichtsausfall im Schuljahr 2014/2015 bei 6,0 Prozent. Im Schuljahr 2013/2014 waren es 5,8 Prozent. Um die Zahl der Ausfallstunden an den beruflichen Schulen zu reduzieren, hat das Land in einem Modellvorhaben zusätzlich 18 Stellen für Vertretungslehrkräfte bereitgestellt. Dies entspricht einem Umfang von 1,3 Mio. Euro. Zehn Stellen sind für eine langfristige strategische Personalplanung gedacht. Acht Stellen kommen Schulen zu Gute, an denen der Unterrichtsausfall besonders groß ist. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es insgesamt 24 öffentliche berufliche Schulen. An fast jeder beruflichen Schule steht somit eine zusätzliche Stelle für eine Vertretungslehrkraft bereit.

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Richtfest bei Arzneimittelhersteller AqVida in Dassow

Medikamentenproduktion komplett vor Ort – 26 neue Arbeitsplätze entstehen – rund 750 Arbeitsplätze im Gewerbegebiet im Bereich Pharma- und Medizintechnik

Produkte, Quelle aqvida.de

Produkte, Quelle: aqvida.de

31.3.2016 – Am Donnerstag hat der Hamburger Arzneimittelhersteller AqVida GmbH in Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg) sein Richtfest für eine Betriebsstätte zur Entwicklung und Herstellung von pharmazeutischen Produkten gefeiert. „Hier entsteht ein modernes pharmazeutisches Werk, in dem sämtliche Fertigungsschritte der Medikamente unter einem Dach realisiert werden können. Das Unternehmen wird durch sein Engagement in Dassow erstmals über eine eigene Produktionsstätte in Mecklenburg-Vorpommern verfügen. Mit der Errichtung sind 26 neue Arbeitsplätze geplant“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe vor Ort.

Arzneimittelwerk stellt Krebsmedikamente komplett vor Ort her – Gesundheitswirtschaft strategischer Zukunftsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern

AqVida hat sich auf die Entwicklung von Onkologieprodukten, den Handel mit pharmazeutischen Rohstoffen, die Erstellung von Dossiers für Registrierungs- und Entwicklungszwecke, Technologietransfers sowie die Registrierung und Freigabe von Medizinprodukten für den europäischen Markt fokussiert. Mit der Investition in Dassow soll nach Unternehmensangaben ein Strategiewechsel zur ergänzenden Aufnahme einer eigenen Produktion vollzogen werden. Das Vorhaben umfasst die Errichtung einer rund 800 Quadratmeter großen Produktions- und Lagerhalle sowie eines zweigeschossigen Labor- und Bürotrakts von rund 600 Quadratmetern. Zusätzlich wird in die Anlagentechnik (beispielsweise Isolatorenkammer, Sterilisatoren, Abdichtungsvorrichtungen, Abfülllinie), in Lagerregale, Labor- und Büroausstattung investiert. Der offizielle Produktionsstart ist für Mitte 2016 geplant. „AqVida hat sich insbesondere auf dem Gebiet der Krebstherapie spezialisiert. Die Medikamente sollen komplett vor Ort hergestellt werden“, so Glawe weiter. „Die Gesundheitswirtschaft ist ein strategisch wichtiger Zukunftsmarkt mit deutlichem Wachstumspotential für Mecklenburg-Vorpommern. Die Branche steht für hochqualifizierte, nachhaltige Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt. Davon brauchen wir noch mehr im Land. AqVida leistet einen Beitrag hierfür“, betonte Glawe.

Informationen zur Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern

In dem Wirtschaftszweig arbeiten 136.600 Erwerbstätige. Rund jeder fünfte Arbeitsplatz in Mecklenburg-Vorpommern besteht damit innerhalb der Gesundheitswirtschaft. Weitere 102.700 Erwerbstätige stehen mit der Gesundheitswirtschaft in Verbindung. Damit gibt es einen Gesamteffekt von 239.300 Erwerbstätigen. Der Anteil an der gesamten regionalen Bruttowertschöpfung beträgt 14,6 Prozent und ist seit dem Jahr 2000 kontinuierlich gestiegen. Mit einem Wertschöpfungsanteil von vier Prozent an der gesamten Branche nimmt der Gesundheitstourismus in Mecklenburg-Vorpommern eine hohe Bedeutung ein. Auf Initiative der BioCon Valley® GmbH wurde in Kooperation mit dem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR die Studie „Ökonomischer Fußabdruck – Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ erstellt. Somit liegen erstmals bundesweit vergleichbare Zahlen zur Gesundheitswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern vor.

