Thema im Landtag in MV – Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung sichern

Stärkung und Attraktivitätssteigerung der dualen Berufsausbildung – Durchlässigkeit braucht die Anerkennung gleichwertiger Abschlüsse

26.9.2015 – Am Freitag ist die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung in der Landtagssitzung  in Schwerin diskutiert worden. „Obwohl das Image der deutschen Berufsausbildung in der Welt noch nie so gut war, stellen wir in Deutschland ein abnehmendes Interesse der Schulabgänger an einer dualen Berufsausbildung fest. Wir müssen heute früher bei den Schülern ansetzen, um sie aktiv für eine Ausbildung zu gewinnen. Wichtig ist, dass die Attraktivität der dualen Ausbildung bereits in der Schule im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung vermittelt wird“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns. Im Ausbildungssystem bleiben immer mehr Ausbildungsstellen unbesetzt. Einerseits stehen Jugendlichen mit höheren Schulabschlüssen mehr Alternativen zur Verfügung, andererseits sind Betriebe nur begrenzt bereit, Jugendliche mit niedrigeren Schulabschlüssen auszubilden. „Die Stärkung und Attraktivitätssteigerung der dualen Berufsausbildung ist vor diesem Hintergrund eine wichtige Zielsetzung. Dabei gewinnen Durchlässigkeit und Gleichwertigkeit im Bildungswesen zunehmend an Bedeutung. Durchlässigkeit braucht die Anerkennung gleichwertiger Abschlüsse. Es kommt auch darauf an, für die unterschiedlichen Zielgruppen Wege in die duale Berufsausbildung aufzuzeigen. Neue Potentiale müssen erschlossen werden“, so Glawe weiter. Als Beispiel nannte der Wirtschaftsminister Abiturienten, Studienabbrecher oder auch leistungsschwächere Bewerber. Die Hochschule Wismar und ihr Verbundpartner RegioVision GmbH Schwerin machen es sich mit dem Projekt „ask for change“ zur Aufgabe, Unternehmen für wechselwillige Studierende zu sensibilisieren, attraktive Ausbildungsangebote zu finden und die wechselwilligen Studierenden auf dem Weg in die Ausbildung zu begleiten. „Über die enge Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen die Unternehmen der Region die Gruppe der wechselwilligen Studierenden stärker als bisher als potenzielle Fachkräfte wahrnehmen“, sagte Glawe. Die Hochschule Wismar spricht mit dem Projekt „ask for change“ schon Studierende in den ersten Studiensemestern an, um ihnen Alternativen aufzuzeigen.

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