Norddeutschlands größter Supercomputer geht ans Netz

Staatssekretär Schröder: Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an Investitionen mit 2,38 Mio. Euro

Foto/Quelle: Pressestelle BM M-V16.1.2014 – Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Mecklenburg-Vorpommern steht ein neuer Hochleistungsrechner für ihre Forschungsarbeit zur Verfügung. Heute wurden an der Leibniz Universität Hannover die beiden Teilsysteme der dritten Generation des Norddeutschen Hochleistungsrechners in Betrieb genommen. Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich an den Investitionen mit Mitteln in Höhe von 2,38 Mio. Euro. Die Investitionskosten belaufen sich auf insgesamt 30 Mio. Euro und werden außerdem von den Ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein getragen. „Hochleistungsrechner sind heutzutage eine Voraussetzung für viele Forschungsprojekte“, erläuterte der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Sebastian Schröder. „Der Norddeutsche Verbund für Hoch- und Höchstleistungsrechnen ist ein gutes Beispiel für eine funktionierende Zusammenarbeit der Länder. Durch den Supercomputer entsteht eine exzellente, länderübergreifende Forschungsinfrastruktur, die gute Arbeitsbedingungen für Forscherinnen und Forscher auch bei uns im Land schafft“, sagte Schröder.

Die beiden Teilsysteme des Hochleistungsrechners sind zwischen der Leibniz Universität Hannover und dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik in Berlin miteinander verbunden. „Gottfried“ und „Konrad“ heißen die beiden Teilrechner. Die Namensgebung erfolgte zu Ehren des Gelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz und des Computerpioniers Konrad Zuse. Der Norddeutsche Verbund zur Förderung des Hoch- und Höchstleistungsrechnens (HLRN-Verbund) wurde 2001 von den Ländern Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein gegründet. Im Jahr 2012 ist das Land Brandenburg dem Verbund beigetreten. Seitdem wurden zahlreiche wissenschaftliche Kooperationen zwischen den beteiligten Ländern ins Leben gerufen. Der Zusammenschluss ist zu einer etablierten Größe in der deutschen Hochleistungsrechner-Landschaft geworden. In Mecklenburg-Vorpommern nutzt beispielsweise das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) den Hochleistungsrechner für die Simulation von Ökosystemen in der Ostsee und für die Simulation von Strömungssystemen. An der Universität Rostock simulieren Forscherinnen und Forscher mit Hilfe des Hochleistungsrechners Verbrennungsvorgänge in Motoren. Weitere Informationen: www.hlrn.de

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