Gewerbegebiet Holmer Berg ist Zentrum für Pharma- und Medizintechnik – rund 750 Arbeitsplätze vor Ort entstanden

„AqVida trägt durch seine Ansiedlung zur weiteren Entwicklung des Standortes Dassow als Zentrum für Unternehmen und Dienstleister im Pharma- und Medizintechnikbereich bei. Im Gewerbegebiet sind in den vergangenen Jahren in der Branche rund 750 Arbeitsplätze entstanden“, sagte Glawe. Im Dassower Gewerbegebiet Holmer Berg haben sich im ehemaligen CD-Werk die Unternehmen Euroimmun (forscht, entwickelt und produziert Reagenzien für die medizinische Labordiagnostik) und GPE Systeme (Entwicklung und Produktion komplexer mechanische Teilsysteme, Baugruppen und Einzelteile unter anderem aus Kunststoff) angesiedelt. Auch das Medizintechnikunternehmen Endoscope Complete Services (Wartung von Endoskopen) ist in Dassow ansässig.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf rund 11,7 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) in Höhe von rund fünf Millionen Euro. Begleitet wurde die Unternehmensansiedlung durch die Landeswirtschaftsfördergesellschaft „Invest in Mecklenburg-Vorpommern“. Aufgabe der Gesellschaft ist die Unterstützung von Unternehmen, die nach Mecklenburg-Vorpommern expandieren wollen. Dazu gehört die Suche nach geeigneten Produktionsstandorten sowie die Begleitung der Unternehmen bei Investitionen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze.

 

Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag in MV am 28. April 2016

30.3.2016 – An einem Berufsinformationstag teilnehmen und noch einen Bonus dafür bekommen – das ist in diesem Jahr das Besondere zum Girls’Day am 28. April 2016 in Rostock.  Das Netzwerk SCHULEWIRTSCHAFT engagiert sich in Rostock seit Jahren erfolgreich für den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft und unterstützt insbesondere den Girls’Day. In diesem Netzwerk arbeiten unter anderem der Unternehmerverband Rostock und Umgebung e.V., die IHK zu Rostock, die HWK Ostmecklenburg-Vorpommern, der Verband der Unternehmerinnen, der DGB, die Agentur für Arbeit Rostock, die Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Rostock sowie weitere Vereine und Verbände mit. Alle Netzwerkbeteiligten eint der Grundgedanke für eine gute und fundierte Bildung, für die Zukunft junger Menschen und damit auch für die Stärkung der Unternehmen.  Neu in diesem Kreis unterstützt Dr. Robert Uhde von SPHINX ET dieses Anliegen. Er organisiert unter anderem seit Jahren die Lange Nacht der Wissenschaften. In diesem Kreis entstand die Idee, dass die am Girls’Day teilnehmenden Mädchen in Begleitung mit bis zu zwei Begleitpersonen in diesem Jahr mit ihrer Teilnahmebestätigung kostenlosen Eintritt zur Langen Nacht der Wissenschaften ab 16 Uhr als Bonus erhalten. Ein besonderer Höhepunkt sind dabei bestimmt diverse Schaulesungen bis hin zur nächtlichen Lasershow, die am besten in Begleitung der Eltern. Eintrittskarten sind im Hörsaalgebäude der Physik in der Albert-Einstein-Straße 24 erhältlich.

Unternehmen, die dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnen wollen und auf mehr Frauen in ihren Teams setzen, sollten sich aktiv am Girls’Day beteiligen. Sie haben an diesem Tag die Möglichkeit, Mädchen für naturwissenschaftliche, technische oder handwerkliche Berufe zu begeistern und für ein Praktikum, im besten Fall für eine Ausbildung in ihrem Betrieb zu gewinnen. Im Gegenzug haben Mädchen ab Klassenstufe Fünf die Gelegenheit, Unternehmen von ihren naturwissenschaftlichen, technischen oder handwerklichen Talenten zu überzeugen. Der Girls´Day – Mädchen-Zukunftstag kann also der Türöffner für eine erfolgreiche betriebliche Ausbildung sein. Erstmalig in diesem Jahr beteiligt sich die Stadtwerke Rostock AG mit 50 Plätzen am Girls’Day. Hier können sich Mädchen zu den Berufen der Anlagenmechanikerin und der Elektronikerin informieren. Ebenso besteht auch die Gelegenheit, Informationen für ein Dualstudium Elektrotechnik  zu erhalten. Aber auch kleine Firmen sind herzlich eingeladen, den Mädchen die Vielfalt von naturwissenschaftlichen, technischen oder handwerklichen Berufen aufzuzeigen und sie zur Berufswahl in diesem Bereich zu bestärken. So ist beispielsweise der Geschäftsführer Ralf Müller der Firma Ralf Müller aus Börgerende-Rethwisch fest davon überzeugt, dass der Bereich Heizung-Sanitär nicht nur für Jungs geeignet ist. Auch Mädchen besitzen technisches Verständnis und handwerkliches Geschick und können somit als Anlagentechnikerin für Sanitär- Heizung- und Klimatechnik oder auch als Dachklempnerin erfolgreich „ihre Frau“ stehen.

Auf der Internetseite http://www.girls-day.de sind die Angebote einzusehen und weitere Unternehmen können ihre Offerten für den Girls’Day noch eintragen. Interessierte Mädchen können sich die Angebote ansehen und mit einem Klick sich gleich online oder auch telefonisch anmelden.  Als Ansprechpartnerin des Netzwerkes SCHULEWIRTSCHAFT unter dem Dach vom Unternehmerverband Rostock und Umgebung e.V. steht Heike Volke von der gemeinnützigen AFW Arbeitsförderungs- und Fortbildungswerk GmbH (Tel. 0381- 637 030, afw-gmbh.rostock@t-online.de) zur Verfügung.

Brigitte Thielk
Gleichstellungsbeauftragte

Schweriner Kultur- und Gartensommer 2016

Von April bis September 2016 verschmelzen Natur und Kultur erneut zu schönsten Sinneszaubern

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Schloss Schwerin mit Gartenanlage, Foto: Joachim Kloock

Bereits zum siebten Mal setzt der Schweriner Kultur- und Gartensommer in diesem Jahr die Schlossstadt mit Kunst, Kultur und fantasievollen Festen in Szene. Ihre Bühnen findet die Veranstaltungsreihe dabei erneut auf den lauschigen Plätzen der Altstadt und in den versteckten Winkeln des Schlossgartens. „Der Schweriner Kultur- und Gartensommer 2016 ist wieder ein starkes Gemeinschaftswerk! Es hat sich gelohnt, die Kräfte für dieses umfangreiche Kulturangebot zu bündeln. Es ist der Kulturstadt im Norden würdig“, sagt Schwerins Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow. Nach der auslaufenden Förderung des Landes ist es gelungen, Unternehmen zu begeistern die sich für den Erhalt der in den vergangenen Jahren aufgebauten Veranstaltungen engagieren, freut sich Martina Müller, Geschäftsführerin der Stadtmarketing GmbH Schwerin über den geglückten Erhalt des Schweriner Kultur- und Gartensommers. „Wir danken allen für ihre Unterstützung. Denn Fakt ist, nur mit der Beteiligung kulturell engagierter Partnerinnen und Partner konnte der Schweriner Kultur- und Gartensommer in diesem Jahr diese Qualität erreichen. Wir hoffen, dass wir auch in Zukunft mit einem noch größeren Engagement rechnen können.“

FrühjahrsErwachen als farbenfroher Auftakt

Auf bewährte Weise läutet das FrühjahrsErwachen am 23. und 24. April die siebte Saison des Schweriner Kultur- und Gartensommers ein. Am Samstag nehmen Künstlerinnen und Künstler, Musiker, Clowns und Fabelwesen Markt und Straßen der Innenstadt in Besitz und geben einen turbulenten Vorgeschmack auf einen Sommer voller Kultur, Kunst und Unterhaltung. Viele Häuser locken an diesem Tag mit besonderen Angeboten. Darüber hinaus starten die Fahrgastschiffe der Weißen Flotte mit der traditionelle Flottenparade in die neue Saison. Für noch mehr FrühjahrsErwachen sorgt am Sonntag das Freilichtmuseum für Volkskunde Schwerin-Mueß mit seinem Frühjahrspflanzenmarkt.

Wasserspektakel AQUANARIO®

AQUANARIO® – das Open-Air-Schauspiel aus Wasser, Laser, Pyrotechnik, Licht und Musik gastiert vom 10. bis 12. Juni im Schweriner Schlossgarten. Jeder der drei Abende steht unter einem anderen Motto. Von mythischen Klangwelten, klassischen Melodien bis hin zu preisgekrönten Schlagerhits entstehen vor den Augen der Zuschauer Sphären aus Wasser, Licht und Klängen.

Ein ganzes Wochenende im Zeichen des Schlosses

Vom 17. bis 19. Juni erleben Besucher beim Schlossfest eine Zeitreise durch die mehr als 150-jährige Geschichte des Schweriner Schlosses. Das glanzvolle Festwochenende führt vom Leben am Hofe bis in die Gegenwart. Rund herum laden Konzerte und Kunsthandwerk zum Bummeln und Verweilen ein. Freitagabend geht es mit Einbruch der Dunkelheit los mit der fulminanten Show „Son et Lumiere“ und die Kunsthandwerker schlagen vor dem Schloss die Zelte auf. Sonnabends wird am Rad der Zeit gedreht: Das historische Schlossfest entführt Besucher in das 19. Jahrhundert. Der Tag steht ganz im Zeichen seiner königlichen Hoheit Friedrich Franz II. Am Samstagabend erstrahlt das Schloss dann im Licht der zweiten Geschichte von „Son et Lumiere“. Der „Tag des offenen Landtages“ am Sonntag steht ganz im Zeichen der aktuellen Nutzung des Schlosses und bietet Einblicke hinter die Kulissen des politischen Zentrums des Landes.

Moderne in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin

Am 1. und 2. Juli 2016 geht der langjährige Wunsch nach mehr Ausstellungsfläche endlich in Erfüllung: der Erweiterungsbau der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin wird eröffnet. Auf 800 Quadratmetern Ausstellungsfläche bietet der von den Berliner Architekten Scheidt Kasprusch Becker entworfene Bau endlich dauerhaft Platz für die Kunst nach 1945.

(Auszug aus den Programmen)

 

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsleistung legt weiter zu

Wirtschaft kommt voran – historisch höchstes Bruttoinlandsprodukt des Landes – Rahmenbedingungen für mehr Arbeitsplätze verbessern – weiter an wirtschaftlicher Angleichung arbeiten

30.3.2016 – Die Wirtschaftsleistung in Mecklenburg-Vorpommern ist im Jahr 2015 nach Angaben des Statistischen Amtes gegenüber 2014 um 1,9 Prozent gestiegen. „Wir liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das ist ein insgesamt sehr ordentliches Ergebnis. Das Ergebnis belegt: Es geht wirtschaftlich weiter voran im Land. Wir wachsen vor allem im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich. Auch der Handel und das Gastgewerbe entwickeln sich deutlich positiv. Wichtig ist es, alles daran zu setzen, dauerhaft die Rahmenbedingungen für mehr Arbeitsplätze auf dem ersten Arbeitsmarkt weiter zu verbessern. Hier sind wir auf einem guten Weg, aber längst noch nicht am Ziel“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Mittwoch in Schwerin. Im Saldo sind rund 9.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im vergangenen Jahr hinzugekommen. Im Bundesdurchschnitt ist das BIP um 1,7 Prozent gestiegen. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Mecklenburg-Vorpommern liegt ebenso über dem Durchschnitt der neuen Länder (1,5 Prozent). „Mit rund 39,9 Milliarden Euro wurde das historisch höchste Bruttoinlandsprodukt des Landes erzielt“, so Glawe weiter.

Verarbeitendes Gewerbe wächst über dem Bundesschnitt

Die Bruttowertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes in Mecklenburg-Vorpommern legte mit einem Anstieg um 8,0 Prozent mehr als deutlich zu. „Wir liegen in diesem für unsere Wirtschaft extrem wichtigen Bereich über dem Durchschnitt der neuen Länder (+1,1 Prozent) und über dem Bundesdurchschnitt (+1,7 Prozent). Unser Land ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort mit besten Bedingungen für Investitionen. Die Neuansiedlungen und die Erweiterungen der heimischen Wirtschaft machen sich im Wachstum der Wirtschaftsleistung deutlich bemerkbar. Unternehmen schaffen und sichern Jobs bei uns im Land. Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft im Land weiter zu verbessern und die Unternehmen bei ihren Investitions- und ihren Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu unterstützen“, betonte Glawe. Im Jahr 2015 wurden für 93 neue Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft insgesamt rund 62,8 Millionen Euro Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums bewilligt. Dadurch können Investitionen in Höhe von 256,5 Millionen Euro realisiert werden. Mit Abschluss aller Vorhaben werden 741 Arbeitsplätze neu entstanden sein und 2.232 Arbeitsplätze gesichert. In Dassow (Landkreis Nordwestmecklenburg) errichtet die AqVida GmbH eine pharmazeutische Produktionsanlage. 26 Jobs entstehen vor Ort. In Stralsund plant das ISW Institut für Soft- und Hardwareauswahl GmbH ein Rechenzentrum. 25 hochwertige, wissensbasierte Arbeitsplätze sollen zunächst geschaffen werden. Im Industriegebiet Poppendorf (Landkreis Rostock) ist der Medizintechnikspezialist CLEARUM GmbH mit einer Produktionsstätte gestartet, 80 Arbeitsplätze sollen entstehen. „Es wird auch in diesem Jahr ordentlich investiert“, sagte Glawe.

Dienstleistungsbereich, Handel und Gastgewerbe überdurchschnittlich im Plus

Auch der Dienstleistungsbereich zieht weiter an. Die Bruttowertschöpfung ist in diesem Bereich in Mecklenburg-Vorpommern um +1,4 Prozent gestiegen (Bundesdurchschnitt +1,5 Prozent; neue Länder: +1,6 Prozent). Besonders positiv war im vergangenen Jahr die Entwicklung in den Bereichen Handel, Gastgewerbe, Information und Kommunikation und Verkehr (MV +2,7 Prozent, Bundesdurchschnitt +1,9 Prozent). „Einen großen Teil zum Erfolg trägt hier die Tourismuswirtschaft bei“, so Glawe weiter. 2015 ist mit 29,5 Millionen Übernachtungen im Land ein neuer Rekord der Branche aufgestellt worden. Einen Rückgang verzeichnete die Wirtschaftsleistung im Baugewerbe um 3,2 Prozent (Bundesdurchschnitt: +0,3 Prozent; neue Länder: -0,9 Prozent).

Herausforderung – Wirtschaftlich auf eigenen Füßen stehen

„Der wirtschaftliche Aufholprozess ist noch nicht abgeschlossen. Wir werden weiter an der wirtschaftlichen Angleichung arbeiten“, so Glawe. Der Wirtschaftsminister macht deutlich, dass es trotz der insgesamt positiven Entwicklung viele Hausaufgaben zu lösen gibt. „Der wirtschaftliche Strukturwandel im Land kommt voran. Wir stehen dennoch vor Herausforderungen, die es zu meistern gilt. 2019 läuft der Solidarpakt aus und damit werden auch wichtige Unterstützungsmöglichkeiten für ostdeutsche Bundesländer möglicherweise auslaufen. Mit der Konzentration auf Innovationen, Beschäftigung und Wachstum legen wir die Grundlagen, um zukünftig auf eigenen Füßen zu stehen. Darüber hinaus gilt es, insbesondere Fachkräfte für die heimische Wirtschaft zu gewinnen oder zu sichern. Insgesamt geht es darum, sich weiter selbstbewusst auf die eigenen Stärken zu besinnen. Unser Land bietet hervorragende infrastrukturelle Bedingungen. Insbesondere im Exportgeschäft können wir noch weiter zulegen. Wir werden weiter intensiv um Investoren für Mecklenburg-Vorpommern werben“, sagte Glawe. „Die Gesundheitswirtschaft sowie Forschung, Entwicklung und Innovation und die zügige Umsetzung relevanter Ergebnisse in marktfähige Produkte, die Stärkung des Handwerks und der Tourismuswirtschaft sowie die Unterstützung des verarbeitenden Gewerbes nehmen für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft unseres Landes eine Schlüsselrolle ein.“

„Natur bequem erkunden“ – Dr. Till Backhaus eröffnet Rad- und Kutschweg im Darßwald

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

Radfahrer, Foto: Joachim Kloock

29.3.2016 – Mit einer traditionellen Kutschfahrt eröffnete Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, heute im Darßwald inmitten des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft gemeinsam mit den Bürgermeistern der Darßgemeinden den modernisierten Rad- und Kutschweg, der den Norden und Süden des knapp 6.000 ha großen Waldgebietes auf einer Länge von 2,5 Kilometer verbindet. „Viele Fahrradfahrer kennen das Geholper über die Plattenwege im Darßwald. Nachdem im letzten Jahr der Alte Mecklenburger Weg plattenfrei und nationalparkgerecht umgebaut wurde, freue ich mich sehr, dass nun auch das so genannte k-Gestell vom Großen Stern bis zum Langseer Weg von Platten befreit und mit einer wassergebundenen Decke versehen wurde. Nicht nur, dass Besucher die Gegend künftig unter weitaus komfortableren Bedingungen erkunden können, die Baumaßnahme hat auch dazu beigetragen, dass sich der Weg nun viel besser in das hiesige Landschaftsbild einfügt“, betonte Dr. Till Backhaus. Die Kosten für die Baumaßnahme betrugen 153.000 Euro und wurden ausschließlich aus Landesmitteln bestritten. Den Anstoß für die Modernisierung gab das in der Region ansässige Nationalparkamt. „Das Engagement der Mitarbeiter verdient allergrößten Respekt, ihren Leistungen verdanken wir, dass Einheimische und Gäste die Naturschönheiten der Region auf vielfältige Weise und vor allem über sichere und hindernisfreie Zuwegungen erleben können“, sagte er weiter.

Der Minister erinnerte daran, dass das k-Gestell, wie die meisten Plattenstraßen im Darßwald, nach dem großen Windwurf von 1969, der viele Bäume entwurzelte und umwarf, entstanden sei. Im Rahmen des 2015 durchgeführten Umbaus habe das historische Wegestück eine glatte, wassergebundene und landschaftsangepasste Decke erhalten. Dazu seien die Platten aufgenommen und anschließend als Bruch wieder in die stabile Unterschicht des Weges eingebracht worden. Mit dem heutigen Tag sei der Radwanderweg streckenweise auch als Kutsch- und Reitweg freigegeben. Künftig sollen mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) weitere Streckenabschnitte im Norden erneut werden. „Wenn das gelingt, werden wir bis zum Jahr 2020 die Infrastruktur im Darßwald maßgeblich verbessert haben“, so Dr. Backhaus. Seit ihrer Gründung 1990 habe die Landesregierung etwa 1,9 Mio. € in den Wegebau der beiden Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und Jasmund investiert. Für den Bau von Bohlenstegen, Schildern und Aussichtsplattformen seien weitere 860.000 € bereitgestellt worden.

Start für Ausbau des Parkstadions in Neustrelitz

Bedingungen für Sportler und Gäste deutlich verbessert

Kiebitz auf einem Fußballfeld, Foto Joachim Kloock

Kiebitz auf dem Fußballfeld, Foto: Joachim Kloock

29.3.2016 – Der offizielle Start zum Ausbau des Parkstadions in Neustrelitz (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) ist erfolgt. „Jetzt kann es losgehen. Die Bedingungen werden für Sportler und Gäste deutlich verbessert. Mit der Erweiterung des Stadions wird dazu beigetragen, die Region insgesamt wirtschaftlich und sportlich zu stärken. Die Wettkämpfe locken im Stadion Besucher von Nah und Fern“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Dienstag vor Ort. Im Parkstadion, das von der Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Neustrelitz e.V. genutzt wird, sollen unter anderem ein Kassenhaus, ein WC-Gebäude und der Gästefanbereich mit zusätzlichen 1.000 Zuschauerplätzen neu entstehen. Weiterhin werden die Standflächen für Polizei und Sicherheitskräfte erweitert sowie die Zufahrt in das Stadion einschließlich der Rettungswege neu angelegt. Seit 2011 wurden in Neustrelitz Städtebaufördermittel in Höhe von rund 8,3 Millionen Euro eingesetzt. Unter anderem sind die Neugestaltung der Uferzone Zierker See sowie die Sanierung des Rathauses und die Neugestaltung des Marktplatzes realisiert worden. Jüngst haben die Modernisierungsmaßnahmen beim Wassersportverein Einheit Neustrelitz e.V. (WSV) begonnen. „Die Residenzstadt Neustrelitz ist ein attraktiver Ausflugsort für natur- und kulturinteressierte Besucher. Die regionalen Lebens- und Wohnqualitäten werden durch attraktive Freizeitangebote deutlich erhöht. Sportstätten sind für eine Region ein wichtiges Element der nachhaltigen Stadtentwicklung“, sagte Glawe.

Wirtschaftsministerium unterstützt vor Ort

Die Kosten der gesamten Baumaßnahme betragen rund 1,5 Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro.

TSG Neustrelitz e.V

TSG Neustrelitz e.V. bietet Aktivitäten in den Bereichen Fußball, Schach und Gymnastik an. Die erste Herrenfußballmannschaft spielt in der Regionalliga Nordost. 18 Fußballmannschaften von den Bambinis bis zu den Alten Herren, Schachspieler und Gymnastikgruppen sind im Verein aktiv.